Youtube und Facebook lassen sich im Browser nutzen

Einige der fehlenden Anwendungen lassen sich einfach durch die entsprechenden mobilen Webseiten ersetzen. Das ist bei Facebook der Fall, aber auch bei vielen Google-Apps, die aufgrund des US-Boykotts fehlen: Gmail, Youtube und - mit Abstrichen etwa durch die fehlenden Autonavigation - auch Maps lassen sich im vorinstallierten Huawei-Browser oder in einem über die App Gallery installierten Browser problemlos nutzen. Schwierig wird es aber bei Streaming-Anbietern, Car-Sharing-Diensten und Banken.

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Um unsere App-Auswahl etwas aufzupeppen, haben wir uns nach weiteren Installierungsmöglichkeiten umgesehen. Naheliegend dürfte für viele Nutzer Amazons Appstore sein, der sich über die Amazon-Homepage auf das Mate 30 Pro herunterladen lässt. Darüber können wir immerhin schon mal Prime Video installieren, was nach einem Neustart des Gerätes auch funktioniert - zuvor sagte uns die App, dass eine Internetverbindung fehle. Über den Amazon Appstore erhalten wir Zugriff auf für uns wichtige Apps, die wir in Huaweis App Gallery nicht finden konnten.

Dazu zählen unter anderem Facebook, Instagram, Spotify, die NHL-App sowie zahlreiche Spiele. Trotzdem bleiben große Lücken im App-Angebot bestehen, etwa bei den Banking- und Carsharing-Apps, Banking-Anwendungen und Messengern. Die Google-Apps können wir natürlich auch nicht über den Amazon Appstore nachinstallieren.

Huawei will App-Angebot vergrößern

Huawei erklärt uns auf Nachfrage, dass bis zum Start der P40-Serie weitere beliebte Apps in der App Gallery zur Verfügung stehen sollen, ohne spezifische Namen zu nennen. Ein genaues Zeitfenster kann der Hersteller nicht nennen, da dies immer von den Entwicklern und weiteren Faktoren abhängt. Entwickler können in der App Gallery übrigens auch Apps zum Kaufen anbieten, auch In-App-Käufe sind möglich. Bisher haben wir aber kaum eine App gefunden, die diese Möglichkeiten nutzt.

  • Eine bei Sonnenschein mit der Hauptkamera des Mate 30 Pro gemachte Aufnahme (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Bild im 40-Megapixel-Modus aufgenommen; die Belichtung ist nahezu identisch. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Superweitwinkelobjektiv des Mate 30 Pro weist weniger Randverzerrungen auf als das des P30 Pro. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch bei der Superweitwinkelkamera gibt es einen 40-Megapixel-Modus, der allerdings nicht viel mehr Schärfe bringt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 30 Pro verfügt über eine dreifache optische Vergrößerung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Dank digital optimiertem Hybridzoom ist auch die fünffache Vergrößerung qualitativ ansprechend. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der dreißigfache Digitalzoom ist von der Qualität her merklich schlechter als der Hybridzoom. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 30 Pro von Huawei hat ein rundes Kameramodul. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In dem Modul sitzen drei bildgebende Kameras und eine ToF-Kamera für die Entfernungsmessung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 30 Pro hat stark gekrümmte Display-Ränder, die zu einem etwas nach hinten verschobenen Einschalteknopf führen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Geladen wird das Mate 30 Pro drahtlos oder per USB-C. Einen Klinkenanschluss hat das Smartphone nicht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Dafür baut Huawei wieder einen IR-Blaster ein, mit dem sich zahlreiche elektronische Geräte steuern lassen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Display wirkt durch die über den Rahmen gewölbten Ränder an der linken und rechten Seite nahezu randlos. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Rand des Mate 30 Pro (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Notch ist relativ breit: Neben der Frontkamera sind noch ein Sensor und eine Kamera für die Gesichtserkennung verbaut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Verarbeitungsqualität des Mate 30 Pro ist sehr gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Smartphone ist in Deutschland für 1.000 Euro erhältlich - ohne Google-Dienste. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Das Mate 30 Pro hat stark gekrümmte Display-Ränder, die zu einem etwas nach hinten verschobenen Einschalteknopf führen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
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Die fehlende Google-Integration macht sich nicht nur durch fehlende Apps wie Gmail oder Maps bemerkbar. Mit dem Mate 30 Pro können wir auch Googles smarte Lautsprecher oder einen Chromecast nicht verwenden, da die Cast-Funktion nicht zur Verfügung steht. Ebenso gibt es in Deutschland keine nutzbare Möglichkeit, mit dem Smartphone drahtlos zu bezahlen.

