Mediabridge Products: Routeranbieter nach Druck auf Kunden von Amazon gesperrt
Mit einem Anwaltsschreiben hat ein Routeranbieter den Verfasser einer negativen Produktrezension bei Amazon unter Druck gesetzt. Das Unternehmen Mediabridge Products wurde daraufhin für einige Zeit von Amazon Marketplace ausgeschlossen, wie das Online-Magazin Ars Technica berichtet(öffnet im neuen Fenster). Der Rezensent Trevely hatte verbreitet, Mediabridge habe selbstverfasste positive Produktbesprechungen bei Amazon veröffentlicht und ein Produkt im veränderten Gehäuse als neuen Router angeboten.
In einem Schreiben erklärte ein Mediabridge-Anwalt, das Unternehmen "wache entschlossen über seinen hart erarbeiteten Ruf". Der Rezensent habe Mediabridge geschadet und solle für alle Schäden haften. Trevely machte das Schreiben des Anwalts bei Reddit öffentlich und bat um finanzielle Unterstützung für den erwarteten Rechtsstreit.
In einer Stellungnahme von Mediabridge Products, die Ars Technica vorliegt, erklärte das Unternehmen, dass seine Sperre bei Amazon Marketplace wieder aufgehoben sei. Eine Klage gegen den Amazon-Rezensenten sei nicht vorgesehen gewesen. Es sei darum gegangen, dass er seine unwahren Behauptungen zurücknehme, was inzwischen geschehen sei. Die in dem Ars-Technica-Bericht angegebenen Links funktionieren zumeist nicht mehr.
Im Juni 2014 muss sich ein deutscher Amazon-Kunde vor Gericht dafür verantworten, dass er einen negativen Kommentar über einen Händler bei Amazon veröffentlicht hat. Als der Händler verlangte, dass der Kommentar gelöscht wird, beschwerte sich der Kunde bei Amazon, was mit der Sperrung des Verkäuferkontos des Händlers bei Amazons Marketplace endete.


