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Software braucht offenbar noch etwas Schliff

Die geringere Schärfe könnte ein Problem mit der Software des Mate 20 Pro sein: Das Smartphone wird mit Android 9 und der Benutzeroberfläche EMUI 9.0 ausgeliefert. Diese beinhaltet die üblichen Erweiterungen von Huawei, beispielsweise eine automatische Hintergrundverwaltung für Apps. Hier sollten Nutzer Anwendungen, die im Hintergrund laufen sollen, von der automatischen Steuerung ausnehmen. Ansonsten kann es passieren, dass bestimmte Apps beendet werden, die eigentlich im Hintergrund weiter laufen sollten.

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Bei unserem Testgerät, das wir vor dem Marktstart erhielten, haben wir aber das Gefühl, dass die Software noch nicht ganz ausgereift ist. So bemerken wir beispielsweise immer ein leises Knacken im Lautsprecher, bevor Ton wiedergegeben wird. Die Tonwiedergabe ist qualitativ nicht davon beeinflusst, das Mate 20 Pro klingt wie bereits das Mate 10 Pro und auch das P20 Pro sehr gut. Das Knacken tritt auch auf, wenn ein Video abgespielt wird, das stumm geschaltet ist - beispielsweise Werbevideos. Daher gehen wir davon aus, dass es sich um ein Softwareproblem handelt.

  • Ein mit dem Mate 20 Pro und der KI-Verbesserung aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Bild ohne KI-Verbesserung (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 10 hat merklich kühlere Farben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die KI-Verbesserung des P20 Pro führt zu einer höheren Sättigung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Motiv, aufgenommen mit dem P20 Pro ohne Verbesserung (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der neue Utraweitwinel führt zu neuen Gestaltungsoptionen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In der Detailvergrößerung ist sichtbar, dass das Mate 20 Pro etwas weniger scharfe Aufnahmen macht als das ...
  • ... P20 Pro. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Dreifach-Zoom des Mate 20 Pro (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der digitale Fünffach-Zoom hat eine gute Qualität. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine weitere Aufnahme mit dem Mate 20 Pro (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Motiv, aufgenommen mit dem P20 Pro (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine weitere Aufnahme mit dem Mate 20 Pro (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Motiv, aufgenommen mit dem P20 Pro (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Ultraweitwinkelobjektiv hat konstruktionsbedingt eine Verzerrung an den Bildrändern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der neue Supermakromodus erlaubt es uns, nah an ein Motiv heranzugehen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das war mit Hilfe des Teleobjektivs auch schon mit dem P20 Pro möglich, qualitativ aber nicht so gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 20 Pro hat ein 6,39 Zoll großes OLED-Display. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rückseite ist aus Glas, das Smartphone unterstützt drahtloses Laden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im oberen Drittel ist mittig die Dreifachkamera verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die drei Objektive und das Blitzlicht sind in einem Quadrat angeordnet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die USB-C-Buchse ist gleichzeitig Lautsprecherausgang. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Fingerabdrucksensor ist unter dem Display-Glas eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dank des neuen Ultraweitwinkels können wir mit der Kamera ...
  • .... neue Perspektiven erschließen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Notch des Mate 20 Pro ist größer als die des P20 Pro. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die USB-C-Buchse ist gleichzeitig Lautsprecherausgang. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Beim P20 Pro hat Huawei vor dem Marktstart noch ein umfangreiches Update bereitgestellt, das alle kleinen Probleme behoben hat. Denkbar ist, dass dies auch dieses Mal der Fall sein wird - auf eine entsprechende Anfrage hat Huawei nicht reagiert.

Das System läuft insgesamt ansonsten problemlos und schnell. Der Kirin 980 im Inneren sorgt zusammen mit 6 GByte Arbeitsspeicher für ein flüssiges Benutzererlebnis. Im Geräte-Benchmark Geekbench erzielt das Mate 20 Pro ein hohes Ergebnis im Single-Test und kommt auf 3.329 Zähler, was zwischen dem Ergebnis des Galaxy Note 9 (3.704 Punkte) und den Ergebnissen der aktuellen Snapdragon-845-Smartphones liegt (um die 2.400 Punkte).

Bei Grafiktests schneidet das Mate 20 Pro wie seine Vorgänger schlechter als die Konkurrenz ab. Im Icestorm-Unlimited-Test des 3DMark erreicht das Smartphone 34.431 Punkte - zwischen 25.000 und 30.000 Punkte weniger als die Snapdragon-Konkurrenz. Im GFX Bench kommt das Mate 20 Pro auf einen Offscreen-Wert von 29 fps im Car-Chase-Test - gut 6 fps weniger als die Konkurrenz. Huawei hat verglichen mit früheren Geräten mittlerweile bei der Grafik aufgeholt, an Qualcomms SoCs oder Samsungs Exynos-Chips kommt der chinesische Hersteller aber noch nicht heran.

