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ME-South-1: Iran will AWS-Instanz in Bahrain zerstört haben

Der Iran will die AWS-Rechenzentren in Bahrain mit Marschflugkörpern zerstört haben. Der Angriff wurde von den USA, Amazon oder unabhängiger Seite bislang weder bestritten noch verifiziert.
/ Achim Sawall
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Ein syrischer Bauer vor einer iranischen Rakete, die am 8. Juni 2026 in Najha im Umland der syrischen Hauptstadt abstürzte. (Bild: Bakr Alkasem | Afp | Getty Images)
Ein syrischer Bauer vor einer iranischen Rakete, die am 8. Juni 2026 in Najha im Umland der syrischen Hauptstadt abstürzte. Bild: Bakr Alkasem | Afp | Getty Images

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) wollen die AWS-Infrastruktur in Bahrain (ME-South-1) am 21. Juli 2026 beschossen und zerstört haben. Das gaben die Vertreter des Regimes laut Türkiye Today(öffnet im neuen Fenster) gegenüber Staatsmedien wie Tasnim News Agency und IRNA an. Es soll sich bei dem Angriff mit Marschflugkörpern um die Vergeltung für US-Angriffe auf die im Bau befindliche Atomanlage in Darkhovin vom 19. Juli 2026 handeln.

Weder Amazon (AWS) noch das US-Militärkommando (Centcom) oder die bahrainischen Behörden bestätigten den Treffer oder eine Zerstörung der Anlage bisher.

Auf der offiziellen AWS-Statusseite(öffnet im neuen Fenster) gibt es kein Update zu dem Vorfall. Der letzte Eintrag vom 30. April 2026 bezieht sich auf die bereits im Frühjahr entstandenen physischen Schäden an den Rechenzentren in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain, die ohnehin noch nicht vollständig repariert waren.

Trump beendete Waffenstillstand

Die Kriegshandlungen zwischen den USA und dem Iran verschärften sich in den vergangenen zehn Tagen, nachdem Präsident Donald Trump den Waffenstillstand mit dem Iran für "beendet" erklärt hatte. Beide Regime führten seither militärische Schläge aus.

Bereits Anfang März 2026 fielen in Rechenzentren in Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gehostete Dienste von Amazon Web Services (AWS) nach Drohnenangriffen aus. Einige sind weiter beeinträchtigt, nun soll es, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster), in Bahrain weitere Ausfälle gegeben haben.

Die Revolutionsgarde unterhält auch eine Cyber-Armee und ein Zentrum zur Überwachung und Bekämpfung der organisierten Cyberkriminalität, zudem einen eigenen Nachrichtendienst, der unabhängig vom offiziellen Geheimdienst der Regierung agiert und direkt an das Büro des Revolutionsführers berichtet. Sie sind bewaffnet und werden in Zivil für die gewaltsame Unterdrückung von Demonstrationen eingesetzt.


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