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Schnellere KI soll beim Fotografieren helfen

Die KI soll Huawei zufolge beim Mate 20 Pro auch einzelne Bildteile erkennen und separat optimieren. Bei unseren Tests konnten wir dies nicht nachvollziehen, bei uns hat die Kamera-App immer nur einen Bildteil erkannt - meistens den, der am prominentesten im Sucher vertreten war. Die KI-Motivverbesserungen - etwa bei blauem Himmel, Grünpflanzen oder Herbstlaub - sind stellenweise praktisch, häufig aber auch zu übertrieben. So ist uns die Blaufärbung, die die KI nach Erkennen eines blauen Himmels vornimmt, wie beim P20 Pro zu stark.

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Mit dem Mate 20 Pro können wir wieder Porträtaufnahmen mit unscharfem Hintergrund machen. Huawei hat die möglichen Einstellungen dazu bei seinem neuen Smartphone aber geändert: Konnten wir im Porträtmodus des P20 Pro und des Mate 10 Pro die Hintergrundunschärfe lediglich ein- und ausschalten, so können wir beim neuen Mate verschiedene Muster für die Unschärfe auswählen. Standardmäßig ist der Modus "Kreise" aktiviert, bei dem die Lichter im Hintergrund unscharf maskiert werden. Neu sind die Muster Herzen, Wirbel und Scheiben, die die Lichter im Hintergrund entsprechend eine andere Form geben. Herzen und Wirbel finden wir eher unnütz, Scheiben bringen eine Vergrößerung der runden Unschärfemuster, was mitunter sehr gut aussieht.

  • Ein mit dem Mate 20 Pro und der KI-Verbesserung aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Bild ohne KI-Verbesserung (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 10 hat merklich kühlere Farben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die KI-Verbesserung des P20 Pro führt zu einer höheren Sättigung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Motiv, aufgenommen mit dem P20 Pro ohne Verbesserung (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der neue Utraweitwinel führt zu neuen Gestaltungsoptionen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • In der Detailvergrößerung ist sichtbar, dass das Mate 20 Pro etwas weniger scharfe Aufnahmen macht als das ...
  • ... P20 Pro. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Dreifach-Zoom des Mate 20 Pro (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der digitale Fünffach-Zoom hat eine gute Qualität. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine weitere Aufnahme mit dem Mate 20 Pro (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Motiv, aufgenommen mit dem P20 Pro (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Eine weitere Aufnahme mit dem Mate 20 Pro (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Motiv, aufgenommen mit dem P20 Pro (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Ultraweitwinkelobjektiv hat konstruktionsbedingt eine Verzerrung an den Bildrändern. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der neue Supermakromodus erlaubt es uns, nah an ein Motiv heranzugehen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das war mit Hilfe des Teleobjektivs auch schon mit dem P20 Pro möglich, qualitativ aber nicht so gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Mate 20 Pro hat ein 6,39 Zoll großes OLED-Display. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Rückseite ist aus Glas, das Smartphone unterstützt drahtloses Laden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im oberen Drittel ist mittig die Dreifachkamera verbaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die drei Objektive und das Blitzlicht sind in einem Quadrat angeordnet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die USB-C-Buchse ist gleichzeitig Lautsprecherausgang. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Fingerabdrucksensor ist unter dem Display-Glas eingebaut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dank des neuen Ultraweitwinkels können wir mit der Kamera ...
  • .... neue Perspektiven erschließen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Notch des Mate 20 Pro ist größer als die des P20 Pro. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Ein mit dem Mate 20 Pro und der KI-Verbesserung aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Ebenfalls verändert hat Huawei die künstlichen Beleuchtungsmöglichkeiten. Waren diese beim P20 Pro noch stark an denen des iPhone X angelehnt, gibt es beim Mate 20 Pro nur noch zwei der vorigen Auswahlmöglichkeiten: Fotoautomat hellt das Gesicht auf, Bühnenbeleuchtung ersetzt den Hintergrund durch eine schwarze Fläche. Neu hinzugekommen sind Buntglas, Faltrollos und Pop: In den ersten beide Modi wirkt es so, als würde die porträtierte Person vor einem Buntglasfenster oder einem Rollo stehen. Dabei werden nicht nur Lichteffekte eingestreut, auch der Hintergrund wird ersetzt. Pop taucht das komplette Motiv in verschiedene Farben. Die neuen Beleuchtungsmöglichkeiten sind eine Spielerei, insgesamt finden wir sie witziger als die Auswahlmöglichkeiten zuvor.

