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Matthew Garrett: Linux-Desktops brauchen andere Anreize

Ein nur vergleichbares Nutzer-Erlebnis wie in Mac OS X reiche für Linux-Desktops nicht aus. Es brauche Alleinstellungsmerkmale, damit mehr Nutzer und Entwickler auf Linux wechseln, schreibt Kernel-Hacker Matthew Garrett.

Artikel veröffentlicht am ,
Matthew Garrett fordert, Entwicklungstools besser in Linux-Desktops zu integrieren.
Matthew Garrett fordert, Entwicklungstools besser in Linux-Desktops zu integrieren. (Bild: Daniel Pook/Golem.de)

Linux-Desktops sind trotz Jahrzehnten kontinuierlicher Entwicklung nach wie vor nur sehr wenig verbreitet. Das gilt auch unter Programmierern, wie Kernel-Hacker Matthew Garrett auf dem Openstack-Summit feststellen musste. Obwohl die Cloud-Plattform fast ausschließlich unter Linux eingesetzt werde, entwickelten die meisten Beteiligten mit Apple-Rechnern und Mac OS X. Garrett glaubt, das liege an fehlenden Anreizen der Linux-Desktops.

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Die meisten der Entwickler benutzten lediglich Terminals und einen Browser für ihre Arbeit. Macs würden also nicht benutzt, weil das die Entwicklung vereinfache, sondern wegen allem anderen. Dazu gehörten etwa Programme wie iTunes, aber auch das eingebaute Touchpad. "Sie verwenden Apple, weil sie nicht verschiedene Hardware für Arbeit und Freizeit benutzen wollen."

Das liege offenbar daran, dass sich die Entwickler in den vergangen Jahren an die Nutzer-zentrierten Desktops gewöhnt hätten. Ein Wechsel zu Linux bedeute derzeit wohl, Kompromisse eingehen und eventuell sogar auf Dinge verzichten zu müssen. Doch selbst wenn die Linux-Desktops eine ähnliche User-Experience bieten sollten, würden die Entwickler wohl dennoch nicht wechseln. Denn auch die Veränderbarkeit des Systems sei kein großer Anreiz mehr, schreibt Garrett.

Eingebaute Werkzeuge im Desktop

Die Linux-Desktop-Entwickler müssten vielmehr umdenken und nicht etwa dafür sorgen, das Externe den Code besser verändern könnten. Vielmehr sollte die Nutzung selbst auf die Bedürfnisse der Entwickler angepasst werden, meint Garrett. So könnten etwa die Funktionen eines Isssue-Trackers besser in den Desktop selbst integriert werden, um den Umgang mit dem Werkzeug zu vereinfachen.

Dann benötigten die Entwickler nicht mehr mehrere Anwendungen wie Browser und E-Mail-Client, um ein Werkzeug zu bedienen. Ebenso wäre es wesentlicher einfacher Code-Beiträge wiederzufinden, falls die Git-Commits lokal indiziert würden. Das seien aber nur einfache Beispiele. Mit größer werdender Verwendung von Webdiensten, die untereinander kaum Informationen teilten, würden Entwickler gezwungen, unnötigerweise zwischen Webseiten zu wechseln. "Das ist verlorene Zeit." Und "es macht Entwickler unglücklich", so Garrett.

Mit aufpolierten Desktops und den beschriebenen Verbesserungen, die explizit auf Entwickler zugeschnitten seien, sollte es möglich sein, mehr Nutzer von Mac OS X weg zu locken. Er habe bereits mit verschiedenen Personen darüber gesprochen, die das Problem ebenfalls so sehen und eventuell beheben wollen, schreibt Garrett.

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teleborian 12. Jun 2014

Ich würde sogar sagen, dass ich mich dann nicht mehr so ärgern würde, wenn ein Fehler...

throgh 22. Mai 2014

Vollkommener Unsinn! Die Begründung an sich mag noch treffend sein, aber schön wie du...

throgh 22. Mai 2014

Das dann bitte mit Beleg und Begründung: Inwiefern kontrolliert die NSA ein quelloffenes...

megaseppl 21. Mai 2014

Der Fred ist von gestern! Heute is' Surface Pro angesagt! ;-)


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