Matthew Garrett: Linux Foundation verhindert Vorstand aus der Community

Einzelpersonen dürfen nicht mehr in der Vorstandswahl der Linux Foundation abstimmen, berichtet Matthew Garrett. Damit könnten unliebsame Community-Mitglieder vom Vorstand ausgeschlossen werden, wie etwa GPL-Verfechterin Karen Sandler.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Linux Foundation hat eine eher ambivalente Position zur GPL.
Die Linux Foundation hat eine eher ambivalente Position zur GPL. (Bild: Flickr.com, othree/CC-BY 2.0)

Bisher konnten Einzelpersonen, die Mitglieder der Linux Foundation (LF) sind, zwei Vorstandsmitglieder des nicht gewinnorientierten Industriekonsortiums wählen und so auch Perspektiven der Community im Vorstand vertreten. Künftig dürfen allerdings nur noch Unternehmensvertreter den Vorstand der LF wählen, schreibt Matthew Garrett in seinem Blog.

Stellenmarkt
  1. Referentin / Referent Projektmanagement und agile Produktentwicklung (m/w/d) Direktion Bonn ... (m/w/d)
    Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik, Bonn
  2. SAP SD/MM Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Bremen
Detailsuche

Der Linux-Entwickler beruft sich auf Änderungen der Satzung der LF, wonach die entsprechenden Regeln für Einzelpersonen entfernt wurden. Darüber hinaus werde das Programm, mit dem Einzelpersonen an der LF teilhaben können, nicht mehr als "Mitgliedschaft" bezeichnet wird, sondern nur noch als "Unterstützung".

Werden unliebsame Vorstandsmitglieder verdrängt?

Garrett merkt an, dass der Namenswechsel des Programms sowie die Veränderung der Satzung kurz nach einem Vortrag durchgeführt wurden, auf dem Karen Sandler angekündigt hatte, für den Vorstand der LF kandidieren zu wollen. Die Anwältin Sandler ist Geschäftsführerin der Software Freedom Conservancy (SFConservancy).

Dieser gemeinnützige Verein ist zurzeit wohl die erfolgreichste Organisation, die sich aktiv um die Einhaltung der Regeln der GPL bemüht und dabei auch nicht vor Klagen zurückschreckt. Bekannt geworden sind etwa die Auseinandersetzungen um Busybox oder zuletzt der Streit mit VMWare. Die SFConservancy vertritt die Ansprüche der Urheber des GPL-Codes und verhandelt in deren Namen mit Unternehmen.

Golem Akademie
  1. Linux-Shellprogrammierung
    2.-5. November 2021, online
  2. Linux-Systemadministration Grundlagen
    25.-29 Oktober 2021, online
  3. Linux-Systeme absichern und härten
    8.-10. November 2021, online
Weitere IT-Trainings

Die LF verfolgt eine wesentlich weniger strikte Strategie im Zusammenhang mit der GPL und nimmt sogar Unternehmen als Mitglieder auf, welche die GPL nachweislich bereits mehrfach verletzt haben, wie etwa Allwinner. Auch VMWare ist seit langem Mitglied der LF.

Zwar räumt Garrett ein, dass die von der LF vorgenommenen Änderungen rein zufällig zeitnah zu der Ankündigung von Sandler durchgeführt worden sein könnten. Für ihn sieht es aber sehr danach aus, dass "die LF gewillt war, jeden Anschein von Community-Vertretung auszuschalten, nur um das Risiko zu vermeiden, dass ein GPL-Verfechter im Vorstand landet".

Wir haben die Linux Foundation gebeten, zu diesem Vorwurf Stellung zu beziehen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


spiderbit 22. Jan 2016

lol wieso sollte ich als free software verfechter "sowieso nichts zu verbergen haben"? Du...

spiderbit 22. Jan 2016

da die versionen philosophisch gesehen keine andere lizens ist sondern nur eine...

elf 22. Jan 2016

Der ist ja noch besser! Ich wollte schreiben: "Alternative für Desktopcomputer"

Thaodan 22. Jan 2016

Ich glaube du verwechselst Freiheit mit Anarchie. Die GPL ist wie der Satz die Freiheit...

Moe479 22. Jan 2016

sobald man konkuriert, was in der natur von unternehmen liegt, und nicht _mit jedem_...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Datenleck
Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt

In einer ungeschützten Datenbank fanden sich die Daten der Thailand-Reisenden aus den letzten zehn Jahren - inklusive Reisepassnummern.

Datenleck: Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt
Artikel
  1. Unter 100 MBit/s: Bundesland fürchtet Graue-Flecken-Förderung zu verpassen
    Unter 100 MBit/s
    Bundesland fürchtet Graue-Flecken-Förderung zu verpassen

    Sachsen will mehr FTTH, gerade für ländliche Regionen. Doch der Wirtschaftsminister befürchtet, dass andere Bundesländer schneller sind.

  2. Betriebssystem: Einige Windows-11-Apps funktionieren nicht ohne Internet
    Betriebssystem
    Einige Windows-11-Apps funktionieren nicht ohne Internet

    Um Platz zu sparen, müssen sich einige vorinstallierte Windows-11-Apps mit dem Internet verbinden. Auch ein Microsoft-Konto ist dafür nötig.

  3. Laserbeamer: Xiaomis Kurzdistanzprojektor kostet unter 1.500 Euro
    Laserbeamer
    Xiaomis Kurzdistanzprojektor kostet unter 1.500 Euro

    Der Fengmi R1 kann aus der Nähe Bilder von 50 bis 200 Zoll aufspannen und kostet relativ wenig. Dafür macht er bei der Auflösung Abstriche.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 23,8" FHD 144Hz 166,90€ • PS5 bei Amazon zu gewinnen • Gaming-PC mit Ryzen 5 & RTX 3060 999€ • Corsair MP600 Pro 1TB mit Heatspreader PS5-kompatibel 162,90€ • Alternate (u. a. Asus WLAN-Adapter PCIe 24,90€) • MM-Prospekt (u. a. Asus TUF 17" i5 RTX 3050 1.099€) [Werbung]
    •  /