Masten Space Systems: Ungiftigerer Treibstoff für Raumschiffe und Satelliten

Bisher sind Schutzanzüge beim Tanken von Satelliten und Raumschiffen unverzichtbar. Ein neuer ungiftigerer Treibstoff soll das ändern.

Artikel von veröffentlicht am
Der Umgang mit dem Treibstoff erforderte bisher zwingend Schutzanzüge.
Der Umgang mit dem Treibstoff erforderte bisher zwingend Schutzanzüge. (Bild: ESA)

Der Mondlander des privaten Raumfahrtunternehmens Masten Space Systems soll mit einem neuen Treibstoff landen, der weniger giftig ist als bisher verwendete Treibstoffe. Bisher waren die lagerbaren, hypergolischen Treibstoffe für diesen Zweck so giftig, dass Schutzanzüge beim Betanken von Raumschiffen und Satelliten unbedingt nötig waren.

Stellenmarkt
  1. Wirtschaftsinformatiker als Projektmanager (m/w/d)
    Württembergische Versicherung AG, Stuttgart
  2. IT-Produktmanager (m/w/d) SAP
    Bayerische Versorgungskammer, München
Detailsuche

Das US-Unternehmen hat eine neue Mischung namens MXP-351 getestet, um die bisherige Mischung aus Hydrazinderivaten und Stickstofftetroxid bei seinen Flügen zu vermeiden. Der neue Treibstoff entwickelt zwar 5 Prozent weniger Schub, dafür reicht beim Tanken eine einfache Atemschutzmaske. Nach Aussage des Unternehmens ist auch diese Maske beim Umgang mit dem Treibstoff eigentlich überflüssig, sie wurde aber als Sicherheitsmaßnahme empfohlen.

Der neue Treibstoff entzündet sich selbst

Hypergolische Treibstoffe haben die Eigenschaft, sich spontan zu entzünden, wenn sie miteinander in Kontakt kommen. Triebwerke mit solchen Treibstoffen brauchen keinen Zündmechanismus, womit sie flexibler und zuverlässiger als andere sind. Außerdem müssen sie nicht auf tiefe Temperaturen abgekühlt werden und können so für lange Zeit in den Tanks verbleiben.

Diese Art von Treibstoff wurde ursprünglich für Interkontinentalraketen entwickelt, die über Jahre einsatzbereit in Raketensilos stehen sollten. Er kam aber wegen der hohen Zuverlässigkeit auch in Trägerraketen zum Einsatz. Moderne Raketen setzen weniger giftige Treibstoffe ein, aber fast alle Satelliten und Raumschiffe arbeiten noch immer damit.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Die Kombinationen aus den sehr giftigen Stoffen Stickstofftetroxid und Monomethylhydrazin oder Unsymmetrischen Dimethylhyrdazin gilt dabei wegen der relativ guten Leistung als Standard. Weniger giftige Kombinationen, etwa aus Kerosin und Wasserstoffperoxid oder Salpetersäure als Oxidator, sind deutlich ineffizienter. In der Folge müssten Satelliten und Raumschiffe zu viel Treibstoff mitführen. MXP-351 gleicht einen Teil der verlorenen Leistung durch seine höhere Dichte aus, womit etwas kleinere und leichtere Tanks benötigt werden.

Historisch wurden auf der Suche nach hypergolischen Treibstoffen schon viele Substanzen untersucht. So lässt sich fast jeder brennbare Stoff mit Chlortriflourid zu einem hypergolischen Treibstoff kombinieren. Nach einem Unfall, bei dem etwa eine Tonne des Stoffs auslief, und dabei den Betonboden unter dem Behälter verbrannte, wurde die Entwicklung aber eingestellt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Astro
Amazons erster Roboter kostet 1.500 US-Dollar

Astro heißt der erste Roboter von Amazon. Es ist eine Art rollender Echo Show mit Schwerpunkt auf Videoüberwachung.

Astro: Amazons erster Roboter kostet 1.500 US-Dollar
Artikel
  1. Amazon Alexa: Neuer Echo Show mit Personenerkennung wird aufgehängt
    Amazon Alexa
    Neuer Echo Show mit Personenerkennung wird aufgehängt

    Amazon erfindet den Echo Show neu: Der Echo Show 15 hat ein besonders großes Display und kann Personen erkennen.

  2. Cupra Urban Rebel: VW-Tochter kündigt Elektrorenner für 25.000 Euro an
    Cupra Urban Rebel
    VW-Tochter kündigt Elektrorenner für 25.000 Euro an

    Autobauer Cupra bringt mit dem Urban Rebel ein günstiges Elektroauto für all jene auf den Markt, denen der ID.Life von VW zu langweilig ist.

  3. Blink Video Doorbell: Amazon stellt Videotürklingel für 60 Euro vor
    Blink Video Doorbell
    Amazon stellt Videotürklingel für 60 Euro vor

    Amazon hat eine Videotürklingel unter dem Blink-Label vorgestellt. Sie soll vor allem mit einem günstigen Preis überzeugen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Echo Show 15 249,99€ • eero 6 Wifi 6 System 3er-Pack 299€ • Saturn-Aktion: Win 10-Laptop oder PC kaufen, kostenloses Upgrade auf Win 11 erhalten • Bosch Professional & PC-Spiele von EA günstiger • Alternate (u. a. Asus TUF Gaming-Monitor 23,8" FHD 165Hz 179,90€) • 6 UHDs kaufen, nur 4 bezahlen [Werbung]
    •  /