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Rasterfahndung by Design und Default

Palantir – wie jede Alternative, die ontologisch arbeitet – ist eine Rasterfahndung by Design und Default. Ja, auch Lösungen aus Deutschland oder Europa, wie ArgonOS von Chapsvision, das vom deutschen Verfassungsschutz eingesetzt wird. Der Einsatz von ArgonOS(öffnet im neuen Fenster) soll voraussichtlich ab 2028 im Rahmen von P20 des Innenministeriums bundesweit für Strafverfolgungsbehörden ermöglicht werden.

In P20(öffnet im neuen Fenster) sollen zukünftig alle deutschen Polizeibehörden eine gemeinsame IT nutzen, beispielsweise über die Zentrale Informations-Management-Plattform (ZIMP) für die über 320.000 Polizeibeschäftigten. Und es soll ein gemeinsames Datenhaus geben, das genutzt werden kann, mit einem P20-Datenhaus-Ökosystem und einem zentralen Speicherort für alle polizeilichen Daten der Polizeibehörden der 16 Bundesländer und des Bundes.

Die erhebliche Problematik solcher Systeme wurde technisch gut nachvollziehbar in der Stellungnahme der AG Kritis zur Anhörung im Innenausschuss des Niedersächsischen Landtages zur Einführung von Palantir(öffnet im neuen Fenster) dargelegt.

Im Rahmen einer Klage von Palantir gegen das Schweizer Medium Republik, die Palantir in 22 von 23 Punkten verloren hat, darf Palantir inzwischen berechtigt als Hersteller für "Überwachungstechnologie" und "tödliche Kriegswaffen" bezeichnet werden(öffnet im neuen Fenster).

Gotham ermöglicht KI-Steuerung im Militär

Eine wichtige Softwarelösung von Palantir, die Software Gotham, wird von Palantir für Militär, Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden beworben. Die Plattform(öffnet im neuen Fenster) wird als "Operating System for Global Decision-Making" dargestellt und unterstützt durch Zielauswahl eine "KI-gestützte Kill Chain", zum Beispiel für Soldaten zur Identifikation von Zielen und zur nahtlosen Zuordnung von Zielwirkmitteln ("target identification and target effector pairing").

Gotham ermöglicht dabei auch die auf KI-gesteuerten Regeln basierende autonome Aufgabenverteilung von Sensoren, von Drohnen bis zu Satelliten. Alternativ können auch manuelle Eingaben für eine Human-in-the-Loop-Steuerung Berücksichtigung finden.

Foundry führt isolierte Daten für Unternehmen zusammen

Während Gotham für Militärs und Strafverfolgungsbehörden und den Einsatz auf dem Schlachtfeld entwickelt wurde, richtet sich die Software Foundry(öffnet im neuen Fenster) als weitere Plattform von Palantir eher an Kunden aus der Wirtschaft. Foundry basiert auf dem gleichen Prinzip, also der Zusammenführung isolierter Informationen und Datentöpfe für eine erweiterte Analysemöglichkeit. So können Unternehmen ihre Daten zentralisieren, bereinigen und daraus anschließend Erkenntnisse gewinnen.

AIP verbindet KI mit Daten und Geschäftsprozessen

Die Artificial Intelligence Platform (AIP)(öffnet im neuen Fenster) von Palantir wiederum verbindet KI mit Daten und Geschäftsprozessen, egal ob Militär, Strafverfolgungsbehörde, Geheimdienst oder Unternehmen. Das geschieht ungeachtet dessen, ob es illegal, illegitim, verfassungsrechtlich oder völkerrechtlich zulässig ist.

Auch das Trennungsgebot von Polizei und Geheimdiensten(öffnet im neuen Fenster) in Deutschland wird dabei vollständig aufgehoben. Denn die Technik schafft dadurch unumkehrbare Fakten. AIP "kombiniert die von uns für Industriepartner und das Militär entwickelten Technologien des maschinellen Lernens mit den neuesten großen Sprachmodellen", wie CEO Alex Karp 2023 erklärte(öffnet im neuen Fenster).

Gaia ist die Geodatenplattform von Palantir

Gaia ist eine Geodatenplattform von Palantir(öffnet im neuen Fenster), die sich ebenfalls in alle anderen Produkte von Palantir nahtlos integrieren(öffnet im neuen Fenster) lässt und die darin enthaltenen Daten auf einer Echtzeitkarte(öffnet im neuen Fenster) visualisiert. Mit Gaia können sogenannte Einsatzpartner in alle Phasen von Einsätzen integriert werden. Eine mit Daten angereicherte Kartenansicht ermöglicht dabei die Integration von Einsatzinformationen und unterstützt dadurch die Einsatzplanung, -durchführung und -abwicklung nahezu in Echtzeit.

Apollo verteilt Updates

Für die Verteilung neuer Funktionen und Aktualisierungen nutzt Palantir die Plattform Apollo(öffnet im neuen Fenster). Sie bildet eine zusätzliche Softwareschicht zwischen den eigentlichen Anwendungen und der darunterliegenden Hardware beziehungsweise IT-Infrastruktur. Über Apollo können Updates, Konfigurationsänderungen und neue Funktionen zentral verwaltet und automatisiert ausgerollt werden.

Nach Angaben des Unternehmens funktioniert das auch in weit verzweigten oder schwer erreichbaren IT-Umgebungen. Selbst Endgeräte im Außeneinsatz, etwa Laptops oder Smartphones, sollen sich dadurch ohne manuelle Eingriffe vor Ort kontinuierlich aktualisieren lassen, während die Software weiter genutzt wird.

Palantir beschreibt Apollo als Grundlage dafür, Software-as-a-Service auch in Umgebungen bereitzustellen, in denen klassische Clouddienste bislang kaum einsetzbar waren. Die Plattform soll dafür sorgen, dass sämtliche angeschlossenen Systeme fortlaufend aktualisiert, konfiguriert und betriebsbereit gehalten werden.


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