Massiver Stellenabbau: Deutsche Telekom will Filialnetz ausdünnen

Bei der Telekom sollen 1.200 Arbeitsplätze im Filialbereich wegfallen. Die Nachfrage in den Shops sei massiv gefallen, die Kunden bestellen lieber online.

Artikel veröffentlicht am ,
Telekom-Shops werden weniger genutzt.
Telekom-Shops werden weniger genutzt. (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom will die Zahl ihrer Verkaufsstandorte zusammenstreichen. Das Netz mit rund 500 eigenen Geschäften sei inzwischen überdimensioniert, die Zahl soll auf 460 sinken, berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Konzernkreise. Noch drastischer soll der Einschnitt bei der Belegschaft ausfallen: Von den 4.500 Stellen sollen rund 1.200 wegfallen.

Stellenmarkt
  1. Product Lead (f/m/d)
    NEXPLORE Technology GmbH, Essen, Darmstadt, München
  2. IT-Systembetreuer (m/w/d)
    Pickenpack Seafoods GmbH, Lüneburg
Detailsuche

Die Nachfrage sei in den vergangenen Jahren massiv gefallen, daher sei der Plan alternativlos, erklärte ein Insider.

Die finalen Details und den Zeitplan will die Firmenspitze in Gesprächen mit dem Betriebsrat klären. Die Verhandlungen sollen zeitnah anlaufen, hieß es in Konzernkreisen. Das Unternehmen erklärte auf Anfrage, sich nicht an Spekulationen zu beteiligen, verwies aber generell darauf, dass die "Kundenfrequenz im Einzelhandel" sinke, während das Onlinegeschäft an Bedeutung gewinne.

Viele Tarifänderungen und Neubuchungen können Kunden im Online-Chat bei der Telekom erledigen. Dort sparen Kunden Zeit und können in der Pause schnell Anfragen stellen.

Golem Karrierewelt
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    12./13.12.2022, virtuell
  2. IT-Sicherheit für Webentwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    07./08.02.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Verdi-Sprecher Richard Rother sagte Golem.de auf Anfrage: "Sollte die Meldung zutreffen, wären - gemessen an der Betriebsgröße - solche Pläne für Stellenstreichungen das größte Arbeitsplatzabbauprogramm in der Geschichte der Telekom." Verdi fordere die Konzernführung auf, die Karten offen auf den Tisch zu legen. Das Unternehmen dürfe "sich nicht auf dem Rücken der Beschäftigten austoben."

Laut einer Verdi-Umfrage unter Beschäftigten der Telekom ist die Arbeitsintensität wegen mangelhafter interner Prozesse alarmierend hoch und ein starker Belastungsfaktor für die Beschäftigten. 64,3 Prozent geben an, oft oder sehr häufig "bei der Arbeit gestört oder unterbrochen zu werden" und 52,7 Prozent "fühlen sich bei der Arbeit gehetzt oder stehen unter Zeitdruck". Diese Faktoren wirken für weit mehr als die Hälfte aller Betroffenen in "starkem" beziehungsweise "eher starkem" Maße belastend. Knapp die Hälfte der Beschäftigten berichtet von einer Verdichtung der Arbeit - sie "müssen mehr in der gleichen Zeit schaffen".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Thaodan 03. Jul 2019

Kann ich nur zustimmen. Schon heute kommt oft, kann ich nicht so viel darf ich nicht...

qq1 03. Jul 2019

die läden waren mehr mit saft.

rizzorat 03. Jul 2019

Da ich nie ein Handy vom Provider nehme. Wat soll ich da? Die sind da nicht kompetenter...

Faraaday 03. Jul 2019

Geht man in die Filiale bekommt man ja auch keine Hilfe. Oft ist Anrufen sinnvoller...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Amazon Shopper Panel
Amazon zahlt für Überwachung des Smartphone-Datenverkehrs

Wer seinen gesamten Smartphone-Datenverkehr über Amazons Server leitet, wird mit einem monatlichen Gutschein dafür bezahlt.

Amazon Shopper Panel: Amazon zahlt für Überwachung des Smartphone-Datenverkehrs
Artikel
  1. Northrop Grumman: B21 Raider als erster digitaler Bomber vorgestellt
    Northrop Grumman
    B21 Raider als erster digitaler Bomber vorgestellt

    Northrop Grumman hat mit dem B-21 Raider eine neuen Tarnkappenbomber vorgestellt. Dabei kamen agile Softwareentwicklung und digitales Engineering zum Einsatz.

  2. Soziale Netzwerke: Liken bei Hasspostings kann strafbar sein
    Soziale Netzwerke
    Liken bei Hasspostings kann strafbar sein

    Facebook-Nutzer, die nicht davor zurückschrecken, diskriminierende oder beleidigende oder Postings zu liken, sollten sich das gut überlegen. Denn das Drücken des Gefällt-mir-Buttons kann hier erhebliche rechtliche Folgen haben.
    Von Harald Büring

  3. Konflikt mit den USA: Snowden verteidigt seine russische Staatsbürgerschaft
    Konflikt mit den USA
    Snowden verteidigt seine russische Staatsbürgerschaft

    Eigentlich wollte Edward Snowden parallel die US-amerikanische Staatsbürgerschaft behalten - das wurde ihm unmöglich gemacht.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Bundle vorbestellbar • SanDisk Extreme PRO 1TB 141,86€ • Amazon-Geräte bis -53% • Mindstar: Alphacool Eiswolf 2 AiO 360 199€, AMD-Ryzen-CPUs zu Bestpreisen • Alternate: WD_BLACK P10 2TB 76,89€ • Advent-Tagesdeals bei MediaMarkt/Saturn • Thrustmaster Ferrari GTE Wheel 87,60€ [Werbung]
    •  /