Maximal möglicher Schweregrad: Microsoft-Umgebungen durch Entra-ID-Lücke gefährdet
Microsoft hat eine kritische Sicherheitslücke in seiner cloudbasierten Identitäts- und Zugriffsmanagement-Software Entra ID geschlossen. Angreifer hätten diese nach Angaben des Konzerns(öffnet im neuen Fenster) für nicht näher spezifizierte Spoofing-Angriffe missbrauchen können. Microsoft hat bereits einen Patch implementiert. Für Admins besteht kein weiterer Handlungsbedarf.
Die besagte Sicherheitslücke ist als CVE-2026-35431(öffnet im neuen Fenster) registriert und erreicht den maximal möglichen CVSS-Wert von 10 und damit einen kritischen Schweregrad. Es handelt sich laut Microsoft um eine SSRF-Lücke(öffnet im neuen Fenster) (Server-Side Request Forgery) im "Entitlement Management".
Angreifer hätten diese für gezielte Spoofing-Angriffe nutzen können. Wie die im Detail ablaufen, erläutert Microsoft nicht. Gemäß CVSS-Einstufung brauchte ein Angreifer dafür aber vorab keinerlei Zugriffsrechte auf dem Zielsystem und konnte ohne jegliche Nutzerinteraktion aus der Ferne agieren. Die Angriffskomplexität ist zudem als gering eingestuft.
Fix bereits aktiv
Hinweise auf eine aktive Ausnutzung der Lücke gibt es laut Microsoft nicht. Mittlerweile dürfte die auch kein Thema mehr sein, da der Konzern CVE-2026-35431 nach eigenen Angaben am 23. April zentral gepatcht hat. "Diese Sicherheitslücke wurde von Microsoft bereits vollständig behoben. Für die Nutzer dieses Dienstes sind keine Maßnahmen erforderlich", schreibt Microsoft diesbezüglich.
Entra ID ist für Angreifer ein sehr attraktives Angriffsziel, da die Software den Zugang zu zahlreichen Microsoft-Diensten regelt. Erst im September 2025 hatte ein Sicherheitsforscher eine gefährliche Sicherheitslücke aufgedeckt, über die Angreifer unbemerkt nahezu jeden beliebigen Entra-ID-Tenant auf der ganzen Welt hätten kapern können. Aufgrund des hohen Gefahrenpotenzials reagierte Microsoft damals zügig und patchte die Lücke innerhalb weniger Tage.
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