Auch viele Bluetooth-Kopfhörer, die komplett ohne Kabel auskommen, lassen sich nicht mit dem Smartphone verwenden, da vielfach eine App für die Einrichtung installiert werden muss - die es nicht gibt. Ebenfalls davon betroffen sind manche Noise-cancelling-Kopfhörer, bei denen die Konfiguration nur über eine App möglich ist.

Neben der App Gallery und alternativen App-Stores wie dem von Amazon oder auch Fdroid gibt es natürlich beim Mate 30 Pro die Möglichkeit, sich Apps direkt als APK zu installieren. Auf zahlreichen Webseiten gibt es so gut wie jede App als APK-Datei zum Herunterladen; wir würden davon allerdings stark abraten. Zum einen ist der Download nicht immer legal und zum anderen ist oftmals völlig unklar, wo die Dateien überhaupt herstammen.

Dadurch können Nutzer sich nicht sicher sein, ob sie sich nicht ein Schadprogramm installieren. Und selbst wenn es sich nicht um Malware handelt, funktionieren die auf diese Weise installierten Anwendungen häufig nicht richtig. Ein verlässlicher Weg, an fehlende Apps zu kommen, ist ein APK-Download unserer Meinung auf keinen Fall. Einige Apps sind über die Homepage der Hersteller zu bekommen. So bietet beispielsweise Facebook seinen Messenger Whatsapp als direkten Download an. Auf diese Weise können wir uns die Anwendung als APK herunterladen und installieren, ohne Gefahr zu laufen, uns Schadsoftware zu installieren.

Nachrichten-Feed ohne Einstellungsmöglichkeiten

Huawei versucht nicht nur, Nutzer durch ein verbessertes Angebot in der App Gallery zu überzeugen. Der Hersteller hat auch eine mit dem Discover-Feed des Google Assistant vergleichbare Nachrichtenübersicht in seine Benutzeroberfläche EMUI 10 integriert. Diese findet man wie bei einem Smartphone mit Google-Android, wenn wir auf dem Startbildschirm ganz nach links scrollen. Dort können wir zum einen Shortcuts zu bestimmten Apps und Funktionen des Betriebssystems ablegen. Zum anderen werden uns aktuelle Nachrichten sowie Ergebnisse unserer favorisierten Sportmannschaften angezeigt.

Während wir die Auswahl der Mannschaften konfigurieren können, ist das beim News-Feed nicht möglich. Das führt dazu, dass uns nur allgemeine Nachrichten angezeigt werden und nicht diejenigen, die uns tatsächlich interessieren. Ohne die Möglichkeit der Konfiguration ist eine derartige Nachrichtenübersicht für uns eher nutzlos.

Bezüglich der Software bleibt festzuhalten, dass Android 10 auf dem Mate 30 Pro sehr flüssig läuft und EMUI 10 auch auf Huaweis aktuellem Topmodell gut funktioniert. Der Hersteller ist zudem sichtlich bemüht, den Bedienungskomfort und die App-Auswahl zu erhöhen - in unserem Alltagstest zeigt sich aber, dass das bezüglich der Apps bisher noch nicht gereicht hat. Wir können zu viele Anwendungen nicht finden, da sie auf legalem Wege nicht zu bekommen sind. Zudem dürften sich nicht wenige Nutzer Apps im Play Store gekauft haben, für die sie in der App Gallery oder bei Amazons Appstore noch einmal Geld bezahlen müssten. Für uns ist das Mate 30 Pro besonders aufgrund der fehlenden Banking-Apps oder auch der nicht vorhandenen Car-Sharing- und Streaming-Anwendungen schlichtweg nicht alltagstauglich.

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 Mate 30 Pro im Alltagstest: Hardware top, Software chancenlosTolles Display und starke Kamera 
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flow77 24. Mär 2020

Da Huawei den Bootloader nicht frei gibt, erübrigt sich doch irgendwie die ganze...

treysis 19. Mär 2020

Wie kriegst du bei Huawei denn root?!

mrhbit 19. Mär 2020

Ja, unbrauchbar. Wenn der Mist aber einfach gekauft wird, dann geht die Entwicklung halt...

Herrdeh 18. Mär 2020

MW funktioniert die Entsperrung von Bootloadern meistens durch das Ausnutzen von...

treysis 18. Mär 2020

Die Seite geht nicht.



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