Die Frontkamera hat 24 Megapixel und macht entsprechend gute Fotos. Auch hier können wir den Porträtmodus mit den neuen Beleuchtungsoptionen verwenden.

Insgesamt gefällt uns die neue Kamera des Mate 20 Pro gut. Die Detailschärfe ist beim neuen Modell aber etwas geringer als beim P20 Pro, das noch die Dreifachkamera mit Monochrom-Sensor verwendet. Verglichen mit dem Vorgänger Mate 10 Pro macht das Mate 20 Pro weitaus bessere Bilder, sowohl was die Farben als auch die Detailschärfe angeht.

Ultraweitwinkel ist in manchen Situationen hilfreich

Das neue Ultraweitwinkelobjektiv finden wir für Aufnahmen, die diesen Effekt vertragen können, sehr interessant - etwa Innenraumaufnahmen oder Bilder mit spektakulären Wolkenformationen. Von der Belichtung her erlaubt auch das Mate 20 Pro sehr ausgewogene Aufnahmen, der Nachtmodus funktioniert genauso gut wie beim P20 Pro und sorgt für merklich schärfere und besser belichtete Aufnahmen als die Konkurrenz.

Im Gespräch mit Golem.de haben Huawei-Vertreter zugegeben, dass das Unternehmen im Bereich Videoaufnahme gegenüber der Konkurrenz noch aufzuholen hat. Beim Mate 20 Pro versucht Huawei, den Videomodus zu verbessern. Der 4K-Modus hat jetzt eine Stabilisierung, das P20 Pro hatte diese noch nicht. Zudem gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Videobild stilistisch zu beeinflussen.

So können wir beispielsweise eine Person farbig im Video wiedergeben lassen, den Rest hingegen in Schwarz-Weiß. Dies ergibt einen interessanten Effekt, der allerdings nicht frei von Fehlern ist: Öfter flackert die bunte Person, Teile von ihr werden dann kurzfristig ebenfalls monochrom wiedergegeben. Das Tracking ist insgesamt nicht fehlerfrei. Auch der Porträtmodus, bei dem wir Videos mit scharfer Person und unscharfem Hintergrund aufnehmen können, hat seine Macken.

Spielereien bei der Videoaufnahme

Die restlichen Modi sorgen für Farbveränderungen, um das Video beispielsweise auf alt zu trimmen. Diese sind für uns mehr eine Spielerei, wir profitieren eigentlich nur von der nun endlich stabilisierten Videoaufnahme. Diese haben wir beim P20 Pro tatsächlich sehr vermisst.

Wie die Kamera des Mate 20 Pro im Vergleich zu anderen aktuellen Topsmartphones abschneidet, werden wir in einem separaten großen Kameratest überprüfen.

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 Neue Dreifachkamera erweitert kreativen SpielraumSoftware braucht offenbar noch etwas Schliff 
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wuttkea 27. Okt 2018

Das im Artikel angesprochene Problem, dass selbst Videos ohne Ton (Scrolling auf Twitter...

DeathMD 24. Okt 2018

Ja ist vermutlich gar keine so schlechte Idee. :D

McTristan 23. Okt 2018

Woher nimmst du deine unendliche Weisheit? Warum soll das Mate 20 Pro das nicht können...

eddie8 23. Okt 2018

Mir geht es umgekehrt: das Pixel 2 XL ist mir eigentlich zu bereit, sowohl für Einhand...

tk (Golem.de) 23. Okt 2018

Vorletzte Seite, viertletzter Absatz. :)


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