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Die Extras hören einfach nicht auf

Neben dem bereits erwähnten elektrisch einstellbaren Heckspoiler, dem Panoramadach mit ebenfalls elektrischem Rollo und dem HUD bietet der Mazda gibt es ein weiteres Extra, das in dieser Preisklasse nicht zwingend zu erwarten ist: Der Wagen verfügt über verschiedene Innenraummodi. So gibt es einen Haustiermodus, bei dem die Klimaanlage aktiviert wird, oder auch einen Ruhemodus.

Dieser kann etwa bei einer längeren Ladepause aktiviert werden. Der Sitz fährt dann nach hinten und in die Waagerechte, dazu werden beruhigende Musik und Naturgeräusche abgespielt. Ein Timer beendet den Modus nach der gewünschten Zeit – das ist überraschend gemütlich.

An dieser Stelle sei auch noch die dezente indirekte Innenraumbeleuchtung erwähnt, die natürlich auch nach dem eigenen Geschmack eingestellt werden kann. Ungewöhnlich sind hier einige Einstellungsmöglichkeiten: So kann ich die Option aktivieren, dass die Beleuchtung beim Fahren automatisch gedimmt wird – das ist praktisch. Weniger nach meinem Geschmack ist die Option, dass das Licht im Takt der Musik blinkt, was beim Fahren dann doch etwas ablenkt. Aber auch daran zeigt sich: Mazda geht durchaus einen Schritt weiter als andere Hersteller, wenn es um die Auswahlmöglichkeiten geht.

Überraschend guter Verbrauch trotz kaltem Wetter

Alle diese Komfortfunktionen sind schön, aber wie steht es um den Verbrauch? Ich habe den Mazda im Herbst bei recht frischen 9 Grad Celsius getestet, was sich natürlich negativ auf die Reichweite auswirkt – im Sommer sind die Akkus von Elektroautos wärmer, entsprechend kommen sie weiter. Im Stadtverkehr hat der 6e um die 15 kWh auf 100 km verbraucht. Das ergibt eine Reichweite von 459 km.

Im realistischen Bereich zwischen 80 und 10 Prozent sind das immer noch 321 km – was für reichlich Stadtfahrten reicht. Auf der Autobahn ist der Verbrauch selbstredend höher: Bei einer Testfahrt mit Geschwindigkeiten zwischen 120 und 170 km/h kommt das Auto auf einen Verbrauch von 25 kWh/100 km – für die niedrigen Temperaturen ist das ein ordentlicher Wert.

Die Reichweite liegt dann bei 275 km. Im Bereich zwischen 80 und 10 Prozent ergibt das eine Reichweite von 193 km. Das ist angesichts des kleineren Akkus ein anständiger Wert, vor allem wenn man bedenkt, dass es kalt war. Bleiben wir bei unter 150 km/h, liegt der Verbrauch eher bei 23 kWh/100 km, was eine Reichweite von 299 km bzw. 209 km bedeutet.

Mein Testwagen lädt mit bis zu 165 kW, was ihn Mazda zufolge in 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent Akkustand bringen soll. Ich habe es in meinem Test nicht geschafft, den Wagen mit einer derartigen Geschwindigkeit zu laden. Das kann viele Gründe haben, die nichts mit dem Fahrzeug an sich zu tun haben müssen. So ist eine Shell-Station bei mir um die Ecke bekannt dafür, dass sie in der Regel nie die maximal mögliche Leistung ausgibt.

Maximale Ladeleistung habe ich nicht erreicht

Auch das Wetter hat natürlich einen Einfluss auf das Laden. Mazda zufolge hat der 6e eine automatische Vorkonditionierung, wenn man über das Navi eine Ladesäule ansteuert. Manuell aktivieren lässt sich die Akkuvorwärmung leider nicht, was das Problem bei meinen Ladevorgängen gewesen sein könnte.

Ich komme bei meinen Ladeversuchen auf maximal 103 kW Leistung – die Ladekurve ist dabei aber konstant, weshalb die durchschnittliche Ladeleistung bei 98 kW liegt. Damit ist der Akku in 32 Minuten von 18 auf 81 Prozent geladen. Das ist nicht so gut, wie der Mazda es eigentlich kann, aber brauchbar. An AC-Ladesäulen lädt der Wagen dreiphasig mit 11 kW.


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