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Matternet: Schweizer Post nimmt Drohnenlieferungen wieder auf

Nach zwei Zwischenfällen hatte die Schweizer Post die Lieferung per Drohne im vergangenen Jahr ausgesetzt und eine Sicherheitsüberprüfung der Fluggeräte veranlasst. Die Experten fanden nichts, was gegen eine Wiederaufnahme der Drohnenlieferungen spricht.

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Lieferdrohne von Matternet über Zürich: bis zu 45 Minuten schneller als der Autokurier
Lieferdrohne von Matternet über Zürich: bis zu 45 Minuten schneller als der Autokurier (Bild: Matternet)

Die Lieferdrohnen der Schweizer Post starten wieder. Seit dem Absturz einer Drohne im vergangenen Jahr waren die Drohnen am Boden geblieben. Ab dem 27. Januar sollen die Fluggeräte des US-Herstellers Matternet wieder Blutproben und andere medizinische Güter ausliefern. Eine Expertenkommission hatte die Drohnen überprüft und kam zu dem Ergebnis, dass sie sicher sind.

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Nach dem Absturz hatte die Schweizer Post, die die Drohnen betrieb, eine Kommission von Luftfahrtexperten einberufen, die die Sicherheitsprozesse überprüfte. Die Experten erhielten dafür laut der Post "umfassend Einblick in die Prozesse und Dokumente von Matternet".

Im Dezember 2019 schloss der Expertenrat seine Untersuchungen ab. "Wir attestieren der Post und Matternet einen hohen Sicherheitsstandard und ein starkes Sicherheitsbewusstsein", resümierte Michel Guillaume, Leiter des Zentrums für Aviatik der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und Mitglied des Expertenrats. "Die untersuchten Prozesse waren bereits vor den Zwischenfällen auf einem hohen Niveau. Es liegen keine Bedenken vor, die gegen die Wiederaufnahme des Flugbetriebs sprechen."

In der Schweiz werden Drohnenlieferungen seit 2017 getestet. 2018 startete ein regulärer Lieferdienst. Zunächst in Lugano im Kanton Tessin, dann auch in Zürich flogen die Quadrocopter Matternet M2 V9 Blutproben, Medikamente und medizinische Proben zwischen Krankenhäusern hin und her.

Der Lieferdienst soll zuerst in Lugano wieder aufgenommen werden. Vorteil der Lieferung durch die Luft ist die Geschwindigkeit: Mit der Drohne sind die Laborproben in Lugano laut Post bis zu 45 Minuten schneller am Ziel als per Autokurier.

Im Mai 2019 stürzte jedoch eine der zehn Kilogramm schweren Drohnen in Zürich in einem Waldstück nahe der Universität ab, obwohl Matternet seine Fluggeräte mit Sicherheitsmechanismen ausstattet: Bei einem Systemausfall schaltet der Copter die Rotoren ab und ein Fallschirm öffnet sich, an dem er zu Boden sinkt. Zusätzlich ertönt ein akustisches Warnsignal.

Bei dem Absturz in Zürich öffnete sich der Fallschirm zwar, doch riss das Seil, mit dem er an der Drohne befestigt war. So stürzte die Drohne zu Boden. Verletzt wurde niemand. Wenige Monate zuvor hatte es bereits einen Zwischenfall bei einer Präsentation über dem Zürichsee gegeben, als das GPS bei einem Copter ausfiel. Der war daraufhin vorschriftsmäßig laut warnend an seinem Fallschirm in Richtung See geschwebt und darin versunken. Nach dem Absturz setzte die Schweizer Post die Lieferungen aus.

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mpw1413 28. Jan 2020

, was in der Bluttransportbranche Gang und Gebe ist, wenn es eilig ist, ist so eine...


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