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Mate 1.8: Gnome-2-Fork bekommt neue Funktionen

Wenige aktuelle Gnome-Bibliotheken stehen nun in Mate 1.8 bereit. Das Team hat außerdem den Window-Manager, eigene Applets und die Softwareauswahl überarbeitet. Ein GTK3-Port und Wayland-Unterstützung stehen aber noch aus.
/ Sebastian Grüner
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Mate Desktop 1.8 ist erschienen. (Bild: The Mate Team/CC-BY-SA 3.0)
Mate Desktop 1.8 ist erschienen. Bild: The Mate Team/CC-BY-SA 3.0

Nach elfmonatiger Entwicklungszeit hat das Mate-Team Version 1.8(öffnet im neuen Fenster) seines Forks der Gnome-2-Oberfläche veröffentlicht. Die Entwickler haben sich dabei vor allem auf die Verbesserung eigener Funktionen konzentriert. So beherrscht der Window Manager Marco nun das Tiling von Fenstern Seite an Seite. Zudem kann die Oberfläche nun besser mit der originalen Fensterverwaltung Metacity genutzt werden.

Darüber hinaus ist es möglich, sich die Größe von Dateien in Caja auch mit Binärpräfixen(öffnet im neuen Fenster) anzeigen zu lassen. Nutzer können ein Mate-eigenes Paste-Werkzeug verwenden, um etwa Fehlermeldungen über Paste.mate-desktop.org(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung zu stellen.

Softwarebestandteile überarbeitet und ausgetauscht

Außerdem hat das Team diverse Applets überarbeitet oder gar neu geschrieben. Einige veraltete Pakete sind auch gegen neuere ausgetauscht worden. So nutzt Mate nun den Gnome-Schlüsselbund oder die Bibliothek für Basisfunktionen der Fensterverwaltung(öffnet im neuen Fenster) von Gnome. Zur Bluetooth-Administration weicht das Mate-Projekt auf das extern entwickelte Blueman(öffnet im neuen Fenster) aus.

Für die kommende Version 1.10 plant das Mate-Team die Unterstützung für GTK3, Wayland, Gstreamer 1.0 sowie eine komplette Integration von Logind aus dem Systemd-Projekt.

Aus Unzufriedenheit über die großen Veränderungen in der Bedienung, die Gnome 3 samt Gnome-Shell mit sich brachte, wird seit Ende 2011 die Entwicklung von Gnome 2 unter dem Namen Mate weitergeführt. Zur Installation von Mate bietet das Projekt Pakete für einige Distributionen(öffnet im neuen Fenster) an, von denen etwa Fedora oder Linux Mint Mate offiziell in ihre Quellen aufgenommen haben. Der Quellcode steht gepackt über die Mate-Server(öffnet im neuen Fenster) oder auch via Github(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit.


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