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Mecha Comet: Modularer Linux-Bastelrechner kostet ab 189 US-Dollar

Der Mecha Comet ist ein Open-Source -Handheld mit Linux , magnetischen Modulen und einem IO-Anschluss mit 40 Pins.
/ Tobias Költzsch
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Der Mecha Comet mit Gamepad-Modul (Bild: Mecha)
Der Mecha Comet mit Gamepad-Modul Bild: Mecha

Ein Jahr nachdem Mecha sein Linux-Handheld Comet auf der CES 2025 gezeigt hatte, ist die Finanzierungskampagne für den modularen Bastelrechner gestartet. Das Open-Source-Handheld(öffnet im neuen Fenster) mit magnetisch befestigten Modulen kann ab einem Betrag von 189 US-Dollar unterstützt werden; dies ist der Preis für das Basisgerät, dazu kommen noch Kosten für die Module.

Der Mecha Comet läuft mit Linux, verwendet wird Debian 12 mit einer selbst entwickelten Benutzeroberfläche namens Mechanix OS. Diese soll touchfreundlich sein, was auf einem mobilen Gerät hilfreich ist. Das Amoled-Display des Bastelrechners ist 3,92 Zoll groß und nahezu quadratisch.

Das Handheld soll mit zwei SoCs erhältlich sein – wahlweise einem I.MX8M Plus mit vier Kernen oder einem I.MX95 mit acht Kernen. Der Comet ist mit 155 x 73 x 14 mm ungefähr so groß wie ein Smartphone – unterhalb des Displays ist Platz für verschiedene Module.

Magnetisch befestigte Module

Diese werden magnetisch befestigt, aktuell gibt es drei verschiedene Optionen: Eine Tastatur, ein Gamepad und ein IO-Board. Dieses hat 40 Pins: 14x GPIO, 4x ADC, 2x UART, 2x I2C, 1x SPI, 2x PWM, 1x USB und 1x RTC. Mit der Tastatur kann der Comet wie ein kleiner Rechner verwendet werden, das IO-Board ermöglicht eine Reihe von Bastelanwendungen.

Mecha Comet Linux Handheld (CES 2025)
Mecha Comet Linux Handheld (CES 2025) (04:35)

Über die GPIO-Pins lassen sich Hats für Raspberry Pis anschließen, was den Funktionsumfang des Comet stark erweitert. Auch andere Entwicklungsboards lassen sich darüber mit dem Handheld verbinden, wie uns Mecha auf der CES 2025 erklärte.

Verglichen mit dem Vorseriengerät gestaltete Mecha die Module etwas um. Das Tastaturmodul hat beispielsweise ein Touchfeld, was das uns gezeigte Modul nicht hatte. Sowohl die Hardware als auch die Software ist Open Source, weshalb Entwickler auch eigene Module für den Handheld entwickelt können.

Auch im Inneren ist der Comet modular aufgebaut: Nutzer können ein LTE- oder 5G-Modem einbauen oder auch eine NVMe-SSD. Geplant ist außerdem ein LoraWAN-Gateway und ein KI-Beschleuniger mit 13 Tops. Über die 8-Megapixel-Kamera soll auch eine Objekterkennung möglich sein.

Mecha Comet startet ab 189 US-Dollar

Verfügbar ist der Comet mit wahlweise 2, 4 oder 8 GByte RAM und 64 oder 128 GByte Speicher. Der Handheld kostet mit dem I.MX8M 189 US-Dollar, mit dem größeren SoC 209 US-Dollar. Das Tastaturmodul kostet 25 US-Dollar extra, das Gamepad 20 US-Dollar und das IO-Board 15 US-Dollar. Ausgeliefert werden soll der Comet im Mai 2026, die Version mit dem I.MX95 erst im September.

Das Finanzierungsziel hat die Kampagne bereits fast um das Zehnfache überschritten. Bei allen Crowdfunding-Kampagnen besteht die Gefahr, dass das Produkt trotz erfolgreicher Finanzierung nicht ausgeliefert wird.


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