Maxar: Light Bender soll mit Sonnenspiegeln den Mond erhellen
Das private Raumfahrtunternehmen Maxar will das Sonnenlicht umleiten, damit Solarpanels auch in den dunklen Regionen des Mondes funktionieren können.
Ein Tag auf dem Mond dauert 14 Erdentage, entsprechend lang sind dort auch die Nächte. Für zukünftige Raumfahrtmissionen ist das ein Problem, da Solarpanels im Mondschatten nicht arbeiten können. Zudem gibt es Regionen auf dem Mond, die dauerhaft im Schatten liegen. Das private Raumfahrtunternehmen Maxar will das Problem mit Spiegeln lösen.
Diese sollen das Sonnenlicht autonom aufspüren und reflektieren, damit solarbetriebene Geräte weiterhin mit Energie beliefert werden. Die Spiegel des Light Bender genannten Systems sollen das Licht automatisch auf wichtige Ausrüstungsgegenstände reflektieren.
"Der Punkt, an dem es komplex wird, ist, das ohne menschliche Beteiligung zu tun", sagte Sean Dougherty laut einer Pressemitteilung des Unternehmens. Er ist der führende Roboterarchitekt (Chief Robotics Architect) bei Maxar und verantwortlich für Light Bender.
Man wolle untersuchen, wie die Nasa Roboter einsetzen könne, um Reflektoren zu montieren und einzusetzen, die das Sonnenlicht auf ein im Schatten arbeitendes Solarpanel fokussieren. "Das hat es noch nie gegeben", sagte Dougherty.
Erster Testlauf im Jahr 2025 auf der Erde
Maxar erhielt den Auftrag im Mai 2023 im Rahmen des Kooperationsprogramms (Announcement of Collaboration Opportunity Program) der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Beim Light Bender sollen Reflektoren mit einem Durchmesser von jeweils zehn Metern an einem 20 Meter hohen Teleskopmast hochgezogen werden.
Ein Spiegel verfolgt autonom die Sonne und reflektiert das Licht auf den zweiten Spiegel, der diese Strahlen dann auf die vorgesehenen Solarzellen reflektiert. Im Jahr 2025 soll die Technik zum ersten Mal auf der Erde getestet werden.
Die Montage des Light Benders soll aufgrund seiner Größe im Weltraum erfolgen. Der Einsatz von Robotik soll laut Dougherty die Sicherheit der Menschen erhöhen und die Anzahl der für die Durchführung von Missionen erforderlichen Personen reduzieren.
Mit der Mondmission Artemis III sollen wieder Menschen zum Mond fliegen. Zwei von ihnen sollen in der Nähe des Südpols des Mondes landen. Die Region ist für die Raumfahrt besonders attraktiv, weil sie reich an Wassereis-Ressourcen sein soll.
Jedoch gibt es am Mondsüdpol lange sonnenlose Phasen, manche Regionen dort wurden wohl noch nie von der Sonne beschienen. Der Light Bender könnte die Erforschung dieser Regionen zumindest vereinfachen.
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Nicht wirklich. Mit der Messung der Reflexionen im Kabel kann man die Länge des Kabels...
Das ist auch in der deutschen Funktechnik ein Relais. Und was die Kleinere Fläche an...