Mecklenburg-Vorpommern: Polizei registriert Anstieg bei gefälschten Impfausweisen

Allerdings werden nur wenige Fälschungen angezeigt. Auch ein Polizist soll mit einem gefälschten Impfpass ertappt worden sein.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Der gelbe Impfpass ist nicht besonders fälschungssicher.
Der gelbe Impfpass ist nicht besonders fälschungssicher. (Bild: Jens Schlueter/Getty Images)

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es immer mehr gefälschte Impfausweise, die Corona-Impfungen nachweisen sollen. Wie eine Sprecherin des Landeskriminalamtes (LKA) in Rampe bei Schwerin am 23. Dezember erklärte, wurden im Jahr 2021 bislang 119 solcher Fälle aufgenommen. Dabei wurden bis zum 20. Dezember 51 Fälschungen festgestellt, nach 48 Fake-Ausweisen im gesamten November. Insgesamt lägen diese Fallzahlen aber auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

Im Nordosten gelten inzwischen in weiten Teilen des öffentlichen Lebens coronabedingt 2G- und 2G-plus-Regeln, weshalb Ungeimpfte in vielen Fällen Einschränkungen in Kauf nehmen müssen, wie unter anderem in der Gastronomie.

Die meisten Fälschungen (68) fielen bisher in Apotheken auf, 32 Fälle wurden durch Privatleute angezeigt, manche auch in Impfstationen. Es bestehe der Verdacht der Urkundenfälschung. Solche Delikte seien bisher nicht extra in der Kriminalstatistik erfasst worden. Damit könnte die Auflistung auch nicht ganz vollständig sein.

Auch Polizist mit gefälschtem Impfausweis erwischt?

Die Polizeiinspektion Neubrandenburg forderte mit Verweis auf einen Bericht des Nordkuriers dazu auf, die Polizei im Fall von vermuteten Fälschungen in Kenntnis zu setzen. "Die Verwendung eines gefälschten oder verfälschten Impfausweises stellt einen Betrug dar, welcher mit Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden kann." Verfolgung könne jedoch nur erfolgen, wenn der Polizei die Fälle bekannt würden. In Anbetracht der Berichterstattung müsse man von einer nicht unerheblichen Dunkelziffer ausgehen.

Der Geschäftsführer der Apothekerkammer MV, Bernd Stahlhacke, wies laut Nordkurier darauf hin, dass Apotheker einer Schweigepflicht unterliegen und deshalb Betrugsversuche nicht ohne Weiteres anzeigen können. "Wir hatten in den vergangenen Wochen mindestens an jedem Tag einen Fall", sagte der Stavenhagener Apotheker Arne Sandström. "Es handelte sich um Menschen aus allen Berufsgruppen". Die meisten Fälle habe er nicht bei der Polizei angezeigt, weil seiner Meinung nach danach nichts passiere.

In dem Bericht ist außerdem von einem Polizisten die Rede, der versucht haben soll, sich mit einem falschen Impfausweis ein digitales Impfzertifikat zu erschleichen. In diesem Fall sei Strafanzeige erstattet worden, teilte die Polizeiinspektion Neubrandenburg mit. "Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen dem Beamten neben strafrechtlichen auch dienstrechtliche Konsequenzen."

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Schnarchnase 28. Dez 2021

Ja das ist mir bewusst und hier würde ich Institute wie das RKI in der Pflicht sehen die...

pythoneer 27. Dez 2021

Update 2021-12-27 13:29 https://i.imgur.com/fKbnDhg.png

Schnarchnase 26. Dez 2021

Es gibt nur keine Vorsorgepflicht für den Staat, jedenfalls nicht in dem Sinne den du...

xPandamon 26. Dez 2021

Ich kann erklären wie es funktioniert. Ob man es versteht ist eine andere Sache, da kann...



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