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Matisse Refresh (MTS2): AMDs Ryzen 3000XT nutzen extra Takt

Drei schnellere Ryzen -CPUs und zusätzlich der A520-Chip für günstige Boards.
/ Marc Sauter
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Ryzen 3000XT im Überblick (Bild: AMD)
Ryzen 3000XT im Überblick Bild: AMD

AMD hat den Matisse Refresh (MTS2) vorgestellt, so nennt der Hersteller intern die Ryzen 3000XT(öffnet im neuen Fenster) . Die Aktualisierung umfasst drei CPUs - den Ryzen 9 3900XT, den Ryzen 7 3800XT, den Ryzen 5 3600XT - mit etwas höherem Takt als bei den Vorgängern, aber gleichem Listenpreis. AMD will so Intel stärker unter Druck setzen, genauer die Comet Lake S wie den Core i9-10900K (Test) und kleiner.

Hinsichtlich der thermischen Verlustleistung und des Basistaktes ändert zwischen den X- und den XT-Modellen nichts, die maximale Boost-Frequenz steigt jedoch um 100 bis 200 MHz an. AMDs Fertigungspartner TSMC produziert die Ryzen 3000 alias Matisse nun schon seit über einen Jahr im hauseigenen N7-DUV-Verfahren, weshalb der Node weiter gereift ist und wenigstens per Vorabselektierung (Binning) ein paar mehr Chips einen maximalen Takt von bis zu 4,7 GHz erreichen. Ob es noch weitere Änderungen gibt, sagte AMD nicht.

Passend zum 7-nm-Verfahren sollen die Ryzen 3000XT am 7. Juli 2020 verfügbar sein, also exakt ein Jahr nach den regulären Ryzen 3000 (Test) . Ein paar Wochen später sollen Partner erste Platinen mit Sockel AM4 und dem A520-Chip veröffentlichen, welcher das Portfolio neben dem X570 und dem B550 nach unten hin abrundet. Der A520 folgt auf den A320, er unterstützt PCIe Gen3 statt PCIe Gen2 für SSDs und weitere Peripherie. Die Ryzen 3000 beherrschen zwar PCIe Gen4, der A520 schleift dieses aber weder zur Grafikkarte noch zum Chipsatz durch. USB 3.2 Gen2 (10 GBit/s) ist nativ vorhanden, jedoch nur ein Port. Zwei Grafikkarten via Crossfire oder SLI sind nicht gestattet.

Spezifikationen von AMDs Ryzen 3000 (Matisse)
Kerne Takt L3$ Speicher cTDP Launch-Preis
Ryzen 9 3950X 16 + SMT 3,5 GHz bis 4,7 GHz 64 MByte DDR4-3200 105W (65W) 750 USD (820 Euro)
Ryzen 9 3900XT 12 + SMT 3,8 GHz bis 4,7 GHz 64 MByte DDR4-3200 105W (65W) 500 USD (530 Euro)
Ryzen 9 3900X 12 + SMT 3,8 GHz bis 4,6 GHz 64 MByte DDR4-3200 105W (65W) 500 USD (530 Euro)
Ryzen 9 3900 12 + SMT 3,1 GHz bis 4,3 GHz 32 MByte DDR4-3200 65W (45W) OEM
Ryzen 7 3800XT 8 + SMT 3,9 GHz bis 4,7 GHz 32 MByte DDR4-3200 105W (65W) 400 USD (420 Euro)
Ryzen 7 3800X 8 + SMT 3,9 GHz bis 4,5 GHz 32 MByte DDR4-3200 105W (65W) 400 USD (430 Euro)
Ryzen 7 3700X 8 + SMT 3,6 GHz bis 4,4 GHz 32 MByte DDR4-3200 65W (45W) 330 USD (350 Euro)
Ryzen 5 3600XT 6 + SMT 3,8 GHz bis 4,5 GHz 32 MByte DDR4-3200 95W (65W) 250 USD (260 Euro)
Ryzen 5 3600X 6 + SMT 3,8 GHz bis 4,4 GHz 32 MByte DDR4-3200 95W (65W) 250 USD (265 Euro)
Ryzen 5 3600 6 + SMT 3,6 GHz bis 4,2 GHz 32 MByte DDR4-3200 65W (45W) 200 USD (210 Euro)
Ryzen 5 3500X 6 3,6 GHz bis 4,1 GHz 16 MByte DDR4-3200 65W (45W) OEM
Ryzen 3 3300X 4 + SMT 3,8 GHz bis 4,3 GHz 16 MByte DDR4-3200 65W (45W) 120 USD (130 Euro)
Ryzen 3 3100 4 + SMT 3,6 GHz bis 3,9 GHz 16 MByte DDR4-3200 65W (45W) 100 USD (110 Euro)

Abseits von neuer Hardware hat AMD noch StoreMi 2.0 vorgestellt, eine verbesserte und selbst entwickelte Version der zwischenzeitlich eingestellten Caching-Software, die von Enmotus lizenziert worden war. Per StoreMi lassen sich HDDs und SSDs wie der RAM zu einem gemeinsamen Laufwerk zusammenfassen, häufig genutzte Dateien werden dabei auf dem jeweils schnelleren Laufwerk als Schattenkopie für Lesezugriffe gepuffert.

AMD Ryzen 9 3900X und Ryzen 7 3700X - Test
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