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Kamera mit gutem Huawei-Sensor

Im zusammengeklappten Zustand ist auf der Rückseite eine Vierfachkamera verbaut, deren Hauptkamera einen 40-Megapixel-Sensor verwendet. Die Superweitwinkelkamera verwendet einen 16-Megapixel-Sensor, das Teleobjektiv nutzt einen 8-Megapixel-Chip. Außerdem hat das Smartphone eine Time-of-Flight-Kamera für die Entfernungsmessung. Beim Hauptkamerasensor handelt es sich um den gleichen Chip, den Huawei auch im P30 Pro verbaut hat - entsprechend gut sind die Bildergebnisse. Ein Periskoptele mit fünffacher Vergrößerung hat das Mate Xs nicht.

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Dank der Konstruktion des Mate Xs lässt sich die Hauptkamera auch als Frontkamera verwenden. Wählen wir in der Kamera-App die Frontkamera aus, müssen wir das Smartphone umdrehen; anschließend sehen wir das Sucherbild auf dem kleineren, rückseitigen Bildschirm. Selbstporträts haben dadurch eine hohe Qualität, besonders wenn wir die künstlich erzeugte Hintergrundunschärfe verwenden. Den rückseitigen Bildschirm können wir auch bei normalen Aufnahmen verwenden, etwa wenn wir eine andere Person fotografieren: Auf Knopfdruck kann diese dann das Sucherbild ebenfalls auf dem kleinen Bildschirm sehen und gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge machen.

Im Inneren des Mate Xs steckt Hauweis eigenes SoC Kirin 990 mit 5G-Unterstützung, das auch im Mate 30 Pro und im P40 Pro verbaut ist. Der Arbeitsspeicher ist 8 GByte groß, der eingebaute Flash-Speicher 512 GByte; ein Steckplatz für NM-Speicherkarten ist eingebaut. Das Mate Xs ist von der Leistung her ein Oberklasse-Smartphone, im Test haben wir mit keiner Anwendung Probleme gehabt. Auch Multitasking ist für das Smartphone kein Problem.

Android 10 mit Multitasking-Modus

Ausgeliefert wird das Mate Xs mit Android 10 und der Benutzeroberfläche EMUI 10. Ausgeklappt eignet sich das Smartphone aufgrund des großen Displays gut für die Nutzung mehrerer Anwendungen gleichzeitig; dafür hat Huawei seiner Benutzeroberfläche eine Multi-Window-Funktion spendiert. Wischen wir mit unserem Finger von rechts oder links in das Display, erscheint eine Blase mit dem Multi-Window-Symbol; nachdem wir unseren Finger ungefähr eine Sekunde lang auf dem Display gehalten haben, erscheint eine seitliche App-Auswahlleiste. Diese können wir mit eigenen Apps bestücken.

  • Aufgeklappt bietet das Mate Xs eine Menge Platz. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate Xs, halb zugeklappt (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Zugeklappt passt das Mate Xs in die Hosentasche, es handelt sich aber dennoch um ein recht großes Smartphone. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate Xs ist zusammengeklappt so groß wie ein herkömmliches Smartphone mit einem 6,6 Zoll großen Display. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Aufgeklappt ist das Mate Xs ein nahezu quadratisches Tablet mit 8 Zoll großem Display. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Bei Lichteinfall ist der Bereich, unter dem das Scharnier verbaut ist, sichtbar. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Falcon-Wing-Scharnier ist im aufgeklappten Zustand durch Paneele verborgen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Kamera ist in einer Art Handgriff untergebracht, der in aufgeklapptem Zustand die Handhabung erleichtert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Kamera hat drei Objektive und eine ToF-Kamera. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Beim Auf- und Zuklappen liegt das Scharnier offen, dann kann Staub eindringen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Klappmechanismus wird durch eine Taste ausgelöst. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Fingerabdrucksensor ist im Ein-Schalter untergebracht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate Xs ist aufgrund des Kunststoffbildschirms ein Staubmagnet. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Aufgeklappt bietet das Mate Xs eine Menge Platz. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Ziehen wir eine der in der Leiste angezeigten Apps in das Display über die aktuell genutzte Anwendung, können wir beide Programme im Split-Screen-Modus verwenden. Zusätzlich können wir noch eine dritte Anwendung aktivieren, indem wir wieder die Multi-Window-Auswahlleiste aufrufen und eine App einfach antippen. Dann wird diese in einem verschiebbaren kleinen Fenster geöffnet. Das funktioniert auch, wenn wir nicht bereits zwei andere Apps parallel laufen lassen. Praktisch finden wir das schwebende Fenster beispielsweise für Chat-Apps, auf die wir etwa beim Browsen zugreifen können, ohne den Browser verlassen zu müssen.

