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Mazda 6e im Praxistest: Wie viel darf ein Auto für 46.900 Euro können?

Der Mazda 6e sieht innen und außen gut aus, kommt mit allerlei technischen Extras und kostet unter 47.000 Euro. Gibt es auch Nachteile?
/ Tobias Költzsch
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Der Mazda 6e bietet viele Funktionen und ein edles Interieur. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Der Mazda 6e bietet viele Funktionen und ein edles Interieur. Bild: Martin Wolf/Golem
Inhalt
  1. Mazda 6e im Praxistest: Wie viel darf ein Auto für 46.900 Euro können?
  2. Schöne Beleuchtung mit Animation zur Begrüßung
  3. Wo lässt sich der Scheibenwischer aktivieren?
  4. Sprachausgabe ist furchtbar
  5. Frunk bietet außergewöhnlich viel Platz
  6. Drei Rekuperationsstufen, kein One-Pedal-Driving
  7. Die Extras hören einfach nicht auf
  8. Mazda 6e: Verfügbarkeit und Fazit

Mazda ist bisher eher wenig bekannt für Elektroautos. Lange Zeit war der MX-30 das einzige vollelektrische Modell, das der japanische Hersteller in Deutschland anbot. Mit dem 6e hat Mazda ein zweites Modell ins Portfolio genommen – und damit direkt einen Volltreffer gelandet.

Im Test zeigt sich das E-Auto als absoluter Geheimtipp: Mazda hat nicht nur ein sehr hochwertig verarbeitetes, gut designtes Auto mit großartigem Innenraum geschaffen, sondern auch zahlreiche technische Extras eingebaut, die es bei anderen Herstellern nur gegen Aufpreis gibt – und das für unter 45.000 Euro in der Basisvariante. Verbesserungspotenzial habe ich aber trotz aller Begeisterung dennoch gefunden.

Den Mazda 6e gibt es in einer Standard- und einer Long-Range-Version, er wird in einem Joint Venture mit dem chinesischen Hersteller Changan produziert. Beide Varianten werden in zwei Ausstattungen angeboten. Die Unterschiede bei den Ausstattungen sind größtenteils kosmetisch, die Variante Takumi Plus verwendet hübschere Materialien. Außerdem hat sie begrüßenswerterweise ein Rollo für das serienmäßige Sonnendach.

Zwei Akku-Varianten mit unterschiedlichen Ladeleistungen

Die Standard-Version kommt mit einem 68,8-kWh-Akku, der sich mit maximal 165 kW laden lässt. Die Long-Range-Variante hat einen 80-kWh-Akku und eine maximale Ladeleistung von 90 kW. Für meinen Test habe ich die Standard-Range-Version in der Variante Takumi Plus von Mazda zur Verfügung gestellt bekommen – das sinnvollere der beiden Modelle.

Mazda 6e Probe gefahren
Mazda 6e Probe gefahren (04:29)

Zwar ist der Akku kleiner, er lädt aber wesentlich schneller. Die restlichen technischen Details sind identisch (bis auf einen vernachlässigbaren Leistungsunterschied von 10 kW). Warum Mazda der großen Version eine Ladeleistung von nur 90 kW mitgegeben hat, wird wohl das Geheimnis der Ingenieure bleiben. Von 10 auf 80 Prozent lädt die Standardversion dem Hersteller zufolge in 24 Minuten, die große Variante braucht satte 47 – das wäre mir viel zu lang für einen einzelnen Stopp. Aber mehr zum Laden später.

Äußerlich ist der Mazda 6e ein sportliches Coupé. Das Design ist eine gelungene Mischung aus Understatement und interessanten Elementen – aufdringlich oder protzig wirkt er nicht. Die Seiten haben eine Art Welle, die sich von vorne nach hinten öffnet. Das Heck ist unauffällig, der schwarze Balken über der Stoßstange lockert den bronzefarbenen Look etwas auf. Gut gefällt mir die Lichtleiste, die direkt unter dem Heckspoiler eingebaut ist – dieser lässt sich elektronisch ausfahren, auch dazu später mehr.


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