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MEB: Ford will offenbar Elektroplattform von VW nutzen

Nach dem Aachener Hersteller e.Go will nun auch Ford den Elektrifizierungsbaukasten von VW nutzen. Das würde die Kooperation zwischen beiden Autoherstellern weiter vertiefen.
/ Friedhelm Greis
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Fahrzeugstudie auf Basis des MEB (Bild: VW)
Fahrzeugstudie auf Basis des MEB Bild: VW

Der US-Autohersteller Ford und der Volkswagen-Konzern wollen ihre Kooperation beim elektrischen und autonomen Fahren weiter ausbauen. Eine entsprechende Rahmenvereinbarung sehe vor, dass Ford dabei den sogenannten Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB)(öffnet im neuen Fenster) von Volkswagen nutze, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf eine nicht namentlich genannte Person, die mit der Materie vertraut sei. Der VW-Aufsichtsrat wolle über die Vertiefung der Allianz auf einem Treffen am 11. Juli 2019 beraten.

Volkswagen hatte Anfang 2019 angekündigt, die Elektro-Plattform MEB für andere Hersteller lizenzieren zu wollen . Mit dieser Strategie könnte VW schnell hohe Stückzahlen und entsprechende Kosteneffekte erreichen, um wettbewerbsfähig zu sein. Der Konzern glaubt offenbar, dass sich Elektroautos künftig weniger durch ihren Antrieb differenzieren lassen als durch Parameter wie Karosserie, Software und Haptik. Entsprechend könnte die Konkurrenz die gleiche Antriebsbasis verwenden. Als erster Hersteller hatte der Aachener Kleinwagenanbieter e.Go angekündigt , die Plattform nutzen zu wollen.

Über die Nutzung durch Ford war Anfang dieses Jahres ebenfalls schon spekuliert worden. Das würde die Kooperation zwischen beiden Herstellern weiter vertiefen. Zuletzt war bekanntgeworden, dass VW bei der Entwicklung selbstfahrender Autos auf eine Kooperation mit der Ford-Tochterfirma Argo AI setzen wolle . Die Gespräche mit Ford hätten "große Fortschritte" gemacht, hieß es Mitte Juni 2019. Noch im Sommer könnte es eine Vereinbarung geben.

Volkswagen ID (Herstellervideo)
Volkswagen ID (Herstellervideo) (00:56)

Ein Volkswagen-Sprecher wollte laut Reuters die Details der geplanten Rahmenvereinbarung nicht kommentieren. Er habe lediglich gesagt, dass die Verhandlungen gute Fortschritte machten. Ein Ford-Sprecher habe sich ähnlich geäußert und gesagt, dass Details zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben würden.


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