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Max-Planck-Institut: Super Mario lässt Hirnregionen wachsen

Regelmäßiges Videospielen kann das Wachstum einiger Hirnregionen fördern, wie Forscher des Max-Planck-Instituts bewiesen haben. Wer häufig Spiele wie Super Mario 64 spielt, kann besser navigieren und sich in 3D-Welten zurechtfinden.

Artikel veröffentlicht am , Fabian Hamacher/Golem.de
Super Mario 64 wurde in der Studie vom Max-Planck-Institut verwendet.
Super Mario 64 wurde in der Studie vom Max-Planck-Institut verwendet. (Bild: Max-Planck-Institut)

In einer zweimonatigen Studie haben Simone Kühn, Gruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, und ihre Kollegen etwa 50 erwachsene Probanden untersucht, die täglich 30 Minuten mit dem Videospiel Super Mario 64 verbrachten. Zum Vergleich wurde eine Kontrollgruppe organisiert, deren Mitglieder über denselben Zeitraum hinweg beobachtet wurden, jedoch keine Videospiele spielen durften. "Wir haben herausgefunden, dass bestimmte Hirnregionen über diese Zeit hinweg wachsen. Das heißt, dieses Videospiel scheint bestimmte Hirnregionen zu trainieren", sagte Simone Kühn im Interview mit Golem.de.

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Die Gehirne der Probanden wurden mit Hilfe von Magnetresonanztomographie (MRT) abgebildet. Die Forscher entdeckten dabei deutliche Strukturveränderungen und Wachstum in Hirnregionen, die mit Navigation im dreidimensionalen Raum, Erinnerungsbildung, strategischem Planen sowie feinmotorischen Fähigkeiten in Verbindung gebracht werden: dem Hippocampus, dem Kleinhirn und dem präfrontalen Cortex.

"Das heißt jetzt noch nicht, dass diese Leute dann intelligenter sind, oder bestimmte Dinge besser können", sagte Kühn. Allerdings konnten die Forscher beobachten, dass die Probanden nach dem Training besser navigieren und sich in 3D-Welten zurechtfinden können.

Um einen möglichst großen Effekt zu sehen, entschied sich die Forschungsgruppe dafür, Probanden zu beobachten, die nach eigenen Angaben Videospiele nicht zu ihren Hobbys zählen. Daher rührte auch die Entscheidung für Super Mario 64. Denn dieses Spiel spricht nach Angaben von Simone Kühn gleichermaßen Frauen und Männer an und bietet einen einfachen Einstieg in die Welt der Videospiele.

Hätte man den Probanden ein Spiel wie zum Beispiel Counter-Strike vorgesetzt, wäre die Bereitschaft zum Spielen vielleicht weniger ausgeprägt gewesen. Das hat sich im Nachhinein als wichtig herausgestellt, da nach Erkenntnissen der Studie die Strukturveränderungen in den einzelnen Hirnregionen besonders bei denjenigen Probanden signifikant waren, die Freude am Spielen hatten.

Die neu gewonnenen Erkenntnisse wollen die Forscher in Folgestudien vertiefen und vor allem die Anwendbarkeit auf real existente Probleme testen. Zum Beispiel könnten ältere Menschen mit Gedächtnis- und Orientierungsproblemen unter Umständen diese Fähigkeiten durch das Training mit geeigneten Videospielen verbessern oder ihren Verlust verzögern.



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Garius 02. Dez 2013

Wenn ich an Mario Kart denke, kann ich bestätigen das Videospielen aggressiv macht...

trust 02. Dez 2013

So drücken sich Wissenschaftler aus wenn das erforschte noch nicht in Stein gemeißelt ist...

Endwickler 02. Dez 2013

Danke für den Nachtrag. Ich hatte auch in der verlinkten Meldung so etwas zu erkennen...

Slark 02. Dez 2013

Schau bitte das Interview. Nur weil du glaubst etwas zu wissen, heisst es nicht das du es...

Bonsaibäumchen 02. Dez 2013

Und ich halte deine Argumentation für ein Grücht. Ich bin der eher unsportliche Typ habe...


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