Massenentlassung im Kryptowinter: Robinhood verliert Nutzer - und Mitarbeiter

Der Kryptowinter hat die Handelsplattform hart getroffen. Ausbaden müssen es die Mitarbeiter. Dazu kommt eine Millionenstrafe.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
Die Zahlen sind nicht gut.
Die Zahlen sind nicht gut. (Bild: Robinhood)

Die Handelsplattform Robinhood startet mit schlechten Zahlen ins zweite Halbjahr. Aus dem Geschäftsbericht für das zweite Quartal 2022 geht ein weiterer Rückgang der Umsätze durch Transaktionen sowie ein Rückgang der aktiven Nutzer hervor.

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Das Unternehmen habe mit einer "Reorganisation" reagiert, so CEO Vladimir Tenev - also der Entlassung von fast einem Viertel der Angestellten. Am 2. August gab Tenev in einem Blogpost bekannt, dass man die Belegschaft um etwa 23 Prozent verkleinern wolle. Bereits im Frühjahr entließ Robinhood 9 Prozent der damaligen Belegschaft. Dieser Schritt sei damals "nicht weit genug" gegangen.

Tenev bezeichnet "diese Art von Veränderungen" als "beunruhigend". Er übernehme die Verantwortung für die im letzten Jahr getroffene Vergrößerung der Belegschaft unter der Annahme, dass das Wachstum sich 2022 fortsetzen werde. "Ich fühle mich unglaublich privilegiert und glücklich, dass ich die Gelegenheit habe, mit Ihnen allen etwas aufzubauen", schreibt er den verbleibenden Angestellten. Bis zum vergangenen Jahr war Tenev laut Forbes Milliardär.

Schlagzeilen wie diese wiederholen sich seit einigen Monaten in der Kryptobranche. Das Wiener Fintech-Start-up Bitpanda entließ Ende Juni 2022 200 Mitarbeiter, ein Viertel seiner Belegschaft. Coinbase kündigte am 14. Juni 2022 von einem auf den nächsten Tag Hunderten Angestellten. Die NFT-Handelsplattform Opensea entließ im Juli 20 Prozent der gesamten Belegschaft.

Nutzerrückgang und Millionenstrafe

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Robinhood beschloss das zweite Quartal 2022 mit einem leichten Plus im Gesamtumsatz im Vergleich zum zurückliegenden ersten Quartal. Den Vergleich zum Vorjahresquartal vermeidet das Unternehmen in seiner Pressemitteilung zunächst - denn gegenüber dem zweiten Quartal 2021 hat sich der Gesamtumsatz fast halbiert. Der transaktionsbasierte Umsatz sackte das vierte Mal in Folge ab, auf 202 Millionen US-Dollar. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer ging um fast 2 Millionen auf 14 Millionen zurück.

Dazu kommt eine Strafe in Höhe von 30 Millionen US-Dollar, die in New York aufgrund "erheblicher Versäumnisse in den Bereichen Bankgeheimnis/Antigeldwäsche und Cybersicherheit" gegen Robinhood verhängt wurde. "Alle im Staat New York lizenzierten Unternehmen für virtuelle Währungen unterliegen denselben Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche, Verbraucherschutz und Cybersicherheit wie herkömmliche Finanzdienstleistungsunternehmen", sagte ein Sprecher der Behörde. Ursache für den Nutzerrückgang bei Robinhood ist der anhaltende Kryptowinter. Im Mai 2022 stürzten die Kurse für Bitcoin und andere Kryptowährungen rapide ab, nachdem sie sich noch im November 2021 auf einem Allzeithoch befanden. Auf den Krypto-Crash folgten zahlreiche Pleiten. Der Hedgefonds Three Arrow Capital, die Kryptobank Celsius und der Krypto-Broker Voyager Digital meldeten allesamt Insolvenz an.

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