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Tolles Display und starke Kamera

Das ist schade, denn bei der Hardware lässt das Mate 30 Pro im Grunde keine Wünsche offen. Das OLED-Display ist 6,53 Zoll groß und hat eine Auflösung von 2.400 x 1.176 Pixel. Die Ränder des Bildschirms sind stark über den Rand gewölbt, was den Eindruck eines nahezu fehlenden Rahmens um das Display erweckt. Die Bildqualität gefällt uns sehr gut: Inhalte sind ausreichend scharf, zudem ist der Bildschirm sehr blickwinkelstabil. Die Farben wirken natürlich; über die Einstellungen lässt sich aktivieren, dass die Farbtemperatur anhand des Umgebungslichts angepasst wird. Um die Augen zu schonen, kann zudem ein systemweiter Dark Mode aktiviert werden.

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Der Bildschirm reicht so weit über den Rand hinweg, dass Huawei kaum noch Platz für die üblicherweise an der Seite angebrachten Knöpfe hat. Der Einschalter ist entsprechend weit in Richtung der Rückseite eingebaut, was uns zunächst etwas irritiert. Für eine Lautstärkewippe ist kein Platz mehr gewesen, weshalb Huawei beim Mate 30 Pro auf eine Software-Lösung setzt. Wollen wir die Lautstärke verändern, müssen wir mit unserem Finger doppelt auf den Rahmen im Bereich des Einschaltknopfes tippen. Dann öffnet sich auf dem Bildschirm der Lautstärkeregler, den wir steuern können, indem wir unseren Finger auf dem Rand hin und her bewegen. Im Alltag funktioniert das gut.

Schneller Fingerabdrucksensor, breite Notch

Der Fingerabdrucksensor ist unter dem Display eingebaut und funktioniert in unserem Test sehr zuverlässig. Das Mate 30 Pro hat eine sehr breite Notch, da neben einer Kamera auch ein IR-Blaster und eine Tiefenkamera auf der Vorderseite eingebaut sind. Dank dieser Technik lässt sich das Smartphone mit Hilfe eines Gesichtsscans entsperren, was bei uns zuverlässig und schnell funktioniert.

Bei der Kamera setzt Huawei wieder auf seinen eigenentwickelten RYYB-Sensor mit 40 Megapixeln, bei dem anstelle eines grünen Farbfilters ein gelber verwendet wird. Der Sensor kam auch im P30 Pro zum Einsatz und sorgt dort für eine hohe Lichtempfindlichkeit und scharfe Bilder. Das Mate 30 Pro hat eine Kamera mit drei Objektiven und einer Time-of-Flight-Kamera (ToF) für die Entfernungsmessung. Die Hauptkamera verwendet den 40-Meagpixel-Sensor und ein Weitwinkelobjektiv mit einer Anfangsblende von f/1.6. Die Superweitwinkelkamera nutzt erstmals in einem Smartphone von Huawei ebenfalls den 40-Megapixel-Sensor. Die Telekamera hat 8 Megapixel und bietet eine dreifache Vergrößerung - also weniger als beim P30 Pro. Der in der Qualität optimierte Hybridzoom deckt daher nur einen Bereich bis zu fünffacher Vergrößerung ab - keine zehnfache Vergrößerung wie beim P30 Pro.

  • Eine bei Sonnenschein mit der Hauptkamera des Mate 30 Pro gemachte Aufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Bild im 40-Megapixel-Modus aufgenommen; die Belichtung ist nahezu identisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Superweitwinkelobjektiv des Mate 30 Pro weist weniger Randverzerrungen auf als das des P30 Pro. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch bei der Superweitwinkelkamera gibt es einen 40-Megapixel-Modus, der allerdings nicht viel mehr Schärfe bringt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 30 Pro verfügt über eine dreifache optische Vergrößerung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Dank digital optimiertem Hybridzoom ist auch die fünffache Vergrößerung qualitativ ansprechend. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der dreißigfache Digitalzoom ist von der Qualität her merklich schlechter als der Hybridzoom. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 30 Pro von Huawei hat ein rundes Kameramodul. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In dem Modul sitzen drei bildgebende Kameras und eine ToF-Kamera für die Entfernungsmessung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 30 Pro hat stark gekrümmte Display-Ränder, die zu einem etwas nach hinten verschobenen Einschalteknopf führen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Geladen wird das Mate 30 Pro drahtlos oder per USB-C. Einen Klinkenanschluss hat das Smartphone nicht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Dafür baut Huawei wieder einen IR-Blaster ein, mit dem sich zahlreiche elektronische Geräte steuern lassen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Display wirkt durch die über den Rahmen gewölbten Ränder an der linken und rechten Seite nahezu randlos. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Rand des Mate 30 Pro (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Notch ist relativ breit: Neben der Frontkamera sind noch ein Sensor und eine Kamera für die Gesichtserkennung verbaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Verarbeitungsqualität des Mate 30 Pro ist sehr gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Smartphone ist in Deutschland für 1.000 Euro erhältlich - ohne Google-Dienste. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Eine bei Sonnenschein mit der Hauptkamera des Mate 30 Pro gemachte Aufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Die Bildqualität der Hauptkamera ist sehr gut, was angesichts des uns bereits bekannten Sensors nicht unerwartet ist. Standardmäßig nimmt das Mate 30 Pro Bilder mit 10 Megapixeln auf, in den Einstellungen können wir auf die vollen 40 Megapixel umschalten. Dann werden die Fotos deutlich schärfer in den Details, wie wir es bereits bei früheren Huawei-Smartphones beobachten konnten. Die Belichtung ist in beiden Modi vergleichbar und in den Schatten bei Motiven mit großen Helligkeitsunterschieden immer noch etwas dunkler als bei Konkurrenzgeräten.

