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Matternet: Schweizer Post pausiert Drohnenlieferungen nach Absturz

Blutkonserven oder Gewebeproben müssen unter Umständen schnell zu ihrem Bestimmungsort gebracht werden. Die Schweizer Post setzt für solche Transporte Drohnen ein. Doch nach vielen problemlosen Flüge ist ein Copter abgestürzt. Das Drohnenprogramm wurde daraufhin vorerst gestoppt.

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Lieferdrohne von Matternet über Zürich: Absturz in der Nähe spielender Kinder
Lieferdrohne von Matternet über Zürich: Absturz in der Nähe spielender Kinder (Bild: Matternet)

Zunächst keine Drohnenlieferungen mehr: Nach dem Absturz einer Lieferdrohne in Zürich lässt die Schweizer Post die unbemannten Fluggeräte am Boden - trotz vieler erfolgreicher Flüge. Laut einem Zwischenbericht der Untersuchung hätte es bei dem Unfall leicht zu Verletzten kommen können.

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Drohnenlieferungen werden in der Schweiz seit 2017 getestet, die entsprechenden Genehmigungen hatte das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt erteilt. Im Kanton Tessin flogen die Quadrocopter Blutproben zwischen Krankenhäusern hin und her. Nachdem sich das Prinzip bewährt hatte, kündigte das US-Unternehmen Matternet einen regulären Lieferdienst mit den unbemannten Fluggeräten (Unmanned Aerial Vehicles, UAV) ab April 2018 an.

Die rund zehn Kilogramm schwere Drohne vom Typ Matternet M2 V9 war Anfang Mai in der Nähe der Universität in einem Waldstück abgestürzt. Sie wurde von der Schweizer Post betrieben und transportierte Proben von einem Labor zu einer sechs Kilometer entfernten Klinik. Vorteil war die Geschwindigkeit: Der Transport durch die Luft war laut Post fünfmal schneller als der über die Straße. Das war ein großer Vorteil, wenn während einer Operation eine Gewebeprobe untersucht werden sollte.

Matternet stattet seine UAVs mit Sicherheitsmechanismen aus: Wenn ein Copter wegen eines Systemausfalls nicht mehr fliegen kann, schaltet er die Rotoren ab und ein Fallschirm öffnet sich, an dem er zu Boden sinkt. Gleichzeitig ertönt ein akustisches Warnsignal. Anfang des Jahres war während einer Matternet-Präsentation über dem Zürichsee das GPS bei einem UAV ausgefallen. Das war daraufhin vorschriftsmäßig laut warnend an seinem Fallschirm in Richtung See geschwebt und schließlich darin versunken.

Bei dem Absturz in Zürich funktionierten die Sicherheitsmechanismen jedoch nicht ordnungsgemäß. Das geht aus dem Zwischenbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hervor; die Sust ermittelt bei Unfällen und gefährlichen Ereignissen von Bahnen, Luftfahrzeugen und Schiffen. Demnach öffnete sich der Fallschirm zwar. Doch das Seil, das ihn mit der Drohne verband, riss. Es sei an einer scharfkantigen Stelle befestigt gewesen. Der Warnton erklang nicht.

Laut dem Sust-Bericht war es Glück, dass es bei dem Absturz keine Verletzten gab: Die Drohne ist "ungebremst" auf dem Waldboden aufgeschlagen. Etwa 50 Meter entfernt spielte eine Gruppe Kindergartenkinder.

Matternet hat als Reaktion auf den Absturz die Copter mit einem zweiten Halteseil für den Fallschirm ausgestattet. Außerdem sind die Seile mit einem Metallgeflecht verstärkt worden. Der Ton soll lauter schallen, und die Fluggeschwindigkeit wurde reduziert.

Die Ursache für den Absturz ist noch nicht geklärt. Eine Möglichkeit könnte der Wind sein, der zwar schwach war. Aber es waren Böen aufgetreten. Bis der Unfall endgültig aufgeklärt ist, setzt die Schweizer Post die Flüge aus. Ganz aufgeben will sie das Programm jedoch nicht. Bis Ende vergangenen Jahres hatte es bei über 3.000 Flügen keine Probleme gegeben.

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berritorre 18. Jul 2019

War auch nicht alles ernst gemeint. Aber ähnlich wie bei Eheran: Bei einem normalen...

Eheran 18. Jul 2019

Es gab bisland wohl insgesammt 2 Fälle. Woher hast du die restlichen Zahlen bzw...

Kondom 18. Jul 2019

Das Seil reißt, weil's an einer scharfkantigen Stelle befestigt ist. Statt die Stelle...

nicoledos 18. Jul 2019

Das Ding weiss nicht mehr, wo es ist und könnte in einen Bereich mit Flugverbot kommen...

gentux 18. Jul 2019

Konnte man ja weniger gut voraus ahnen als das ein einzelner Fluglagesensor ausfallen...


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