Massenentlassungen: Meta opfert wohl tausende Jobs der Kritik am Metaverse
Meta will in dieser Woche Massenentlassungen ankündigen. Wie das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, werden voraussichtlich "viele Tausend Beschäftigte betroffen sein" . Eine offizielle Ankündigung ist nach den Angaben für Mittwoch geplant. Meta mit seinen Marken Instagram, WhatsApp, Meta Quest (Oculus) oder Facebook meldete Ende September mehr als 87.000 Beschäftigte.
Meta-Manager hätten bereits erklärt, dass ab dieser Woche nicht unbedingt notwendige Dienstreisen storniert werden sollen, sagten die Quellen dem Wall Street Journal. Die geplanten Entlassungen wären der erste umfassende Personalabbau in der 18-jährigen Firmengeschichte.
Meta hatte in den Jahren 2020 und 2021 mehr als 27.000 Neueinstellungen durchgeführt und in den ersten neun Monaten dieses Jahres weitere 15.344 eingestellt. Die Aktie von Meta ist in diesem Jahr um mehr als 70 Prozent gefallen.
Vergangenen Monat forderte der Investor Altimeter Capital in einem offenen Brief an Mitgründer und Chief Executive Mark Zuckerberg, dass Meta Personal abbauen und seine Ausgaben für das Metaverse senken solle. Diese sind so stark gestiegen, dass der freie Cashflow im vergangenen Jahr um 98 Prozent gefallen ist. Ein Großteil der steigenden Kosten von Meta verursachen die Reality Labs, eine Abteilung des Unternehmens, die für Virtual- und Augmented-Reality-Headsets sowie die Schaffung des Metaversums verantwortlich ist. Dazu kommen Ausgaben für Reels, Metas Tiktok-ähnliche Kurzform-Videoplattform auf Instagram.
Druck auch durch Tiktok und Apple
Mit dem Metaverse will der US-Konzern eine virtuelle Welt erbauen, in die man sich mit einem Avatar und VR-Brille einloggt. Im Jahr 2019 startete Facebook eine soziale Virtual-Reality-Welt mit dem Titel Facebook Horizon, die im Jahr 2021 in Meta Platforms umbenannt wurde. Doch das Metaverse hat deutlich unter 200.000 Nutzer statt der halben Million, die man sich als Ziel gesetzt hatte. Das Metaverse hat das Unternehmen seit Anfang letzten Jahres 15 Milliarden US-Dollar gekostet.
"Der Fahrplan und die Begründung des Managements für diese Strategie finden weiterhin keine Resonanz bei den Anlegern" , betonten Analysten von RBC Capital Markets in einer Mitteilung. Zudem wächst der Konkurrenzdruck von Tiktok. Zudem hat Apple die Fähigkeit von Social-Media-Plattformen eingeschränkt, Anzeigen gezielt auszurichten.
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