Neu beim Mate 30 Pro im Vergleich zum Vorgänger oder auch zum P30 Pro ist, dass wir auch beim Superweitwinkelobjektiv eine Auflösung von 40 Megapixeln verwenden können. Interessanterweise ist der Schärfegewinn hier aber nicht nennenswert. Schauen wir uns die Randbereiche der Superweitwinkelaufnahmen an, fällt uns auf, dass es weniger chromatische Aberrationen als bei vorigen Huawei-Smartphones mit derartigem Objektiv gibt.

Das Teleobjektiv eignet sich aufgrund der dreifachen Vergrößerung gut, um nicht allzu weit entfernte Objekte näher abzulichten. Wir finden die dreifache Vergrößerung im Alltag praktischer als die fünffache des P30 Pro: Dort hatten wir in der täglichen Nutzung öfter das Problem, dass das Teleobjektiv für unseren Geschmack eine zu starke Vergrößerung hatte. Ein dreifaches Tele ist für uns ein guter Kompromiss, zumal das Mate 30 Pro einen hybriden Fünffachzoom bietet. Dieser ist auch bei Huaweis aktuellem Topgerät qualitativ wieder sehr gut nutzbar. Den ebenfalls möglichen dreißigfachen Digitalzoom würden wir nur für Dokumentationszwecke verwenden.

Videos mit ruckeligem Zoom

Die Frontkamera hat eine Auflösung von 32 Megapixeln und kann dank zusätzlicher ToF-Kamera ebenfalls gute Selbstporträts mit unscharf maskiertem Hintergrund aufnehmen. Videos macht das Mate 30 Pro maximal in 4K-Auflösung, die Bildrate liegt wahlweise bei 30 oder 60 fps. Bei dieser Auflösung können Nutzer allerdings keinen der Videoeffekte verwenden, unter anderem ein unscharfer Hintergrund. Der Zoom lässt sich über einen Schieberegler während der Aufnahme einstellen, allerdings gelingen mit der Kamera des Mate 30 Pro nicht so geschmeidige Zoom-Fahrten wie etwa beim iPhone 11. Stattdessen ist sowohl während der Aufnahme als auch im fertigen Video ein merkliches Ruckeln während des Vergrößerns sichtbar. Die Videostabilisierung ist hingegen sehr gut.

Auch beim Mate 30 Pro zeigt Huawei wieder, dass das Unternehmen im Kamerabereich zu den führenden Smartphone-Herstellern gehört. Die Fotoqualität ist sehr gut. Dank ToF-Kamera sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite gelingen auch Bilder mit unscharf maskiertem Hintergrund gut. Wie bei den vorigen Huawei-Smartphones hat auch das Mate 30 Pro wieder eine KI-basierte Bildverbesserung, die bestimmte Bildparameter während der Aufnahme anpasst. Da die Verbesserungen besonders bei starkem Sonnenlicht mitunter zu etwas zu stark gesättigten Aufnahmen führt, haben wie die KI-Funktion meist deaktiviert. Das Mate 30 Pro reiht sich wie das P30 Pro wieder sehr weit vorne ein, wenn es um die Kameraqualität geht - trotz schwacher Zoom-Funktion bei Videoaufnahmen.

Im Inneren des Mate 30 Pro steckt Huaweis selbst entwickeltes SoC Kirin 990, das im 7-nm-Verfahren hergestellt wird. Der Chip hat eine maximale Taktrate von 2,86 GHz und verwendet als Grafikeinheit eine Mali-G76 MP16. Dadurch eignet sich der Chipsatz auch für mobiles Spielen. Der Arbeitsspeicher ist 8 GByte groß, der Flash-Speicher wahlweise 128 oder 256 GByte. Das Mate 30 Pro hat einen Steckplatz für Speicherkarten, allerdings akzeptiert das Gerät nur die von anderen Herstellern kaum verwendeten NM-Karten. Wird eine Speicherkarte verwendet, kann allerdings nur eine SIM-Karte genutzt werden.

Das Mate 30 Pro unterstützt LTE und WLAN nach 802.11ac, Bluetooth läuft in der Version 5.1. Einen Klinkenanschluss für Kopfhörer hat das Smartphone nicht. Der Akku des Mate 30 Pro hat eine Nennladung von 4.500 mAh und lässt sich über das mitgelieferte 40-Watt-Netzteil schnell laden. Auch drahtlos lässt sich das Smartphone mit 27 Watt schnell aufladen. Außerdem können Nutzer mit dem Mate 30 Pro auch andere Geräte drahtlos aufladen, beispielsweise eine Smartwatch oder die Ladeschale eines drahtlosen Kopfhörers. Der Akku reicht selbst bei intensiver Nutzung für anderthalb Tage, bei geringerer Nutzung sind sogar zwei Tage drin.

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flow77 24. Mär 2020

Da Huawei den Bootloader nicht frei gibt, erübrigt sich doch irgendwie die ganze...

treysis 19. Mär 2020

Wie kriegst du bei Huawei denn root?!

mrhbit 19. Mär 2020

Ja, unbrauchbar. Wenn der Mist aber einfach gekauft wird, dann geht die Entwicklung halt...

Herrdeh 18. Mär 2020

MW funktioniert die Entsperrung von Bootloadern meistens durch das Ausnutzen von...

treysis 18. Mär 2020

Die Seite geht nicht.


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