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Meccha Chameleon: Das Zehn-Millionen-Wunder und weitere tolle Indiegames

Verstecken für Nerds: Meccha Chameleon zieht mit einer pfiffigen Idee viele Millionen Spieler an. Außerdem: düstere Abenteuer und Top-Design.
/ Rainer Sigl
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Artwork von Meccha Chameleon (Bild: Lemorion_1224)
Artwork von Meccha Chameleon Bild: Lemorion_1224
Inhalt
  1. Meccha Chameleon: Das Zehn-Millionen-Wunder und weitere tolle Indiegames
  2. Burglin' Gnomes, Romestead, Motorslice und 868-BACK

Das Wort "Friendslop" ist eigentlich nicht nett gemeint. So nennen Skeptiker jene Multiplayer-Koop-Games, die mit kleinem Budget und simplen Spielideen ihren meist jugendlichen Fans chaotische gemeinsame Stunden versprechen; mit "AI Slop", also den Auswüchsen generativer Bild- und Text-KI, hat das übrigens nichts zu tun.

Friendslop war als Schmähbegriff gemeint, aber verändert sich gerade zum akzeptierten Namen einer Nische, die erstaunliche Erfolge feiert: Spiele wie REPO, Lethal Company, Content Warning oder RV There Yet erreichen ein Millionenpublikum.

Und nun hat das gerade veröffentlichte Meccha Chameleon innerhalb kurzer Zeit sogar zehn Millionen Spieler in seinen Bann gezogen!

Der letztjährige Sommerhit Peak konnte langfristig sogar 20 Millionen Käufer finden. Die Koop-Bergtour lebt wie andere Friendslop-Games vom gemeinsamen Slapstick-Spaß. Weil die Spiele der Nische meist nur wenige Euro kosten, ist die Einstiegshürde besonders niedrig.

Auch unsere Sommerauswahl kommt am Erfolgsgenre nicht vorbei. Zwei aktuelle Multiplayer-Hits machen nicht nur der Generation Roblox Spaß. Aber keine Angst: Auch all jene, die Friendslop immer noch nicht nett meinen, werden bei den folgenden, aktuellen Titeln fündig.

Meccha Chameleon: Wo sind die anderen?

Das virale Online-Versteckspiel Meccha Chameleon(öffnet im neuen Fenster) ist das Spiel der Stunde! Zwei Wochen nach Release hat sich der Titel des japanischen Entwicklers Lemorion_1224 bereits über zehn Millionen Mal verkauft.

Das Gameplay ist simpel und genial: In diversen Arenen suchen die Teilnehmer ein möglichst perfektes Versteck, tarnen sich durch kreative Bemalung der eigenen Spielfigur und hoffen dann, vom Jäger als Letzte oder im Idealfall gar nicht entdeckt zu werden. Wer gefunden wird, wechselt die Seiten und wird selbst zum Jäger.

Dank der einzigartigen Spielmechanik, die Spielfigur mit simplen, an MS Paint erinnernden Werkzeugen zu bemalen und (ganz wie ein Chamäleon) nahezu unsichtbar werden zu lassen, entsteht ein ungewöhnlich spannendes Katz-und-Maus-Spiel. Vor allem über Social Media und Twitch verbreiteten sich unzählige Clips spektakulärer Verstecke in kürzester Zeit und sorgten für enorme Aufmerksamkeit.

Diese Mischung aus sofort verständlichem Spielprinzip, kreativer Freiheit und überraschenden Erfolgsmomenten dürfte den rasanten Aufstieg erklären. Ob allein oder mit Freunden: Jede Runde verläuft anders und liefert immer wieder Momente, die sich perfekt zum Teilen eignen.

So hat sich Meccha Chameleon innerhalb weniger Tage zu einem der größten Sommer-Hypes des Jahres entwickelt – mit besten Chancen, sich dauerhaft als Klassiker zu etablieren.

Erhältlich für Windows-PC; rund 6 Euro.

Fatekeeper: düstere Fantasy

Dem vor exakt 20 Jahren erschienenen Fantasy-First-Person-Spiel Dark Messiah of Might & Magic trauern viele bis heute nach. Mit Fatekeeper(öffnet im neuen Fenster) gibt es nun einen Anwärter auf den inoffiziellen Nachfolgerthron. Auch hier durchqueren wir eine gefährliche Ruinenstadt voller Orks und Goblins und treten mit Hieb- und Stichwaffen und Magie im Nahkampf gegen die Monster an.

Vor allem der legendäre Fußtritt des Kultklassikers kommt auch hier zum Einsatz: Wie wir unsere Gegner hier physikalisch korrekt von Klippen und Balkonen kicken, ist extrem unterhaltsam.

Fatekeeper sieht beeindruckend aus und verspricht mit einem riesigen Skill-Tree, Alchemie-System und einfachem, aber soliden Kampf epische Fantasy-Action.

Ganz eingelöst wird dieses Versprechen noch nicht: Das Early-Access-Game ist mit nur etwa drei Spielstunden Inhalt leider noch etwas kurz. Was da ist, ist aber schon jetzt bemerkenswert unterhaltsam und macht Lust auf mehr – vor allem zum freundlichen Preis.

Erhältlich für Windows-PC; rund 10 Euro (Early Access)


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