MBB 2015: Google will nicht mehr Gegner der Telekom-Konzerne sein
Ein hochrangiger Google-Manager ist auf einem Telekommunikationskongress als Partner der Netzbetreiber aufgetreten. Mike Blanche, Googles Head of EMEA Strategic Relationships, sagte auf dem Global Mobile Broadband Forum(öffnet im neuen Fenster) (MBB) am 3. November 2015 in Hongkong: "Ohne die Netzwerkbetreiber bliebe der Bildschirm für die Nutzer dunkel." Google gilt bei vielen Netzbetreibern als reiner Datenproduzent, der nichts zum Infrastrukturaufbau beiträgt.
Google brauche erfolgreiche Telekommunikationskonzerne, damit Nutzer auf seine Dienste zugreifen könnten. "Es ist kein Spiel zwischen Content Providern und Access Provider, sondern es geht um Zusammenarbeit" , betonte Blanche.
Google habe in den vergangenen Jahren 100 Milliarden US-Dollar in Infrastruktur investiert, rechnete Blanche vor. Der Konzern gibt hauptsächlich für Rechenzentren Geld aus, um seine Dienste, und damit die Auslieferung von Werbung, beschleunigen zu können.
Investitionen in den Internetausbau
Nutzer würden schnelleres Internet bestellen, um Youtube-Videos zu sehen und Netflix nutzen zu können. Google investiere auch zusammen mit Netzwerkbetreibern in den Ausbau des Internets, wie in Indonesien, wo Ballons entlegene Inseln mit Internet versorgen sollen. Bei dem Projekt Loon kooperiert der Mutterkonzern Alphabet mit den lokalen Mobilfunkanbietern Indosat, Telkomsel und XL Axiata. Indonesien besteht aus über 17.000 zum Teil sehr unzugänglichen Inseln.
Zusammen mit Festnetzbetreibern würden CDN-Plattformen installiert, um die Auslieferung von Youtube-Videos zu beschleunigen, sagte Blanche. "Auch im Mobilfunk gibt es Kooperationen mit Betreibern und Ausrüstern wie Huawei für schnellere Youtube-Videos, etwa im Rahmen von Open Borders APIs."
Durch die Auslieferung von Android-Updates bei Nacht versuche der Konzern, die jeweiligen Netzwerke zu entlasten. "Wir haben auch ein Interesse an der Zusammenarbeit, weil die Telekommunikationskonzerne eine Abrechnungsbeziehung zum Kunden haben" , gab Blanche zu.
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