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Massenverkäufe: Teslas sind nicht mehr Hertz' Sache

Der Autovermieter Hertz trennt sich von Teilen seiner Tesla-Flotte und anderen Elektroautos und setzt stattdessen auf Verbrennerfahrzeuge.
/ Andreas Donath
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Hertz vermietet  Teslas. (Bild: Hertz)
Hertz vermietet Teslas. Bild: Hertz

In einer dramatischen Kehrtwende kündigte Hertz Global Holdings am 11. Januar 2024 laut Reuters(öffnet im neuen Fenster) an, rund 20.000 Elektrofahrzeuge, vor allem Teslas, aus seiner US-Mietflotte zu verkaufen. Dies geschieht knapp zwei Jahre, nachdem Hertz eine Vereinbarung mit Tesla getroffen hat, um dessen Fahrzeuge zur Vermietung anzubieten.

Hertz verkauft das Tesla Model 3 für weniger als 20.000 Dollar – fast die Hälfte des Grundpreises. Der Bestand an gebrauchten Elektroautos umfasst mehr als 700 Fahrzeuge, darunter BMW i3, Chevy Bolt und Tesla Model 3 und Y.

Der Schritt signalisiert, dass sich die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen deutlich abgekühlt hat. Hertz ist nun der Ansicht, dass benzinbetriebene Autos finanziell sinnvoller sind, und führt höhere Kosten im Zusammenhang mit Unfällen für E-Fahrzeuge an.

CEO Stephen Scherr wies bereits im vergangenen Jahr auf die höheren Kosten für die Vermietung von Teslas hin.

Hertz rechnet beim Verkauf der Elektroautos mit einem Abschreibungsaufwand in Höhe von 245 Millionen US-Dollar.

Bisher wollte Hertz bis Ende 2024 ein Viertel seiner Flotte elektrisch betreiben. Das Unternehmen wird sich nun darauf konzentrieren, die Rentabilität der verbleibenden Elektrofahrzeuge zu verbessern, nachdem die Pläne, 100.000 Teslas und 65.000 Polestars zu bestellen, auf Eis gelegt wurden.

Hertz gibt jedoch an, bis zum Jahr 2030 70 bis 90 Prozent seiner europäischen Flotte zu elektrifizieren, um langfristige Emissionsziele zu erreichen.

Konkurrent Sixt gab bekannt, dass das Unternehmen die Tesla-Fahrzeuge in der Flotte reduzieren wird. Laut der E-Mail schafft der Autoverleiher nicht nur keine neuen Autos des Herstellers mehr an, sondern baut auch den aktuellen Bestand an Tesla-Mietwagen ab. Als Begründung nannte Sixt vor allem den niedrigen Restwert der Tesla-Modelle. Schuld daran seien unter anderem die hohen Preisreduktionen, die der US-Hersteller gewährt habe. Da Teslas Preispolitik generell kaum berechenbar sei, lasse sich auch der Wiederverkaufswert nur schlecht kalkulieren.


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