Media Player: Plexamp ist minimalistisch wie Winamp

Simples Design und trotzdem funktional: Das Entwicklerteam von Plex will den 20 Jahre alten Winamp-Player als Plexamp wiederbeleben. Die Prämisse: eine möglichst simple Benutzeroberfläche und trotzdem viele Funktionen dank Client-Server-Struktur zum Selberbauen.

Artikel veröffentlicht am ,
Plexamp hat eine simple GUI.
Plexamp hat eine simple GUI. (Bild: Plex)

Der Softwareentwickler Plex führt seine neue Abteilung Plex Labs ein. Plex Labs soll eine Plattform für weitere Informationen zu neuen Plex-Produkten und Drittanbietersoftware bereitstellen. Ein Pilotprojekt ist das Programm Plexamp, das als inoffizieller Nachfolger des minimalistischen Winamp-Players gelten soll. Ähnlich wie dieser hat Plexamp eine simple Oberfläche. Als Stichwort nennt Plex-Chef Elan Feingold in einem Blogpost "klein".

Zu diesem Zweck entwickelt das Unternehmen eine App, die sich auf nur ein kleines Fenster beschränken soll. Laut Feingold sei das bereits schwierig, da Plex normalerweise eher umfangreichere Software integriert. Die Entwicklungsgrundlage stellt das Framework Electron, das auf HTML und CSS, aber auch auf Javascript unterstützt. Plexamp soll gängige Dateiformate abspielen können - etwa mp3- und Flac-Dateien.

Plexamp wird für MacOS und Windows entwickelt. Die Software ist tatsächlich recht simpel gehalten: Eine Suchzeile und ein Drop-Down-Menü sind prominente Elemente im Fenster, ebenso wie ein Bild des aktuellen Albums. Der Fortschrittsbalken befindet sich dazwischen. Das Design erinnert ein wenig an die milchglasartige Oberfläche des Fluent Design in Windows 10.

Eigenen Medienserver mit Plex installieren

Allerdings kommt auch Plexamp nicht ohne die Client-Server-Struktur aus. Der Player bezieht seine Lieder von einem dedizierten Server, den Nutzer auf einem anderen Gerät oder in der Plex-Cloud installieren. Plexamp soll auch als Fernbedienung für andere Applikationen verwendet werden oder selbst aus der Ferne gesteuert werden können.

Mediatasten auf dem Host-Computer, etwa Pause und Stopp, sollen von Plexamp unterstützt werden können. Die Software unterstützt auch Systembenachrichtigungen. Andere Funktionen sollen das Abspielen von Liedern angenehmer machen. Beim Stoppen eines Titels wird dieser beispielsweise langsam ausgeblendet. Gapless Playback soll die Pausen zwischen Titeln minimieren.

Auf Serverseite kann die Lautstärke von Liedern automatisch verändert werden. Mit der gleichen Technik sollen auch fließende Übergänge zwischen Liedern möglich sein. Der Server kann auch Radiosender aus Musikdateien erstellen - ähnlich wie bei Streamingdiensten wie Spotify. Die Software nutzt dazu die gespeicherten Nutzerpräferenzen oder auch Liedinformationen wie das Veröffentlichungsdatum etwa für Klassiker-Abspiellisten.

Momentan ist Plexamp noch in aktiver Entwicklung. Feingold selbst bezeichnet die Software noch als ein wenig rau. Das Projekt entsteht als ein Hobby der Entwickler und kann auf der Plex-Labs-Seite heruntergeladen werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Ach 31. Dez 2017

Danke für die Info erst mal, und das trifft ziemlich genau das, was ich mir unter VLC...

fels-in-der... 31. Dez 2017

Jenige sein, der meinen namen vertritt, aber ich verstehe nicht wo der sinn darin liegt...

Neuro-Chef 28. Dez 2017

Clementine

Neuro-Chef 28. Dez 2017

Das hätten sie gleich als Android-App veröffentlichen sollen für diejenigen, die den...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Donald E. Knuth
30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar

Ein bisschen theoretische Informatik, Algorithmen oder Mathematik zu Weihnachten? Wer das mag, kann nun sogar alle Vorlesungen hintereinander ansehen.

Donald E. Knuth: 30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar
Artikel
  1. 25 Jahre Grim Fandango: Toller Trip durch das Reich der Toten
    25 Jahre Grim Fandango
    Toller Trip durch das Reich der Toten

    Morbide und lustig: Grim Fandango war kein Erfolg und gilt trotzdem als Klassiker. Golem.de hat es erneut durchgespielt - und war wieder begeistert.
    Von Andreas Altenheimer

  2. Star Wars: Holiday Special jetzt in 4K mit 60 fps
    Star Wars
    Holiday Special jetzt in 4K mit 60 fps

    Eine bessere Story bekommt der legendär schlechte Film dadurch leider nicht. Bis heute lieben ihn einige Fans aber vor allem wegen seiner Absurdität.

  3. Updates für GPT-3 und GPT-4: GPT im Geschwindigkeitsrausch
    Updates für GPT-3 und GPT-4
    GPT im Geschwindigkeitsrausch

    OpenAIs Updates für GPT-4 und GPT-3 machen die Modelle zuverlässiger, vor allem aber anpassungsfähiger. Die Änderungen und neuen Features im Detail.
    Von Fabian Deitelhoff

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • TeamGroup Cardea Graphene A440 2 TB mit zwei Kühlkörpern 112,89€ • Logitech G915 TKL LIGHTSYNC RGB 125,11€ • AVM FRITZ!Repeater 3000 AX 129€ • Philips Ambilight 77OLED808 2.599€ • MindStar: Patriot Viper VENOM 64 GB DDR5-6000 159€, XFX RX 7900 XT Speedster MERC 310 Black 789€ [Werbung]
    •  /