MDN Plus: Mozilla plant offenbar kommerzielle Entwicklungsdoku

Mit einem Bezahlangebot zur Webentwicklung will Mozilla einem Bericht zufolge schon in Kürze starten. Das Unternehmen will dafür auf dem MDN aufbauen.

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Das MDN-Logo ist ein Tyrannosaurus Rex.
Das MDN-Logo ist ein Tyrannosaurus Rex. (Bild: Pawel Kopczynski/Reuters)

Der Browserhersteller Mozilla ist extrem abhängig von den Einnahmen, die durch die Integration von Suchmaschinen im Firefox-Browser generiert werden - hauptsächlich von Google. Das Unternehmen sucht deshalb seit Jahren nach alternativen Einnahmemöglichkeiten. Wie der für gewöhnlich sehr gut informierte Sören Hentzschel nun schreibt, könnte Mozilla schon in wenigen Wochen mit einer kommerziellen Variante der MDN-Web-Doku ein neues Produkt dafür vorstellen.

Bei dem MDN handelt es sich um eine freie Dokumentation von Webtechniken. Mozilla selbst bezeichnete das MDN-Projekt, vormals Mozilla Developer Network, als De-facto-Standardquelle dafür. Bei den Massenentlassung von Mozilla mussten im Sommer 2020 viele Angestellte gehen, deren Arbeit nicht unmittelbar zu den Einnahmen des Unternehmens beitrug. Dazu gehörte jedoch auch das gesamte Team, das für die MDN Web Docs zuständig war.

Die Zukunft des Projekts war deshalb zunächst ungewiss und Mozilla setzte darauf, dass die Community das MDN retten würde. Darauf folgte für die Kernaspekte der Arbeit rund um das MDN eine Finanzierung von Microsoft und Google sowie inzwischen durch viele weitere Geldgeber und Spender.

Wie Hentzschel nun schreibt, soll die bisherige Dokumentation des MDN auch künftig weiter frei verfügbar und nutzbar sein. Das Unternehmen plant demnach aber mit MDN Plus auch eine Art Zusatzangebot, das etwa durch monatliche Veröffentlichungen zu bestimmten Themen mehr Tiefgang liefern soll. Hinzukommen könnten Funktionen, um das MDN weiter zu personalisieren oder auch offline nutzen zu können.

Das Angebot soll dem Bericht zufolge bereits am 9. März 2022 auch in Deutschland starten und 10 US-Dollar pro Monat oder 100 US-Dollar im Jahr kosten, so Hentzschel. Bereits im vergangenen Jahr hat Mozilla MDN Plus getestet und einen baldigen Start angekündigt.

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