Matrix Resurrections: Kein müder Abklatsch, sondern ein starker Neuanfang

18 Jahre nach dem Ende der Trilogie kehren Neo und Trinity zurück - voller Nostalgie, aber auch einiger neuer, faszinierender Ideen.

Eine Rezension von Peter Osteried veröffentlicht am
Sie sind wieder da: Neo (Keanu Reeves) und Trinity (Carrie-Anne Moss)
Sie sind wieder da: Neo (Keanu Reeves) und Trinity (Carrie-Anne Moss) (Bild: Warner Bros. Entertainment/Village Roadshow Films (BVI))

Als Matrix Revolutions in die Kinos kam, sprachen die Wachowskis immer wieder darüber, dass dies ihr letzter Film des Franchise wäre. Die Geschichte war erzählt, mehr wollten, mehr konnten sie nicht machen.

Inhalt:
  1. Matrix Resurrections: Kein müder Abklatsch, sondern ein starker Neuanfang
  2. Nostalgie ja - aber weit mehr als das

Das produzierende Studio Warner Bros. war natürlich an weiteren Matrix-Filmen interessiert, wartete aber ab und fragte jedes Jahr bei den Wachowskis an, ob Interesse an einem vierten Film bestehe. Die Wachowskis lehnten ab - bis eine von ihnen es nicht mehr tat.

Es war das Jahr 2019. In kurzen Abständen waren der Vater, ein guter Freund und die Mutter von Lana Wachowski gestorben. "Ich konnte meinen Dad und meine Mom nicht mehr bei mir haben, aber es gab noch Neo und Trinity, die vielleicht wichtigsten Charaktere in meinem Leben", erzählte Wachowski.

Es habe sich tröstlich angefühlt, dass diese beiden Figuren wieder leben konnten - und dass es so einfach war. "Das ist, was Kunst, was Geschichten für uns tun. Sie spenden uns Trost und sie sind wichtig." In einer schlaflosen Nacht ersann Lana Wachowski die Geschichte von Matrix Resurrections.

Ihre Schwester Lilly wollte nicht an dem Projekt beteiligt sein, Keanu Reeves und Carrie-Anne Moss hatten jedoch Interesse. Im August 2019 wurde Matrix Resurrections offiziell angekündigt. Die Dreharbeiten im folgenden Jahr mussten wegen der Pandemie unterbrochen und der Kinostart mehrmals verschoben werden. Aber nun ist sie da: die Rückkehr in die Matrix.

Erinnerungen werden Fiktion

Thomas Anderson ist ein erfolgreicher Game-Entwickler. Er hat die Matrix-Trilogie entwickelt, die ein immenser Erfolg war. Sein Leben könnte gut sein, aber er verzehrt sich nach einer Frau, die er nur im Café immer mal wieder kurz trifft, er geht zu einem Therapeuten, weil er Schwierigkeiten hat, Realität von Fiktion zu unterscheiden, und er erhält auf seinem Handy eine Nachricht, die sein Leben auf den Kopf stellen wird.

Geschichten enden niemals, sagt Andersons Boss. Sie entstehen mit neuen Figuren und neuen Namen einfach neu. Das ist eine der Meta-Ebenen dieses Films. Immer wieder kommentiert er seine eigene Existenz.

Etwa, als Warner Bros. als Mutterkonzern des Game-Studios Deus Machina ein viertes Matrix-Spiel will - mit oder ohne die ursprünglichen Entwickler. In der echten Welt wartete Warner Bros. auf zumindest eine Wachowski, aber wie lange hätte das Studio noch gewartet?

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Nostalgie ja - aber weit mehr als das 
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mhstar 05. Jan 2022

Im Endeffekt war der Film schrecklich. Ich habe ihn geschaut weil Golem meinte, der sei...

terraformer 26. Dez 2021

Ironie? So dramatisch sehe ich das nicht. Aber zu Hause im Luxussessel ist es am...

FerdiGro 26. Dez 2021

Der war gut!

[gelöscht] 25. Dez 2021



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