Mazda ist bisher eher wenig bekannt für Elektroautos. Lange Zeit war der MX-30 das einzige vollelektrische Modell, das der japanische Hersteller in Deutschland anbot. Mit dem 6e hat Mazda ein zweites Modell ins Portfolio genommen – und damit direkt einen Volltreffer gelandet.
Im Test zeigt sich das E-Auto als absoluter Geheimtipp: Mazda hat nicht nur ein sehr hochwertig verarbeitetes, gut designtes Auto mit großartigem Innenraum geschaffen, sondern auch zahlreiche technische Extras eingebaut, die es bei anderen Herstellern nur gegen Aufpreis gibt – und das für unter 45.000 Euro in der Basisvariante. Verbesserungspotenzial habe ich aber trotz aller Begeisterung dennoch gefunden.
Den Mazda 6e gibt es in einer Standard- und einer Long-Range-Version, er wird in einem Joint Venture mit dem chinesischen Hersteller Changan produziert. Beide Varianten werden in zwei Ausstattungen angeboten. Die Unterschiede bei den Ausstattungen sind größtenteils kosmetisch, die Variante Takumi Plus verwendet hübschere Materialien. Außerdem hat sie begrüßenswerterweise ein Rollo für das serienmäßige Sonnendach.
Zwei Akku-Varianten mit unterschiedlichen Ladeleistungen
Die Standard-Version kommt mit einem 68,8-kWh-Akku, der sich mit maximal 165 kW laden lässt. Die Long-Range-Variante hat einen 80-kWh-Akku und eine maximale Ladeleistung von 90 kW. Für meinen Test habe ich die Standard-Range-Version in der Variante Takumi Plus von Mazda zur Verfügung gestellt bekommen – das sinnvollere der beiden Modelle.
Zwar ist der Akku kleiner, er lädt aber wesentlich schneller. Die restlichen technischen Details sind identisch (bis auf einen vernachlässigbaren Leistungsunterschied von 10 kW). Warum Mazda der großen Version eine Ladeleistung von nur 90 kW mitgegeben hat, wird wohl das Geheimnis der Ingenieure bleiben. Von 10 auf 80 Prozent lädt die Standardversion dem Hersteller zufolge in 24 Minuten, die große Variante braucht satte 47 – das wäre mir viel zu lang für einen einzelnen Stopp. Aber mehr zum Laden später.
Bild 1/45: Das Lenkrad ist die einzige Stelle im Mazda 6e, bei der Pianolack verwendet wird. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/45: Auf dem Fahrerdisplay werden alle notwendigen Informationen angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/45: In der Mitte des Armaturenbrettes befindet sich ein großes Display, über das in der Regel alle Einstellungen vorgenommen werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/45: Die Mittelkonsole hat ein großes Staufach, zwei Becherhalter und ein Ladepad mit Belüftung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/45: Der Innenraum der Takumi-Plus-Variante ist hochwertig verarbeitet. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/45: Unter der Mittelkonsole befindet sich ein weiteres Fach. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/45: Das Panoramadach gehört beim Mazda 6e zur Serienausstattung - bei der Takumi-Plus-Variante gehört ein elektronisches Rollo dazu. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/45: Auch die elektronisch verstellbaren Sitze sind Serienausstattung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/45: Das Interieur des Mazda 6e ist aufgeräumt und mit Kunstleder und Kunstveloursleder samt Ziernähten ausgestattet. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/45: Dank eines Radstandes von 2.895 mm sitzen Passagiere hinten sehr bequem. Die Sitze sind ebenfalls hochwertig verarbeitet. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/45: Im Fond gibt es eine Klimasteuerung, die zweite Klimazone des Beifahrers wird übernommen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/45: Das Soundsystem des 6e ist gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/45: Der Mazda 6e hat überall kleine, hübsche Details - wie etwa die Aussparungen in den Vordersitzen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/45: Der Kofferraum ist bauartbedingt mit 466 Litern nicht riesig. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/45: Bei umgeklappten Rücksitzen ergibt sich ein Volumen von 1.074 Litern. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/45: Die im Mazda 6e verbauten Kameras liefern ein sehr gutes Bild. