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Master of Orion im Kurztest: Geradlinig wie der Himmelsäquator

Science-Fiction-Wochen bei Golem.de - nach No Man's Sky fliegen wir im Test zum Remake von Master of Orion fleißig weiter durch Löcher im Weltall.

Artikel von veröffentlicht am
Master of Orion Artwork
Master of Orion Artwork (Bild: Wargaming.net)

Master of Orion ist abgesehen von wenigen Details eine originalgetreue und moderne Umsetzung von Simtex' gleichnamigem, interstellarem Aufbauspiel von 1993. Die bekannten 4X-Pfeiler Erkunden, Ausbreiten, Ausbeuten und Ausrotten (explore, expand, exploit, exterminate) stützen auch die heutige Variante von Wargaming und den NGD Studios.

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Als Anführer der Menschen oder einer von zehn Alienrassen versucht der Spieler, ein Sternensystem nach dem anderen zu besiedeln. Nebenbei will die Flotte ausgebaut, die Forschung vorangetrieben und die Konkurrenz in die Schranken gewiesen werden. Den Sieg trägt meist der militärisch erfolgreichste Akteur davon. Es ist aber auch möglich, einen politischen oder wirtschaftlichen Sieg zu erringen.

Wir haben den Titel bereits einige Monate im Early Access begleitet und können bestätigen, dass sich Master of Orion insgesamt gut entwickelt hat. Der Tag-1-Patch hat zudem die künstliche Intelligenz noch einmal deutlich aufgebessert, so dass wir uns nun besser auf die automatische Erkundung unserer Aufklärer verlassen können und in den Gefechten auf mehr Gegenwehr treffen.

Schlachten in Echtzeit statt rundenbasiert

Apropos Kämpfe: In diesem Bereich unterscheiden sich Original und Remake am drastischsten. Während Simtex' Master of Orion auf rundenbasierte Kämpfe setzt, wird hier in Echtzeit geschossen. Auch wenn sich die Weltraumkriege immer noch pausieren lassen, fehlt uns das alte System. Zwar sehen die Kämpfe nun deutlich spektakulärer aus, sobald größere Flotten aufeinandertreffen. Aber sie sind auch sehr viel unübersichtlicher und fühlen sich weniger komplex an. Schnell haben wir den Computer unsere Kämpfe für uns austragen lassen.

  • Master of Orion (Quelle: Wargaming.net)
  • Master of Orion (Quelle: Wargaming.net)
  • Master of Orion (Quelle: Wargaming.net)
  • Master of Orion (Quelle: Wargaming.net)
  • Master of Orion (Quelle: Wargaming.net)
  • Master of Orion (Quelle: Wargaming.net)
  • Master of Orion (Quelle: Wargaming.net)
  • Master of Orion (Quelle: Wargaming.net)
  • Master of Orion (Quelle: Wargaming.net)
  • Master of Orion (Quelle: Wargaming.net)
  • Master of Orion (Quelle: Wargaming.net)
  • Master of Orion (Quelle: Wargaming.net)
  • Master of Orion (Quelle: Wargaming.net)
  • Master of Orion (Quelle: Wargaming.net)
  • Master of Orion (Quelle: Wargaming.net)
  • Master of Orion (Quelle: Wargaming.net)
Master of Orion (Quelle: Wargaming.net)

Nicht gut gefallen uns zudem die Menüs und Textboxen. Zugegeben, Spieler haben durch ausgiebig große Knöpfe, viele Grafiken und die allgemein relativ geringe Komplexität schnell den Dreh raus, wie das Spiel funktioniert. Aber auf kleinen Monitoren oder Bildschirmen mit einer hohen Pixeldichte sind einige Texte nur schwer zu lesen.

Oft haben wir im Test bemerkt, wie wir minutenlang auf einen minimalen Abschnitt unseres Monitors gestarrt haben. Der große Rest der Oberfläche blieb ungenutzt, unanimiert und nutzlos bezüglich der nächsten großen Entscheidung. Ein Ärgernis, dem viele 4X-Sci-Fi-Spiele zum Opfer fallen. Stellaris oder Endless Space sind in diesem Bereich kein Stück besser. Einzig Firaxis' Beyond Earth nutzt die volle Bildschirmfläche der Monitore ansatzweise effizient für Entscheidungen über Politik und das Militär.

Abseits davon leistet sich das neue Master of Orion nur wenige kleine Schwächen, die primär darauf zurückzuführen sind, dass es sich den ersten Serienteil zum Vorbild genommen hat - und nicht das komplexere und insgesamt deutlich anspruchsvollere Master of Orion 2.

Nach zwei Durchgängen mit der Releaseversion haben wir gefühlt schon zu oft die immer gleiche Runde gespielt. Es fehlen interessante Szenarien mit Handlung, facettenreichere Universen, komplexere Baumöglichkeiten und Persönlichkeiten in der eigenen Flotte - Dinge, an die man sich als Fan der Serie oder der Konkurrenz bereits gewöhnt hatte.

Verfügbarkeit

Plattform: Windows, Mac OS, Steam OS
Veröffentlichung: 25. August 2016
Preis: 30 Euro
Sprache: Deutsch
USK: Freigabe ab 12 Jahren

Fazit: plus und minus

+ stimmige Weltall-Atmosphäre
+ Trotz mäßigem Interface schnell erlernt, gut für Einsteiger ins Genre
+ Weltraumschlachten mit mehreren Schiffen und Formationen
+ Rassen-Editor
+ Aufrüsten der Flotte macht Spaß

- Rassen nicht abwechslungsreich genug
- Partien spielen sich zu ähnlich (unabhängig von der Siegbedingung)
- Simple Gefechte
- Basenaufbau nach dem immer gleichen Schema
- Nicht so tiefgängig wie die Konkurrenz
- Es fehlen Charaktere und besondere Ereignisse



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DerVorhangZuUnd... 09. Sep 2016

Ich habe mehrmals versucht MOO3 anzuspielen. MOO2 war seinerzeit super, genau so wie der...

Single Density 09. Sep 2016

Skript-Kiddy? Nein, was Du getan hast, kann nur ein Gott! :-)

ooKEKSKILLERoo 08. Sep 2016

Gibts da immer noch das Karten ziehen? Ich versteh nicht, warum man sowas als Kampfsystem...

Lanski 06. Sep 2016

Dann sieh dir ganz ernsthaft mal Stellaris an ... damit hat Paradox echt ein Juwel...

Lanski 06. Sep 2016

Schon, wobei G-Civ (Galactic Civilizations) allerdings irgendwie ... nich so dolle ist...


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