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Der Schatz am Ende des Regenbogens

An dieser Stelle kommt dann regelmäßig der Einwand: "Es gibt so viele neue Ideen und technologische Ansätze. Du kennst die Zukunft nicht – es gibt sicher bald einen Durchbruch."

Nun, mit Gläubigen ist schlecht zu argumentieren. Natürlich kenne ich die Zukunft nicht - genauso wenig wie die Zukunfts-, Technologie- und KI-Gläubigen selbst. Doch wir alle sollten eigentlich wissen, dass „Morgen wird alles besser" genauso wenig stimmt wie „Früher war alles besser."

Ich kenne aber den ewigen Wert mathematischer Beweise. Und ich kenne den Wert nüchterner, wissenschaftlicher Betrachtung. Wir sollten beide ernst nehmen, denn sie haben uns dahin gebracht, wo wir technologisch stehen.

Und ich (er)kenne die Strategien von mächtigen Industrien:

Frei nach Hölderlin: "Die Erde wird zur Hölle, wenn alle sie zu ihrem Paradies machen wollen."

Fazit

Auch aktuelle KNN-Architekturen sind sehr weit von der Turing-Mächtigkeit entfernt. Das hat weitreichende Konsequenzen: Der menschliche Verstand ist mindestens Turing-mächtig, und es gibt plausible Argumente für seine Hyper-Turing-Mächtigkeit. Damit spielen Propheten der nahenden Emergenz einer AGI (Artificial General Intelligence) – also einer künstlichen menschenähnlichen Intelligenz – in derselben Liga wie Propheten von Weltuntergangsterminen.

Diese begrenzte Mächtigkeit limitiert, was mit KNNs möglich ist. Mit diesen und anderen Hürden in der Praktikabilität und Leistungsfähigkeit von KNN befassen wir uns in der nächsten Folge.

TL;DR

Der Hodscha hat sich vom Nachbarn einen Topf ausgeliehen, den er ihm nach Gebrauch zurückgibt. In den Topf aber hat er ein Töpfchen gestellt, und als der erstaunte Nachbar fragt, was das denn bedeute, antwortet er: »Der Topf war wohl trächtig, er hat ein Junges bekommen.«

Nach einiger Zeit leiht sich der Hodscha wieder einmal den Topf vom Nachbarn aus. Die Zeit vergeht, aber der Hodscha gibt den Topf nicht wieder zurück. Schließlich verlangt der Eigentümer seinen Topf zurück. Doch der Hodscha meint betrübt: »Mein Beileid, dein Topf ist leider gestorben.«

»Seit wann kann denn ein Topf sterben?«, fragt der Nachbar.

»Oho, Herr Nachbar«, erwidert da der Hodscha, »dass Töpfe Junge kriegen, glaubst du gerne, aber dass sie sterben, das glaubst du nicht?«

P.R. Rhesia ist ein Pseudonym. Die Person hat einen Abschluss in Computer Science mit Bestnoten in der Theoretischen Informatik. Sie möchte ihrer gesellschaftlichen Verantwortung als Wissenschaftler und Techniker nachkommen und Aufklärung zum Thema KI leisten, ohne dafür mit emotionalen Debatten vor der Haustür "belohnt" zu werden, und schreibt daher unter Pseudonym.


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