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Matt Mullenweg: Wordpress-Mitbegründer wird von Vorstand beurlaubt

Wordpress-Mitbegründer Matt Mullenweg verursachte in den vergangenen Jahren einige Kontroversen durch seine Unternehmensführung.
/ Mike Faust
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Mullenweg erhob Vorwürfe gegen das Management und den Vorstand von Automattic. (Bild: Kimberly White/Getty Images for TechCrunch)
Mullenweg erhob Vorwürfe gegen das Management und den Vorstand von Automattic. Bild: Kimberly White/Getty Images for TechCrunch

Matt Mullenweg, der Gründer von Automattic und Mitbegründer von Wordpress, wurde von seinen Aufgaben als CEO entbunden und in einen bezahlten Sonderurlaub versetzt. Wie 404 Media berichtet(öffnet im neuen Fenster), hat Mullenweg selbst das in einer unternehmensweiten Slack-Nachricht bekanntgegeben.

Mullenweg erhob in seiner Nachricht schwere Vorwürfe gegen das Management und den Vorstand von Automattic. Er beschuldigte den Finanzvorstand Mark Davies sowie die Vorstandsmitglieder Ann Dunwoody, Toni Schneider und Sue Decker, sich hinter seinem Rücken verschworen und für seine Beurlaubung gestimmt zu haben.

Laut 404 Media gab Mullenweg an, selbst gegen diesen Beschluss gestimmt und erst 50 Minuten vor einer Sitzung der Führungsebene davon erfahren zu haben. Seine mehrfachen Bitten um Bedenkzeit zur Prüfung durch einen unabhängigen Rechtsbeistand seien abgelehnt worden.

Mitspracherecht bei künftigen Richtungsentscheidungen

Während Mullenwegs Beurlaubung übernimmt Davies die Rolle des vorübergehenden Interim-CEO bei Automattic. Sowohl Davies als auch Schneider stellten im Slack-Kanal des Unternehmens klar, dass Mullenweg weiterhin Mitglied des Vorstands bleibe und somit ein Mitspracherecht bei künftigen Richtungsentscheidungen behalte.

Die Entscheidung des Vorstands folgt auf eine Reihe von Kontroversen bezüglich Mullenwegs Unternehmensführung in den vergangenen Jahren. Unter anderem führte er einen öffentlich ausgetragenen Rechtsstreit mit WP Engine, einer Hosting-Plattform für Wordpress, und unterbreitete den Mitarbeitern von Automattic im Jahr 2024 ein sogenanntes Alignment Offer.

Angestellte, die seine Positionen nicht unterstützten, erhielten das Angebot, das Unternehmen gegen eine Abfindung von sechs Monatsgehältern oder 30.000 US-Dollar zu verlassen. 159 Mitarbeiter nutzten das. Später folgte ein weiteres Abfindungsangebot, verbunden mit der Drohung fristloser Kündigungen ohne Abfindung für Mitarbeiter, die mit der Presse sprachen.

Ein Sprecher von Automattic bestätigte die Vorgänge offiziell 404 Media und erklärte, dass der Vorstand volles Vertrauen in die interimistische Führung durch Mark Davies habe. Neben den internen Personalkonflikten und den Streitigkeiten mit WP Engine (g+) sorgte Automattic zuletzt für Schlagzeilen, als das Unternehmen versuchte, Eigentumsrechte an dem Wort automatic für sich zu beanspruchen.


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