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Sprachausgabe ist furchtbar

Dass ich bisher noch nichts zur Sprachausgabe des Navis gesagt habe, ist kein gutes Zeichen. Sie ist – kurz gesagt – Mist: Die Stimme spricht derart gelangweilt, wie ich es noch nicht erlebt habe. Schlimmer ist, dass die Aussprache zudem oft grotesk falsch ist. Mein Highlight: Als mir das Navi sagen will, dass ich der Straße dreieinhalb Kilometer folgen solle, werden daraus "dreh-inhalb Kilometer" .

Die Sprachausgabe spricht also nicht nur Straßennamen falsch aus, sondern auch normale deutsche Wörter – und ja, die Stimme ist auf Deutsch eingestellt. Möglicherweise resultieren die Qualitätsprobleme daher, dass Mazda die Sprachsteuerung von Changan übernommen hat – am Ende ist das für den Kunden egal: Mazda trägt meiner Meinung nach die Verantwortung, schließlich wird ein Auto der Marke gekauft. Die Probleme setzen sich bei der Sprachsteuerung fort: Der Mazda 6e reagiert oft auf sein Keyword, auch wenn es gar nicht ausgesprochen wurde.

Dann fasst die Assistentin alles Gesprochene als Befehl auf, was natürlich nicht gutgehen kann. Die Sprachsteuerung schafft es zudem nicht, jemanden aus meinem Adressbuch anzurufen. Immerhin funktionierte die Klimasteuerung und die Routenplanung per Sprachbefehl – Mazda muss hier aber dennoch dringend nachbessern. Dass eine Sprachausgabe nicht mal normale Wörter korrekt aussprechen kann und wie zusammengewürfelt spricht, nervt beim Navigieren ziemlich.

Viel Platz für alle Passagiere an Bord

Überhaupt nicht nervig ist das Platzangebot für die Passagiere: Mit den serienmäßig elektrisch verstellbaren Sitzen und der Lenkradeinstellung lässt sich leicht eine bequeme Fahrposition finden, die ausreichend Platz für die Beine bietet. Beide Sitze vorne haben sowohl eine Sitzheizung als auch eine Sitzbelüftung, ein Komfort, der sowohl im Winter als auch im Sommer praktisch ist.

Auch im Fond sitzen Passagiere sehr bequem: Dank eines Radstandes von 2.895 mm bei einer Gesamtlänge von 4.921 mm gibt es auch hinten reichlich Beinfreiheit. Ich mit einer Größe von 1,80 m habe auch genügend Platz für den Kopf – bei größeren Passagieren kann es dort aber bauartbedingt aufgrund der Coupé-Form zu Problemen kommen.

Die Rückbank ist ebenso komfortabel und gut verarbeitet wie die Frontsitze: Hier findet sich die gleiche Mischung aus Glatt- und Velourslederimitat. Auch in den hinteren Türen hat Mazda nicht mit den schönen Lederverzierungen gespart – zusammen mit einem bequemen Polster fühlt man sich im Fond gut aufgehoben. Dazu trägt auch die separate Klimasteuerung auf der Rückseite der Mittelkonsole bei, die der zweiten Klimazone der Klimaautomatik folgt.

Wer sich chauffieren lässt und hinten auf der Beifahrerseite sitzt, kann den Beifahrersitz über das kleine Display am Ende der Mittelkonsole elektronisch nach vorne bewegen. Ein solches Detail ist außergewöhnlich bei einem Auto ab unter 45.000 Euro – auch diese Funktion gibt es bereits in der günstigsten Version. Am Mittelplatz der Rückbank lässt sich eine Armlehne mit Becherhaltern herunterklappen – eine Durchreiche zum Kofferraum gibt es nicht.


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