NM-Karte statt Micro-SD

Der eingebaute Flash-Speicher ist 128 GByte groß, ein Steckplatz für eine Speicherkarte ist vorhanden. Als Medium verwendet Huawei NM-Karten, die etwas kleiner sind als Micro-SD-Karten und genauso groß wie eine Nano-SIM-Karte. Entsprechend hat Huawei auch das SIM-Tray konstruiert. Auf einer Seite geben wir unsere erste SIM-Karte ein, auf der anderen Seite können wir eine zweite einlegen. Anstelle der zweiten Karte können wir allerdings auch eine NM-Karte in den Steckplatz legen - wir müssen uns also zwischen zwei SIM-Karten oder einer SIM- und einer Speicherkarte entscheiden. Dieses Entweder-oder-System hat Huawei bereits in der Vergangenheit verwendet, und zwar problemlos mit Micro-SD-Karten. Ob es wirklich nötig ist, zu einem neuen Speichersystem zu wechseln, halten wir für fraglich.

Das Mate 20 Pro unterstützt Cat21-LTE, das in Deutschland allerdings noch nicht zur Verfügung steht. Die Gesprächsqualität ist in unseren Tests wie beim P20 Pro und dem Mate 10 Pro sehr gut, vor allem die automatische Reduzierung von Hintergrundgeräuschen funktioniert ausgezeichnet. Gespräche in der lauten Berliner U-Bahn sind damit möglich, ohne dass dem Gesprächspartner vor lauter Lärm das Ohr abfällt. WLAN beherrscht das Mate 20 Pro nach 802.11ac, Bluetooth läuft in der Version 5.0. Ein GPS-Empfänger und ein NFC-Chip sind eingebaut.

Der nicht ohne weiteres wechselbare Akku hat eine Nennladung von 4.200 mAh und hält auch bei sehr häufiger und ausgiebiger Nutzung des Smartphones einen Tag lang durch. Einen Full-HD-Film können wir bei maximaler Helligkeit zwölf Stunden lang anschauen - angesichts des hellen Displays ein sehr guter Wert.

Schnellladen mit 40 Watt

Das Mate 20 Pro wird mit einem USB-C-Kabel geladen, der Anschluss unterstützt USB 3.1. Huawei liefert ein 40-Watt-Netzteil mit, mit dem das Smartphone in gut 30 Minuten von null auf 70 Prozent aufgeladen werden kann. In der Buchse ist einer der beiden Frontlautsprecher eingebaut, der eher tiefe Frequenzen wiedergibt. Nachteil der cleveren Idee: Stecken wir ein Kabel in die Buchse, wird der Sound merklich dünner - etwa wenn wir abends im Bett noch ein Video schauen, das Smartphone aber schon am Strom hängt.

Alternativ können wir das Mate 20 Pro auch drahtlos aufladen - das Smartphone ist Huaweis erstes Gerät für den Massenmarkt, das Qi-kompatibel ist. Bisher konnte nur das Porsche Design Mate RS drahtlos geladen werden. Das Mate 20 Pro unterstützt sogar drahtloses Schnellladen, wofür allerdings ein spezielles Lade-Pad nötig ist. Mit dem neuen Mate können wir sogar andere Qi-kompatible Geräte aufladen. In den Einstellungen können wir einen Modus aktivieren, der das Smartphone in ein Ladepad umwandelt. Legen wir dann ein Qi-kompatibles Gerät auf die Rückseite des Mate 20 Pro, wird dieses über den Akku des Smartphones aufgeladen. Wir haben das problemlos mit einem Galaxy Note 9 und einem iPhone Xs Max ausprobiert. Die Funktion ist einzigartig auf dem Markt und kann bei Bekannten für einige Prozente Akkuladung sorgen.

Das Gehäuse des Mate 20 Pro ist nach IP68 vor Wasser und Staub geschützt. Damit lässt sich das Smartphone bis zu 30 Minuten lang in einer Tiefe von bis zu einem Meter verwenden, ohne Schaden zu nehmen. Im neuen Unterwassermodus der Kamera-App dienen der Einschalter und die Lautstärkewippe als Bedienelemente, da kapazitive Displays unter Wasser nicht funktionieren.

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wuttkea 27. Okt 2018

Das im Artikel angesprochene Problem, dass selbst Videos ohne Ton (Scrolling auf Twitter...

DeathMD 24. Okt 2018

Ja ist vermutlich gar keine so schlechte Idee. :D

McTristan 23. Okt 2018

Woher nimmst du deine unendliche Weisheit? Warum soll das Mate 20 Pro das nicht können...

eddie8 23. Okt 2018

Mir geht es umgekehrt: das Pixel 2 XL ist mir eigentlich zu bereit, sowohl für Einhand...

tk (Golem.de) 23. Okt 2018

Vorletzte Seite, viertletzter Absatz. :)


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