Neben dem bereits erwähnten elektrisch einstellbaren Heckspoiler, dem Panoramadach mit ebenfalls elektrischem Rollo und dem HUD bietet der Mazda gibt es ein weiteres Extra, das in dieser Preisklasse nicht zwingend zu erwarten ist: Der Wagen verfügt über verschiedene Innenraummodi. So gibt es einen Haustiermodus, bei dem die Klimaanlage aktiviert wird, oder auch einen Ruhemodus.
Dieser kann etwa bei einer längeren Ladepause aktiviert werden. Der Sitz fährt dann nach hinten und in die Waagerechte, dazu werden beruhigende Musik und Naturgeräusche abgespielt. Ein Timer beendet den Modus nach der gewünschten Zeit – das ist überraschend gemütlich.
An dieser Stelle sei auch noch die dezente indirekte Innenraumbeleuchtung erwähnt, die natürlich auch nach dem eigenen Geschmack eingestellt werden kann. Ungewöhnlich sind hier einige Einstellungsmöglichkeiten: So kann ich die Option aktivieren, dass die Beleuchtung beim Fahren automatisch gedimmt wird – das ist praktisch. Weniger nach meinem Geschmack ist die Option, dass das Licht im Takt der Musik blinkt, was beim Fahren dann doch etwas ablenkt. Aber auch daran zeigt sich: Mazda geht durchaus einen Schritt weiter als andere Hersteller, wenn es um die Auswahlmöglichkeiten geht.
Überraschend guter Verbrauch trotz kaltem Wetter
Alle diese Komfortfunktionen sind schön, aber wie steht es um den Verbrauch? Ich habe den Mazda im Herbst bei recht frischen 9 Grad Celsius getestet, was sich natürlich negativ auf die Reichweite auswirkt – im Sommer sind die Akkus von Elektroautos wärmer, entsprechend kommen sie weiter. Im Stadtverkehr hat der 6e um die 15 kWh auf 100 km verbraucht. Das ergibt eine Reichweite von 459 km.
Bild 1/45: Das Lenkrad ist die einzige Stelle im Mazda 6e, bei der Pianolack verwendet wird. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/45: Auf dem Fahrerdisplay werden alle notwendigen Informationen angezeigt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/45: In der Mitte des Armaturenbrettes befindet sich ein großes Display, über das in der Regel alle Einstellungen vorgenommen werden. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/45: Die Mittelkonsole hat ein großes Staufach, zwei Becherhalter und ein Ladepad mit Belüftung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/45: Der Innenraum der Takumi-Plus-Variante ist hochwertig verarbeitet. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/45: Unter der Mittelkonsole befindet sich ein weiteres Fach. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/45: Das Panoramadach gehört beim Mazda 6e zur Serienausstattung - bei der Takumi-Plus-Variante gehört ein elektronisches Rollo dazu. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/45: Auch die elektronisch verstellbaren Sitze sind Serienausstattung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/45: Das Interieur des Mazda 6e ist aufgeräumt und mit Kunstleder und Kunstveloursleder samt Ziernähten ausgestattet. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/45: Dank eines Radstandes von 2.895 mm sitzen Passagiere hinten sehr bequem. Die Sitze sind ebenfalls hochwertig verarbeitet. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/45: Im Fond gibt es eine Klimasteuerung, die zweite Klimazone des Beifahrers wird übernommen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/45: Das Soundsystem des 6e ist gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/45: Der Mazda 6e hat überall kleine, hübsche Details - wie etwa die Aussparungen in den Vordersitzen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/45: Der Kofferraum ist bauartbedingt mit 466 Litern nicht riesig. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 15/45: Bei umgeklappten Rücksitzen ergibt sich ein Volumen von 1.074 Litern. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 16/45: Die im Mazda 6e verbauten Kameras liefern ein sehr gutes Bild. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/45: Das Lenkrad ist übersichtlich und hat eine eingebaute Heizung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/45: Für Fahrer und Beifahrer ist im Mazda 6e viel Platz. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/45: Der 6e hat einen eingebauten Lenkassistenten, der bis 130 km/h funktioniert. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/45: Der Mazda 6e ist ein Coupé mit 4.921 mm Länge und 190 kW. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/45: Der 6e kommt im klassischen Mazda-Design, der Frontgrill ist allerdings ohne Lufteinlässe. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 22/45: Die Front hat eine schöne LED-Beleuchtung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 23/45: Das Design ist unauffällig, aber schick. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 24/45: Das Heck des Mazda 6e hat einen kleinen Spoiler, der elektronisch ausgefahren werden kann. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 25/45: Am Heck ist eine durchgehende Lichtleiste verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 26/45: Der Innenraum des Mazda 6e mit seinen reichhaltigen Kunstlederoberflächen (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/45: Das Lenkrad ist übersichtlich und fühlt sich angenehm an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/45: Auch bei den Türen hat Mazda nicht mit Lederapplikationen gespart. Unterhalb des Knies gibt es Hartplastik. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/45: Der Mazda hat eine gut gemachte indirekte LED-Beleuchtung, die sich anpassen lässt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 30/45: Die Routenplanung erlaubt es, nach der Geschwindigkeit der Ladestationen zu filtern - ein paar mehr Abstufungen nach oben wären wünschenswert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 31/45: Auch die gewünschten Ladeanbieter können ausgewählt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 32/45: Der Frunk fasst 72 Liter - genug Platz für kleineres Gepäck. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 33/45: Bei der Routenplanung kann auch der gewünschte Ladestand bei Ankunft an Ladestationen eingestellt werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 34/45: Auch der Akkustand bei Ankunft am Ziel kann definiert werden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 35/45: Der Mazda 6e hat eine Kamera im Innenraum, mit der sich auch Fotos aufnehmen lassen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 36/45: Der Mazda bietet verschiedene Innenraummodi. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 37/45: So gibt es einen Frischluftmodus, ...
