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Fazit

Mazda macht bei seinem neuen Elektroauto sehr viel richtig. Der 6e ist ein überraschend komfortables und hochwertig verarbeitetes Coupé, das sich dank der bequemen Sitze, einem bis auf die Sprachausgabe gutem Navi und ruhiger Fahrt auch sehr gut für längere Strecken eignet.

Das trifft auch auf die getestete Version mit kleinerem Akku zu: Dank einer Ladeleistung von 165 kW (die der Wagen auch erreicht, wie andere Tester zeigen) sind die Ladestopps noch ausreichend kurz, um den Wagen auch für längere Touren zu nutzen. Und wenn es doch länger dauert, kann man im Ruhemodus entspannen.

Bei der Reichweite hilft natürlich auch der gute Verbrauch, der angesichts der schon kühleren Temperaturen in Berlin positiv überrascht. Im Sommer dürfte der Wagen mit einer Akkuladung noch ein gutes Stück weiter kommen als jetzt im Herbst.

Die angesichts des Preises sehr gute Ausstattung mit zahlreichen Extras, für die andere Hersteller Aufpreise verlangen, sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Auto nicht perfekt ist. Mir sind vor allem die Sprachsteuerung und Sprachausgabe negativ aufgefallen. Dabei ist das Navi an sich sehr gut und hat eine sehr gute Ladeplanung.

Der Lenkassistent macht seinen Job, es gibt aber bessere Systeme bei günstigeren Fahrzeugen – etwa Hyundais Autobahnassistent im Inster , der die Hälfte des Mazda 6e kostet. Der Inster ist dafür aber halt auch keine Komfort-Limousine mit allem Pipapo, den man sich wünschen kann.

Unterm Strich ist der Mazda 6e gerade auch für den Preis ein sehr gutes Auto. Angesichts der Ausstattung könnte ich mit den Unzulänglichkeiten leben – Mazda sollte aber zumindest die Sprachausgabe verbessern, was mit einem Update einfach sein dürfte. Für unter 47.000 Euro muss man suchen, um ein vergleichbar gut ausgestattetes und hochwertig verarbeitetes Elektroauto zu finden.


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