Matebook im Hands On: Huaweis erstes Windows-10-Tablet ist sehr dünn
Matebook nennt Huawei sein erstes Windows-10-Tablet. Es kann zwar auch mit kostenpflichtigem Zubehör in eine Art Notebook verwandelt werden, ist aber erst einmal ein einfaches Tablet. Unter der Marke Mate hatte Huawei bisher nur Geräte mit Googles Betriebssystem Android angeboten. Für Kunden kann es da angesichts dieses Windows-10-Geräts durchaus schwierig werden, den Überblick zu behalten.

Das Matebook hat einen 12 Zoll großen IPS-Touchscreen, der eine Auflösung von 2.160 x 1.440 Pixeln hat. Mit einem Seitenverhältnis von 3:2 und ähnelt es damit dem Surface Pro von Microsoft. Huawei gibt an, dass das Display eine maximale Helligkeit von hohen 400 cd/qm haben soll. Beim Vorserienmodell auf dem MWC war davon allerdings nicht viel zu merken. Es erscheint unwahrscheinlich, dass Inhalte unter direktem Sonnenlicht noch gut erkennbar sind.
Das Matebook-Tablet misst 279 x 194 x 7 mm und ist mit einem Gewicht von 640 Gramm angenehm leicht. Trotz des dünnen Gehäuses macht es einen sehr stabilen Eindruck und ist verwindungssteif. Dazu trägt auch das Unibody-Gehäuse aus Aluminium bei. Das Tablet verbindet sich standardmäßig per WLAN mit dem Internet, eine LTE-Funktion ist nicht eingebaut. Das Tablet hat einen USB-Typ-C-Anschluss sowie eine Kopfhörerbuchse.
Sechs Varianten des Matebook
Bei der Hardware-Ausstattung bietet Huawei insgesamt sechs verschiedene Ausführungen: Der Hersteller verwendet unterschiedliche Varianten von Intels Core M mit Skylake -Architektur. Die nutzen zwei Kerne mit Hyperthreading und eine integrierte HD Graphics 515, die thermische Verlustleistung beträgt niedrige 4,5 Watt.
Die Auswahl für das Matebook reicht vom Core M3-6Y30 mit 4 GByte Arbeitsspeicher und einer 128 oder 256 GByte fassenden SSD über einen nicht näher genannten Core M5 mit 8 GByte RAM und 256 oder 512 GByte Flash-Speicher bis hin zum Core M7-6Y75 mit der gleichen RAM- und SSD-Ausstattung. Die Kühlung arbeitet offenbar passiv.
Im Tablet steckt ein fest verbauter Akku mit 33,7 Wattstunden, mit dem bei durchschnittlicher Nutzung eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden erreicht werden soll. In den Gehäuserand ist ein Fingerabdrucksensor integriert, mit dem sich das Tablet unmittelbar entsperren lässt, wie es bei Android-Geräten üblich ist. Der Fingerabdrucksensor reagierte beim ersten Ausprobieren schnell und zuverlässig.
Zubehör wertet das Matebook auf
Passend zum Matebook hat Huawei Zubehör vorgestellt. Mit der Tastaturhülle kann aus dem reinen Tablet eine Art Notebook gemacht werden. In die Tastaturhülle kann das Matebook eingesteckt werden, es sitzt dann fest in der Hülle. Die Hülle bietet zwei verschiedene Haltepositionen für das Tablet, die sich aber nur minimal unterscheiden. In jedem Fall empfiehlt es sich, die Kombination auf einem ebenen Untergrund zu verwenden. Der Einsatz auf dem Schoß dürfte zu wackelig sein und kann damit ein Notebook nicht ersetzen.
Die Tastatur hat einen ordentlichen Druckpunkt, das Schreiben darauf ist angenehm. Der Tastenhub ist zwar nur gering, genügt aber, um deutlich zu merken, wenn eine Taste betätigt wird. Die Tastatur ist wasserabweisend, und ein paar Wasserspritzer störten nicht – die Tastatur ließ sich ohne Einschränkungen weiterverwenden. Wird die Tastatur nicht benötigt, kann sie als Schutztasche für das Tablet dienen.
Matepen hat einen Laserpointer integriert
Als weiteres Zubehör bietet Huawei mit dem Matepen einen drucksensitiven Stylus an. Er soll bis zu 2.048 unterschiedliche Druckstufen verarbeiten. Außerdem hat Huawei einen Laser-Pointer eingebaut, um etwa bei Präsentationen wichtige Bereiche bequem markieren zu können. Aber auch an anderer Stelle wurde an Präsentationen gedacht: Der Stylus hat einen Knopf, der gezielt die nächste Folie einer Präsentation aufruft. Der Stylus enthält einen Akku, der mit einer Ladung einen Monat durchhalten soll. Das Aufladen soll in einer Stunde erledigt sein.
Als drittes Zubehör hat Huawei das Matedock vorgestellt. Es dient dazu, dem Tablet weitere Schnittstellen zur Verfügung zu stellen. Das Matedock wird über USB mit dem Tablet verbunden. Im Matedock gibt es einen HDMI-sowie einen VGA-Anschluss, eine Ethernet-Verbindung sowie zwei USB-Anschlüsse. Es wurde besonders kompakt konstruiert, damit es nicht viel Platz einnimmt.
Verkaufsstart in einigen Monaten
Huawei will mit dem Verkauf des Matebook in einigen Monaten beginnen. Näher festlegen wollte sich der Hersteller nicht. Das Gerät wird es in sechs Ausführungen geben: Das günstigste Modell mit Core M3-6Y30, 4 GByte RAM und einer 128 GByte großen SSD wird 800 Euro kosten. Mit einer 256-GByte-SSD steigt der Preis auf 950 Euro. Mit Core M5, 8 GByte RAM und 256-GByte-SSD erhöht sich der Preis auf 1.150 Euro und bei Einsatz einer 512-GByte-SSD auf 1.350 Euro.
Die Topmodelle haben einen Core M7-6Y75 mit ebenfalls 8 GByte RAM. Mit 256-GByte-SSD werden 1.600 Euro fällig, und die 512-GByte-SSD-Ausführung kommt auf einen Preis von 1.800 Euro. Der Preis für die Tastaturhülle beträgt 150 Euro und der Stylus namens Matepen wird für 70 Euro verkauft. Das Matedock kostet nochmals 100 Euro.
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