Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Max Payne 3 angespielt: Feuergefecht im Fußballstadion

Schießereien in der VIP-Lounge, Scharfschützen in den Kommentatorkabinen und Feuergefechte auf den Flutlichtanlagen: In Max Payne 3 ficht der Held in einer Mission heftige Kämpfe in einem – zum Glück leeren – Fußballstadion. Golem.de hat sich in Echtzeit und Zeitlupe durch den Einsatz geballert.
/ Peter Steinlechner
36 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Max Payne 3 (Bild: Rockstar Games)
Max Payne 3 Bild: Rockstar Games

Rodrigo Branco ist nicht gut drauf. Irgendjemand hat seine wunderhübsche Vorzeigefrau entführt, jetzt muss der schwerreiche Immobilienmogul aus São Paulo viel Geld bezahlen, um seine Fabiana wiederzubekommen. Für die Übergabe der brasilianischen Real in einem Fußballstadion kommt nur ein Mann infrage: der Spieler. Genau genommen ist es natürlich sein Alter Ego Max Payne, den er in zwei Einsätzen einer frühen Version vom dritten Teil des Actionspiels steuert, das derzeit in mehreren Studios von Rockstar Games(öffnet im neuen Fenster) entsteht.

Max Payne 3 – Trailer 2
Max Payne 3 – Trailer 2 (01:42)

Der spielbare Einsatz beginnt mitten auf dem Fußballfeld, auf dem ein Helikopter sowohl Max Payne als auch seinen computergesteuerten Kumpel Raul Passos absetzt. Erst ist alles ruhig – nach ein paar Metern blicken Max und Partner in die Mündungen von mehreren Schusswaffen, die Mitglieder einer Gang namens Comando Sombra auf uns richten. Dann geraten allerdings alle Beteiligten auf dem Rasen ins Feuer von mysteriösen Angreifern – und wir fangen, noch ohne etwas dagegen tun zu können, einen Treffer in den Arm durch einen Scharfschützen.

Ab dem Moment, in dem Max sich halbwegs in Deckung befindet, steuern wir ihn in der Third-Person-Ansicht. Erst können wir nur Raul Passos hinterherhumpeln, dann sorgen Schmerzmittel für eine rasche Genesung und wir können ohne Handicap kämpfen. Die gut einstündige Mission führt uns auf weitgehend vorgegebenen Wegen durch mehrere Bereiche des riesigen Stadions: Wir sind in den Umkleideräumen der Fußballmannschaften unterwegs, kämpfen in Fitnessräumen und auf den Fanrängen mit südamerikanischen Bandenmitgliedern.

Max Payne 3 – Design und Technologie
Max Payne 3 – Design und Technologie (03:56)

Eine Zeit lang müssen wir uns vor den roten Laserstrahlen der Zielvorrichtung eines feindlichen Scharfschützen in Acht nehmen, eine Zeit lang beschützt uns Raul aus der Distanz, dafür müssen wir ihm später selbst von einer Tribüne aus mit dem Snipergewehr das Leben retten – quer durch das Stadion, was besonders eindrucksvoll ein Gefühl für die riesigen Dimensionen des Gebäudes vermittelt. Ganz zum Schluss geht es dann in schwindelerregender Höhe auf der Flutlichtanlage zur Sache.

Dezente Änderungen am Zeitlupenkampfsystem

Eines wird ziemlich schnell klar: Ohne Einsatz der Bullet Time haben wir kaum eine Chance, den Kampf mit den hochgerüsteten Banditen zu überleben. Wahlweise kann Max nach vorne, hinten oder zur Seite in den Zeitlupenmodus springen, der dann jederzeit unbeschränkt zur Verfügung steht. Nach den schick animierten Hechtsprüngen bleibt Max auf dem Boden liegen, von wo aus er seine Gegner in alle Richtungen weiter unter Beschuss nehmen kann. Oder er aktiviert die Bullet Time aus dem Stand heraus – etwa beim Rennen. Dann muss aber genug Reserve in einer Anzeige am Bildschirmrand sein.

Max Payne 3 – Trailer (Debut)
Max Payne 3 – Trailer (Debut) (01:30)

Zusätzlich kann Max per Tastendruck in Deckung gehen – was sich als Möglichkeit entpuppt, eine Pause einzulegen und sich eine Strategie zurechtzulegen. Allerdings ist auch Max Payne 3 kein Gears of War 3, sondern ein "Run and gun"-Shooter – insbesondere der Einsatz der Bullet Time hat uns viele Vorteile in den Feuergefechten gebracht.

Gegenüber den Vorgängern haben die Entwickler einige Details verändert. So haut Max automatisch auf Gegner in unmittelbarer Nähe ein und verpasst ihnen erst dann eine Kugel. Auch die Bullet Cam wurde dezent umfunktioniert. Wenn diese besonders animierten Schnitte zu sehen sind, bedeutet das, dass wir den letzten Gegner aus einem bestimmen Bereich oder einer Angriffswelle erledigt haben. Und wenn wir einen tödlichen Treffer einstecken, während wir noch Schmerztabletten bei uns tragen, wechseln wir automatisch in die Bullet Time. Das Fadenkreuz schwingt dann automatisch zurück zum Gegner, der uns getroffen hat – und Max bekommt die Gelegenheit, das Feuer zu erwidern. Wenn er dabei Erfolg hat, erhält er einen kleinen Gesundheitsschub zum Preis von einer Packung Schmerztabletten und hat eine höhere Chance, den Kampf zu überleben.

Nach den Abenteuern im Fußballstadion können wir noch eine weitere Mission anspielen, bei der es ebenfalls darum geht, Fabiana Branco zu retten. Max ist diesmal in den Docks eines heruntergekommenen Hafens unterwegs. Der Einsatz ist zumindest anfangs nicht ganz so brachial, stattdessen können wir durch Schleichen einigen Kämpfen ausweichen. Nett: Die ersten beiden Gegner lassen sich mit etwas Glück ausschalten, indem wir per schallgeschützter Pistole die Befestigung eines schräg am Wasser abgestellten Autos wegschießen.

Die Grafik – sie basiert wie GTA auf der Rage-Engine – macht in der frühen Version eine sehr gute Figur. Insbesondere das Stadion hat uns beeindruckt, aber auch das Geballer in den schmutzigen, eher engen Docks ist gut in Szene gesetzt. Es gibt keine spürbaren Ladezeiten zwischen Missionen und den immer wieder eingestreuten, hervorragend direkt in der Engine in Szene gesetzten, sehr durchgestylten Zwischensequenzen. Wer das selbst erleben möchte: Max Payne 3 erscheint nach aktuellem Stand am 18. Mai 2012 für Playstation 3 und Xbox 360 und am 1. Juni für Windows-PC.


Relevante Themen