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Maximal 50 neue Notizen: Weniger Funktionen für Gratisnutzer von Evernote

Auch wenn bestehende Kunden alle bisherigen Notizen behalten dürfen, schränkt das 50-Notizen-Limit die Nutzung von Evernote deutlich ein.
/ Ingo Pakalski
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Gratisnutzung von Evernote wird stärker als bisher beschränkt. (Bild: Eric Piermont/AFP via Getty Images)
Gratisnutzung von Evernote wird stärker als bisher beschränkt. Bild: Eric Piermont/AFP via Getty Images

Nachdem bei ersten Gratisnutzern von Evernote getestet wurde, wie neue Beschränkungen aufgenommen werden, wird der Funktionsumfang der Gratisversion von Evernote in Kürze für alle Betroffenen eingeschränkt. Ab dem 4. Dezember 2023 lassen sich bei Evernote Free maximal 50 Notizen und lediglich ein Notizbuch anlegen. Das gilt für Neukunden sowie bestehende Kunden.

Das gab das Unternehmen in einem Blog-Posting(öffnet im neuen Fenster) bekannt. Auf der Übersicht der Evernote-Tarife(öffnet im neuen Fenster) wird die geplante Änderung noch nicht genannt.

Wer Evernote Free nutzt und bereits mehr als 50 Notizen oder mehr als ein Notizbuch hat, soll "bestehende Notizen und Notizbücher" weiterhin verwenden können. Ältere Notizen sollen sich weiterhin "anzeigen, bearbeiten, exportieren, freigeben und löschen" lassen. In dem Blogbeitrag heißt es, dass Kunden "jederzeit unerwünschte Inhalte löschen" können, "um unter der Grenze zu bleiben" .

Es gab Entlassungen bei Evernote

Demnach könnten Free-Nutzer in Evernote keine neuen Notizen mehr anlegen, wenn sie bereits mehr als 50 Notizen im Konto gespeichert haben. "Wir sind der Ansicht, dass die Mehrheit unserer Free-Nutzer unter der Schwelle von fünfzig Notizen und einem Notizbuch liegt" , erklärte das Unternehmen. Genaue Zahlen nannte Evernote allerdings nicht.

Vor fast genau einem Jahr wurde Evernote von dem italienischen Unternehmen Bending Spoons aufgekauft . Im Sommer 2023 wurde der Großteil des Evernote-Geschäfts nach Europa verlagert, die meisten Evernote-Angestellten in den USA und Chile verloren ihren Arbeitsplatz und wurden gekündigt.

Anfang 2023 wurden bereits 129 Mitarbeiter bei Evernote entlassen. Dieser Schritt wurde seinerzeit mit mangelnder Rentabilität von Evernote begründet.

Free-Nutzer sollen zu Evernote-Abonnenten werden

Mit den Einschränkungen bei der Gratisversion von Evernote will Bending Spoons erreichen, dass mehr Kunden ein kostenpflichtiges Abo buchen. In sozialen Netzwerken sieht es eher so aus, dass sich Evernote-Kunden vom Dienst abwenden und nach Alternativen suchen werden.

Evernote Personal(öffnet im neuen Fenster) kostet 12,99 Euro pro Monat und der Preis für ein Jahresabo liegt bei 99,99 Euro. Damit kostet Evernote rechnerisch pro Monat 8,33 Euro. Das kostenpflichtige Abo bietet etliche Verbesserungen im Vergleich zur Gratisversion. Noch mehr Funktionen gibt es im Professional-Tarif(öffnet im neuen Fenster) , der monatlich 14,99 Euro kostet. Bei Abschluss eines Jahresabos zum Preis von 129,99 Euro liegen die monatlichen Kosten rechnerisch bei 10,83 Euro.


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