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Masters of the Universe: Netflix stoppt Produktion des He-Man-Films

Seit Jahren wird an einem Film mit den Masters of the Universe gearbeitet, bei Netflix sollte er kommen – er kommt aber nicht.
/ Peter Osteried
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Seit mehr als 15 Jahren ist der Realfilm der Masters of the Universe in Entwicklung. (Bild: Mattel)
Seit mehr als 15 Jahren ist der Realfilm der Masters of the Universe in Entwicklung. Bild: Mattel

Die Entwicklung von Masters of the Universe als großer Realfilm ist eine traurige Geschichte, denn seit Jahren tut sich nichts. Dabei setzten Fans alle Hoffnungen auf Netflix, wo es einige Zeichentrickserien zum Franchise gibt und wo auch der Realfilm kommen sollte. Aber nun hat Netflix das Projekt gestoppt – nachdem man bereits 30 Millionen US-Dollar in die Entwicklung investiert hatte.

Netflix wollte nicht nur Masters of the Universe, sondern auch andere Mattel-Spielsachen filmisch umsetzen. Laut Variety(öffnet im neuen Fenster) hat sich das jetzt aber erledigt. Dabei waren für den Film schon einige Leute angeheuert. Regie sollte das The-Lost-City-Duo Adam und Aaron Nee übernehmen und He-Man mit Kyle Allen besetzt werden.

Manche Insider glauben sogar, dass Netflix bisher 60 Millionen US-Dollar in den Sand gesetzt hat. Der Film wurde seit 2007 von verschiedenen Studios entwickelt – zuerst Warner Bros., dann Sony Pictures. Regisseure wie John M. Chu waren involviert. Wieso Netflix nun den Stecker gezogen hat? Wegen der Befürchtung, dass das Budget außer Kontrolle geraten könnte?

Schließlich ist Masters of the Universe(öffnet im neuen Fenster) ein effektintensiver Film, da man eine ganze Welt erschaffen muss: Eternia. Dort kämpfen He-Man und seine wackeren Mitstreiter gegen den bösartigen Skeletor.

Schon diesen Februar sollten die Dreharbeiten starten. 200 Millionen US-Dollar Budget waren angesetzt, Netflix verlor dann an der Börse aber reichlich an Wert (nämlich an die 50 Milliarden Dollar), so dass man offenkundig ein paar teurere Projekte loswerden will.

Scott Stuber, der Kopf der Netflix-Filmabteilung war schnell dabei zu erklären, dass dem Streamer nicht das Geld ausgehe. Die Regisseure arbeiteten jüngst daran, das Budget zu verringern – ihre Planungen hätten einen 180 Millionen Dollar teuren Film ergeben.

Die Produzenten wollen den Film nun woanders unterbringen. Erste Gespräche mit Universal gab es bereits. Zudem hofft man, dass der diese Woche startende Barbie-Film ein riesiger Hit wird. Das würde, der Hollywood-Logik folgend, auch Masters of the Universe als anderes Mattel-Format wieder wertvoller machen.


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