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Mate-Desktop: Neue Funktionen für Gnome-2-Fork

Die aktuelle Version des Gnome-2-Forks unterstützt Software wie Logind und verzichtet auf veraltete Pakete, was der Mate-Desktop dem inzwischen existierenden Entwicklerteam verdankt.
/ Sebastian Grüner
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Mate Desktop 1.6 (Bild: Mate Desktop)
Mate Desktop 1.6 Bild: Mate Desktop

Aus Unzufriedenheit über die mit Gnome 3 veröffentlichte Gnome-Shell entstand der Mate-Desktop – ein Fork des Gnome-2.32-Codes. Statt nur Fehler zu beheben, wird der Desktop im alten Gewand zur Verwendung mit neuen Technologien umgeschrieben. Dafür sorgten in der jetzt veröffentlichten Version 1.6(öffnet im neuen Fenster) rund 40 Programmierer und 150 Übersetzer.

So unterstützt der aktuelle Mate-Desktop neben Console-Kit auch den Systemd-Service Logind(öffnet im neuen Fenster) zur Nutzer- und Sitzungsverwaltung. Die Distribution Fedora zum Beispiel nutzt Logind als Standard und bietet Console-Kit nur noch aus Kompatibilitätsgründen an. Auch Ubuntu plant, Logind einzusetzen(öffnet im neuen Fenster) , da es unabhängig von Systemd verwendet werden kann und Console-Kit nicht weiter gepflegt wird.

Auch die vergleichsweise neue Multimedia-Schnittstelle Mpris2(öffnet im neuen Fenster) kann mit dem Mate-Desktop genutzt werden. Der Dateimanager Caja soll eine verbesserte Seitenleiste für Orte haben und kann nun das Dateimanager-DBus-Interface nutzen. Zudem können einige der verfügbaren Themes mit GTK3 verwendet werden.

Das Entwicklerteam hat in den vergangenen acht Monaten auch einige Mate-Bibliotheken entfernt und hauptsächlich gegen Gnome-Bestandteile wie die GSettings oder Standard-DBus-Bibliotheken ausgetauscht.

Der Quellcode des Mate-Desktops 1.6 ist via Github(öffnet im neuen Fenster) oder auf den Servern des Projekts(öffnet im neuen Fenster) verfügbar. Das Projekt bietet eigene Pakete(öffnet im neuen Fenster) für Debian und Ubuntu an, die auch mit Linux Mint verwendet werden können. Aktuelle Pakete für Fedora, Opensuse und andere Distributionen sollten demnächst folgen.


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