Mate 20 Pro: Einziges Huawei-Smartphone fliegt aus Android-Q-Betaprogramm

Das Mate 20 Pro von Huawei steht nicht mehr auf der Liste der Geräte, die die Entwicklervorabversion von Android Q unterstützen. Das ist auf Googles Webseite der Beta(öffnet im neuen Fenster) zu erkennen, Notebookcheck(öffnet im neuen Fenster) hat darüber berichtet.
Huaweis aktuelles Top-Modell der Mate-Serie ist erst zur Google I/O 2019 in die Reihe der Geräte vorgestoßen, auf die sich Nutzer die Betaversion von Android Q laden können. Zunächst unterstützte Google nur eigene Pixel-Geräte, seit kurzem aber auch Smartphones verschiedener anderer Hersteller.
Der Hintergrund des Rausschmisses aus dem Betaprogramm dürfte der jüngst von der US-Regierung gegen Huawei verhängte Boykott sein. US-Unternehmen dürfen aus Gründen der nationalen Sicherheit keine Geschäftsbeziehungen mehr zu Huawei unterhalten. Das beinhaltet auch Lizenzen wie die von Android.

Huawei selbst sagt, dass bereits veröffentlichte Geräte zunächst nicht betroffen seien - zumal die US-Regierung kurz nach Ankündigung des Boykotts bereits eine 90-tägige Schonfrist eingeräumt habe. Dennoch hat Google bezüglich des Betaprogramms von Android Q relativ schnell reagiert, vielleicht auch, um künftigen Schwierigkeiten mit der US-Regierung aus dem Weg zu gehen.
Huawei äußerte sich nach Ankündigung des Boykotts unterschiedlich bezüglich der sich daraus ergebenen Geschäftssituation. Huawei-Gründer Ren Zhengfei gab sich relativ unbeeindruckt , der Chef der Consumer Business Group, Richard Yu, zeigte sich hingegen nachdenklicher. In einem Interview mit The Information(öffnet im neuen Fenster) spricht der Manager von einer schwierigen Situation für das Unternehmen.
Huawei arbeitet bereits seit längerem an einem eigenen Betriebssystem für Smartphones und will dieses notfalls auch einsetzen. Die Frage ist, wie fortgeschritten die Entwicklung ist und wie attraktiv ein Smartphone ohne Google für viele Android-Nutzer sein wird.