Verwenden wir nur eine App und klappen das Mate Xs auf, hat das Smartphone in der Regel keine Probleme mit der Anpassung des Formats. Bildschirminhalte werden auf das größere 8-Zoll-Format ausgeweitet und beim Einklappen wieder auf den kleineren Bildschirm minimiert. Dies erfolgt schnell und flüssig, was einen plötzlichen Wechsel des Formats unproblematisch macht.

Auch das Mate Xs kommt ohne Google-Dienste

Beim Mate Xs müssen Nutzer wie bereits bei der Mate-30- und der P40-Serie auf die Google-Apps und integrierte Google-Dienste verzichten. Das Smartphone darf diese aufgrund des weiterhin bestehenden US-Boykotts nicht verwenden und setzt daher auf Huaweis eigene App Gallery sowie alternative App-Stores wie den von Amazon, F-Droid oder Dienste wie APK Pure. Bei einem Marktplatz wie APK Pure ist allerdings zu beachten, dass sich darüber zwar Google-Anwendungen installieren, aber nicht nutzen lassen.

Wer sich viel im Google-Universum bewegt, dürfte mit dem Mate Xs irgendwann also an seine Grenzen stoßen. Wem Google nicht wichtig ist, der findet für die meisten Apps Alternativen. Seit Kurzem ist beispielsweise Here Maps als guter Ersatz für Google Maps in Huaweis App Gallery verfügbar, zudem lassen sich andere Dienste wie Youtube auch im Browser verwenden.

Immer wieder stoßen wir aber auf Apps, die einfach nicht auf dem Smartphone laufen. Netflix beispielsweise: Selbst die Version, die wir uns von der Netflix-Webseite heruntergeladen haben, läuft nicht auf dem Mate Xs. Huawei war dieses Problem bereits bei unserem Test des Mate 30 Pro bekannt, gelöst wurde es bislang offenbar noch nicht. Insgesamt betrachtet dürfte das Mate Xs wie alle neuen Huawei-Smartphones ohne die Google-Apps schlechtere Chancen auf dem Markt haben - der Großteil der Nutzer dürfte die Google-Integration samt Play Store schlicht gewohnt sein. Aktuell ist die Auslieferung mit Google-Anwendungen aber schlichtweg nicht möglich.

Der Akku hat eine Nennladung von 4.500 mAh und lässt sich schnellladen. Drahtloses Laden funktioniert mit dem Mate Xs aufgrund der Bildschirmkonfiguration nicht. Einen Full-HD-Film können wir im Tabletmodus bei voller Helligkeit zwölf Stunden lang anschauen - ein guter Wert. Auch bei stärkerer täglicher Nutzung hält das Mate Xs problemlos über einen Tag lang durch.

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 Das Huawei Mate Xs im AlltagMate Xs: Verfügbarkeit und Fazit 
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Nahkampfschaf 17. Mai 2020

Smartphones haben doch schon gefühlt seit einem Jahrzehnt keine Innovationen mehr...

Potrimpo 16. Mai 2020

Zugeklappt ist das Teil wohl genauso zu bedienen wie ein "normales" Smartphone...

ChMu 15. Mai 2020

Ein biegsames Display? Etwas was nicht nachgefragt wurde, nicht brauchbar ist und schnell...

Landvogt 15. Mai 2020

Es geht auch nicht um konventionelle Smartphonedisplays, sondern um die neuartigen...

Top-OR 15. Mai 2020

Ne, das nicht. Ich bin von gestern und konsumiere auch gerne Spiele aus den 90ern. Da...


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