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/45: Das Lenkrad ist übersichtlich und hat eine eingebaute Heizung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/45: Für Fahrer und Beifahrer ist im Mazda 6e viel Platz. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/45: Der 6e hat einen eingebauten Lenkassistenten, der bis 130 km/h funktioniert. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/45: Der Mazda 6e ist ein Coupé mit 4.921 mm Länge und 190 kW. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/45: Der 6e kommt im klassischen Mazda-Design, der Frontgrill ist allerdings ohne Lufteinlässe. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/45: Die Front hat eine schöne LED-Beleuchtung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/45: Das Design ist unauffällig, aber schick. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/45: Das Heck des Mazda 6e hat einen kleinen Spoiler, der elektronisch ausgefahren werden kann. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 25/45: Am Heck ist eine durchgehende Lichtleiste verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/45: Der Innenraum des Mazda 6e mit seinen reichhaltigen Kunstlederoberflächen (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/45: Das Lenkrad ist übersichtlich und fühlt sich angenehm an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/45: Auch bei den Türen hat Mazda nicht mit Lederapplikationen gespart. Unterhalb des Knies gibt es Hartplastik. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/45: Der Mazda hat eine gut gemachte indirekte LED-Beleuchtung, die sich anpassen lässt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 30/45: Die Routenplanung erlaubt es, nach der Geschwindigkeit der Ladestationen zu filtern - ein paar mehr Abstufungen nach oben wären wünschenswert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 31/45: Auch die gewünschten Ladeanbieter können ausgewählt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 32/45: Der Frunk fasst 72 Liter - genug Platz für kleineres Gepäck. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 33/45: Bei der Routenplanung kann auch der gewünschte Ladestand bei Ankunft an Ladestationen eingestellt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 34/45: Auch der Akkustand bei Ankunft am Ziel kann definiert werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 35/45: Der Mazda 6e hat eine Kamera im Innenraum, mit der sich auch Fotos aufnehmen lassen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 36/45: Der Mazda bietet verschiedene Innenraummodi. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 37/45: So gibt es einen Frischluftmodus, ...
Bild 38/45: ... einen Klimamodus bei Verlassen des Fahrzeugs, ...
Bild 39/45: ... oder auch einen Campingmodus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 40/45: Der Ruhemodus spielt entspannende Musik und Naturgeräusche ab, während man sich auf dem zurückgefahrenen Fahrersitz entspannen kann - ideal für Ladepausen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 41/45: Das Infotainmentsystem des Mazda 6e ist übersichtlich aufgebaut und läuft flüssig. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 42/45: Es gibt eine App-Übersicht ...
Bild 43/45: ... und direkten Zugriff auf verschiedene Fahrzeugfunktionen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 44/45: Mit 190 kW bietet der Mazda 6e genügend Leistung, um komfortabel voranzukommen. Ab Tempo 120 fährt sich der Wagen aber nicht mehr sonderlich flott. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 45/45: Der 6e überzeugt vor allem durch seine vielen Funktionen und seine schöne Ausstattung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Äußerlich ist der Mazda 6e ein sportliches Coupé. Das Design ist eine gelungene Mischung aus Understatement und interessanten Elementen – aufdringlich oder protzig wirkt er nicht. Die Seiten haben eine Art Welle, die sich von vorne nach hinten öffnet. Das Heck ist unauffällig, der schwarze Balken über der Stoßstange lockert den bronzefarbenen Look etwas auf. Gut gefällt mir die Lichtleiste, die direkt unter dem Heckspoiler eingebaut ist – dieser lässt sich elektronisch ausfahren, auch dazu später mehr.