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Maximal 40 Prozent: Griechische Fähren befördern keine vollen E-Autos mehr

Griechenland führt neue Transportvorschriften für Elektroautos auf Fähren ein. Die Akkus dürfen nicht mehr voll sein.
/ Andreas Donath
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Fährschiff der Minoan Lines (Bild: Minoan Lines)
Fährschiff der Minoan Lines Bild: Minoan Lines

Das griechische Ministerium für Schifffahrt und Inselpolitik hat eine neue Regelung für die Beförderung von Elektroautos auf Fähren eingeführt. Diese sei bei Reisenden, die Griechenland per Elektrofahrzeug besuchen wollten, vermutlich noch unbekannt, teilte der ADAC mit(öffnet im neuen Fenster) . Seit dem 16. April 2024 dürfen die Akkus von Elektroautos und Plug-in-Hybriden an Bord griechischer Fähren demnach nur noch zu maximal 40 Prozent aufgeladen sein. Wer ein Auto mit Flüssiggas (LPG) oder Erdgas (CNG) hat, darf dessen Gastank nur zur Hälfte füllen.

Die Verordnung, mit der Sicherheitsbedenken ausgeräumt werden sollen, wurde von großen griechischen Reedereien wie Anek Lines, Minoan Lines und Superfast Ferries umgesetzt. Diese Unternehmen aktualisierten ihre Websites bereits, um Passagiere über die neuen Anforderungen zu informieren. Anek Lines zum Beispiel betreibt Routen zwischen Piräus und Kreta sowie zwischen Italien und Griechenland.

Reisende, die mit ihren E-Autos auf eine Fähre wollen, müssen ihre Ladestopps sorgfältig planen, damit der Ladezustand der Batterie bei Ankunft am Fährterminal zwischen 30 und 40 Prozent liegt. Die neue Regelung kann eine Herausforderung darstellen, da das griechische Ladenetz mit derzeit etwa 2.000 öffentlichen Ladestationen noch relativ dünn ist, wie der ADAC erklärt(öffnet im neuen Fenster) .

Auswirkungen auf E-Auto-Besitzer

Die Ladestationen in Griechenland befinden sich vor allem im südlichen Teil des Landes, entlang der Hauptverkehrsachsen und in größeren Städten, wobei Athen die meisten Lademöglichkeiten bietet. Auf den griechischen Inseln ist das Netz deutlich weniger gut ausgebaut.

Experten des ADAC fanden zwar keine Hinweise darauf, dass Elektroautos im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren ein höheres Brandrisiko darstellten, räumten aber ein, dass es Schiffsbesatzungen möglicherweise an Erfahrung im Umgang mit den besonderen Brandszenarien bei E-Autos mangele.

Auch in anderen Ländern gibt es teilweise Einschränkungen für den Fährverkehr mit Elektroautos.


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