Maximal 300 MBit/s: United Internet kritisiert Beschränkung bei Kabelnetzöffnung

United Internet will eine weitere Öffnung des Kabelnetzes, auch für 1-GBit/s-Zugänge, nicht nur maximal 300 MBit/s. Doch die Telefónica scheint hier noch weitere Optionen vereinbart zu haben.

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Montage eines Kabelanschlusses
Montage eines Kabelanschlusses (Bild: Unitymedia)

Vodafone wird sein Kabelnetz innerhalb von drei Jahren auf Gigabit-Datenübertragungsraten ausbauen, vermietet an Telefónica aber ausschließlich Kabelanschlüsse mit Geschwindigkeiten von maximal 300 MBit/s. Das sagte der Vorstandsvorsitzende von United Internet, Ralph Dommermuth, am 7. Mai 2019 zu der am Dienstag veröffentlichten Vereinbarung zwischen Vodafone und Telefónica. Im Rahmen des EU-Verfahrens zur Übernahme von Unitymedia hat Vodafone eine Vereinbarung über die Öffnung des fusionierten Kabelnetzes vorgestellt.

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Die Vereinbarung ist laut Dommermuth aber "ein erster Schritt in die richtige Richtung". Die Öffnung des Kabelnetzes ist Voraussetzung für den zukünftigen Wettbewerb im Festnetz. Die nun getroffene Vereinbarung wird den Wettbewerb jedoch wegen der Beschränkung bei der Datenrate nicht wirklich beleben.

United Internet fordert eine diskriminierungsfreie Bereitstellung aller Geschwindigkeitsklassen, insbesondere von Gigabit-Anschlüssen. Dafür sind laut Dommermuth langfristige Vertragslaufzeiten nötig, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem es durch Glasfaser-Hausanschlüsse überall echte Alternativen zu Kabelanschlüssen gibt. Wettbewerbsfähige Preise müssen demnach regelmäßig überprüft und an veränderte Marktbedingungen angepasst werden.

Vertrag hat wohl weitere Klauseln

Offensichtlich hat die Telefónica aber Möglichkeiten, künftig auch höhere Datenraten weiterzuverkaufen. Telefónica-Deutschland-Pressesprecher Florian Streicher sagte Golem.de auf Anfrage: "So ist der aktuelle Stand. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Details der Vereinbarung nennen."

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Die Vereinbarung gilt für Vodafone und Unitymedia. Der Mutterkonzern Unitymedias, Liberty Global, hatte in der vergangenen Nacht die Ergebnisse des ersten Quartals gemeldet. Der Umsatz im deutschen Kabelgeschäft sank um 11 Prozent auf 699 Millionen US-Dollar (ohne Währungsschwankungen um 3,3 Prozent). Der operative Cashflow sank um 11 Prozent auf 438,5 Millionen US-Dollar.

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