Bild 38/45: ... einen Klimamodus bei Verlassen des Fahrzeugs, ...
Bild 39/45: ... oder auch einen Campingmodus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 40/45: Der Ruhemodus spielt entspannende Musik und Naturgeräusche ab, während man sich auf dem zurückgefahrenen Fahrersitz entspannen kann - ideal für Ladepausen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 41/45: Das Infotainmentsystem des Mazda 6e ist übersichtlich aufgebaut und läuft flüssig. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 42/45: Es gibt eine App-Übersicht ...
Bild 43/45: ... und direkten Zugriff auf verschiedene Fahrzeugfunktionen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 44/45: Mit 190 kW bietet der Mazda 6e genügend Leistung, um komfortabel voranzukommen. Ab Tempo 120 fährt sich der Wagen aber nicht mehr sonderlich flott. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 45/45: Der 6e überzeugt vor allem durch seine vielen Funktionen und seine schöne Ausstattung. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Im realistischen Bereich zwischen 80 und 10 Prozent sind das immer noch 321 km – was für reichlich Stadtfahrten reicht. Auf der Autobahn ist der Verbrauch selbstredend höher: Bei einer Testfahrt mit Geschwindigkeiten zwischen 120 und 170 km/h kommt das Auto auf einen Verbrauch von 25 kWh/100 km – für die niedrigen Temperaturen ist das ein ordentlicher Wert.
Die Reichweite liegt dann bei 275 km. Im Bereich zwischen 80 und 10 Prozent ergibt das eine Reichweite von 193 km. Das ist angesichts des kleineren Akkus ein anständiger Wert, vor allem wenn man bedenkt, dass es kalt war. Bleiben wir bei unter 150 km/h, liegt der Verbrauch eher bei 23 kWh/100 km, was eine Reichweite von 299 km bzw. 209 km bedeutet.
Mein Testwagen lädt mit bis zu 165 kW, was ihn Mazda zufolge in 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent Akkustand bringen soll. Ich habe es in meinem Test nicht geschafft, den Wagen mit einer derartigen Geschwindigkeit zu laden. Das kann viele Gründe haben, die nichts mit dem Fahrzeug an sich zu tun haben müssen. So ist eine Shell-Station bei mir um die Ecke bekannt dafür, dass sie in der Regel nie die maximal mögliche Leistung ausgibt.
Maximale Ladeleistung habe ich nicht erreicht
Auch das Wetter hat natürlich einen Einfluss auf das Laden. Mazda zufolge hat der 6e eine automatische Vorkonditionierung, wenn man über das Navi eine Ladesäule ansteuert. Manuell aktivieren lässt sich die Akkuvorwärmung leider nicht, was das Problem bei meinen Ladevorgängen gewesen sein könnte.
Ich komme bei meinen Ladeversuchen auf maximal 103 kW Leistung – die Ladekurve ist dabei aber konstant, weshalb die durchschnittliche Ladeleistung bei 98 kW liegt. Damit ist der Akku in 32 Minuten von 18 auf 81 Prozent geladen. Das ist nicht so gut, wie der Mazda es eigentlich kann, aber brauchbar. An AC-Ladesäulen lädt der Wagen dreiphasig mit 11 kW.