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Matchstick: Offene Chromecast-Alternative mit Firefox OS

Der Matchstick soll ermöglichen, was Chromecast versprochen, aber nicht eingehalten hat: sämtliche HD-Inhalte jederzeit überall hin zu streamen. Dafür nutzt das von Mozilla unterstützte Projekt Firefox OS und ein offenes Hardware-Design.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Matchstick soll eine offene Alternative zu Chromecast sein.
Der Matchstick soll eine offene Alternative zu Chromecast sein. (Bild: Matchstick)

Offenbar haben die Möglichkeiten des Chromecast viele Entwickler enttäuscht, so dass ein Team, das "viel zu viel Zeit in den tiefen Innereien von Plattformen wie Boot to Gecko, XBMC und Boxee" verbracht hat, nun die Alternative Matchstick erstellt. Es setzt auf das freie Betriebssystem Firefox OS, ein offenes SDK und die Offenlegung des Hardware-Designs. Erste Hinweise auf einen Prototyp des Geräts hat es bereits im Juni dieses Jahres gegeben.

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Noch unterstützt das System Anwendungen für Firefox OS nicht offiziell, so dass derzeit keine Apps in dem Marketplace verfügbar sind. Das soll sich aber mit der Verfügbarkeit des Geräts ändern. Die API-Bibliothek unterstützt momentan das Erstellen von Apps zum Senden von Android, iOS und Firefox OS sowie das Empfangen der Daten auf dem Matchstick. Chromecast-Anwendungen sollen durch ein einfaches Rekompilieren direkt auf der Alternative genutzt werden können. Der Code steht unter der MPL 2.0.

Die auf dem Matchstick ausgeführte Software verwendet HTML5, CSS und Javascript. Wegen der in dem SDK vorhandenen und wiederverwendbaren Bibliotheken lassen sich einfache Anwendungen mit vergleichsweise wenigen Zeilen Code schreiben. Die Übertragung der Daten kann dabei wahlweise über TLS verschlüsselt werden.

Mehr Speicher als Chromecast

Laut aktuellen Planungen ist der Matchstick mit 11 x 4 cm etwas größer als das Chromecast, bietet mit 1 GByte DDR3 SDRAM und 4 GByte eMMC aber doppelt so viel Speicher. Wie das Chromecast wird sich der Matchstick nur im 2,4-GHz-Band WLAN nach 802.11 b/g/n betreiben lassen. Zentraler Bestandteil des Geräts ist das RK 3066 SoC von Rockchip, das einen Dual-Core ARM Cortex-A9 Prozessor mit 1,2 GHz Takt sowie eine Mali-400 GPU mit vier Kernen vereint. Damit sollen sich Inhalte in 1080p übertragen lassen.

Um den Grafikchip zu benutzen, wird wahrscheinlich ein binärer Treiber von ARM eingesetzt. Der per Reverse Engineering erstellte und freie Lima-Treiber könnte aber zumindest von Bastlern ebenso benutzt werden. Das Referenzdesign des Gerätes wird unter der freien Lizenz CC-BY-SA 3.0 zum Download angeboten, so dass sich der Matchstick theoretisch nachbauen beziehungsweise verändern lassen kann.

Ab Februar für 25 US-Dollar

Finanziert wird das Gerät über Kickstarter, wobei bereits am ersten Tag das vom Team selbst gewählte Ziel von 100.000 US-Dollar erreicht wurde. Über die Crowdfunding-Plattform lässt sich derzeit ein Gerät für 18 US-Dollar sichern, der Verkaufspreis soll bei 25 US-Dollar plus Versand liegen. In den kommenden zwei Monaten soll die finale Produktion beginnen, der Matchstick soll auf der CES im Januar 2015 vorgestellt werden und ab Februar nächsten Jahres erhältlich sein.

Über ein spezielles Programm stellt das Team 250 Entwicklern Prototypen zum Erstellen erster Anwendungen und für breitere Tests zur Verfügung. Mozilla wird zusätzlich dazu App-Workshops mit ausgesuchten Entwicklern durchführen.



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Anonymer Nutzer 02. Okt 2014

Also wirklich stottern sollte es eigentlich nicht und die Latenzen sind für viele...

TarikVaineTree 01. Okt 2014

Nur dass ich das richtig verstehe: Das Teil gaukelt chromecastkompatiblen Apps vor, ein...

Everyday... 01. Okt 2014

Laut Kickstarter-Seite werden unteranderen Netflix und HBO Go unterstützt. Somit machen...

Anonymer Nutzer 01. Okt 2014

Das hat sich Golem aus den Fingern gesaugt!


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