Abo
  • Services:

Maschinenlernen: Google X simuliert Gehirn mit 16.000 Prozessorkernen

Forscher von Google und der Stanford-Universität haben ein neuronales Netz mit 16.000 Prozessoren gebaut und damit ein System zum Maschinenlernen getestet. Es lernte selbstständig, Menschen- und Katzengesichter zu erkennen.

Artikel veröffentlicht am ,
Neuronen: Gehirn mit 16.000 Prozessorkernen simuliert
Neuronen: Gehirn mit 16.000 Prozessorkernen simuliert (Bild: Allen Institute)

Wissenschaftler vom Google X Labor und der Stanford-Universität haben ein simuliertes Gehirn aus 1.000 Computern gebaut. Damit simulierten sie Vorgänge im menschlichen Gehirn. Das System erwies sich als besonders gut beim Erkennen von Menschen und Katzen.

Neuronales Netz

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Stuttgart
  2. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Schweinfurt

Das simulierte Gehirn besteht aus 16.000 Prozessorkernen. Diese bilden ein neuronales Netz mit einer Milliarde Verschaltungen. Dieses System haben die Forscher mit rund 10 Millionen Bildern gefüttert, die sie nach dem Zufallsprinzip aus dem Videoportal Youtube herausgesucht hatten. Drei Tage lang analysierte das System die Bilder.

Normalerweise wird Maschinenlernen vom Menschen überwacht, dabei bekommt der Computer Hinweise, nach bestimmten Merkmalen zu suchen. Dieser hingegen identifizierte selbstständig verschiedene Merkmale wie Kanten, Linien oder Farben. Ihre Idee sei gewesen, dass nicht die Forscher herausfinden, wie es möglich sei, Kanten zu erkennen. Stattdessen hätten sie den Lernalgorithmus mit Tonnen von Daten gefüttert und die Software automatisch etwa daraus lernen lassen, erklärte der Stanford-Informatiker Andrew Ng in der New York Times den Ansatz.

Sortieren nach Kategorien

Als Nächstes legten die Forscher dem simulierten Gehirn eine Liste mit 20.000 Gegenständen vor und ließen es die Bilder entsprechend sortieren. Das Gehirn schaffte es, diese mit einer Trefferquote von 15,8 Prozent zuzuordnen - das sei deutlich besser als andere aktuelle Systeme für Maschinenlernen, schreiben die Forscher in einem Aufsatz, der als Preprint auf dem Dokumentenserver Arxiv veröffentlicht ist.

Besonders gute Ergebnisse erzielte das System beim Erkennen von Menschen - Gesichter erkannte es mit einer Quote von 81,7 Prozent, Körperteile 76,7 Prozent - sowie von Katzen. Dabei schaffte das künstliche Gehirn eine Genauigkeit von 74,8 Prozent.

Erkennen ohne Vorgabe

"Entgegen der landläufigen Meinung zeigen unsere experimentellen Ergebnisse, dass es möglich ist, ein Gesichtserkennungssystem anzulernen, ohne zu kennzeichnen, ob auf einem Bild ein Gesicht zu sehen ist oder nicht", schreiben die Forscher. Das System habe sich auch dadurch nicht verwirren lassen, wenn ein Gesicht nicht direkt in die Kamera schaute.

Neben Gesichtern habe es eben auch eine Vorliebe für menschliche Körper und Katzengesichter ausgebildet. "Wir haben ihm beim Training nie gesagt: 'Das ist eine Katze'", sagte Jeff Dean. "Es hat im Prinzip das Konzept einer Katze entwickelt."

Geheimes Labor

Mögliche Anwendungen für das Maschinenlernsystem sind beispielsweise eine verbesserte Bildersuche, eine automatisierte Übersetzung oder Spracherkennung - alles Bereiche, in denen Google aktiv ist. So wird im geheimen Labor Google X auch das Sprachsteuerungssystem Majel entwickelt, Googles Konkurrenz zu Apples Siri. Außerdem ist dort auch die Datenbrille entstanden.

Die Forscher um Dean und Ng wollen ihre Arbeit mit dem künstlichen Gehirn auf der International Conference on Machine Learning vorstellen. Diese findet vom 26. Juni bis 1. Juli 2012 in der schottischen Hauptstadt Edinburgh statt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

erma 02. Jul 2012

Schoneinmal Idiocracy geschaut? :D https://de.wikipedia.org/wiki/Idiocracy

petameter 30. Jun 2012

Skynet erwacht.

tingelchen 29. Jun 2012

Bei dem Topic musste ich zwangsweise an das hier denken http://www.youtube.com/watch?v...

tobit 29. Jun 2012

oder Lochkarten

neocron 28. Jun 2012

Hmm, da besteht aber meines Erachtens kein Zusammenhang! Das Halteproblem beschreibt...


Folgen Sie uns
       


OLKB Planck - Test

Die Planck von OLKB ist eine ortholineare Tastatur mit nur 47 Tasten. Im Test stellen wir aber fest, dass wir trotzdem problemlos mit dem Gerät arbeiten können - nachdem wir uns in die Programmierung eingearbeitet haben.

OLKB Planck - Test Video aufrufen
Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Miix 630 Lenovos ARM-Detachable kostet 1.000 Euro
  2. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  3. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018

Stromversorgung: Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos
Stromversorgung
Das Märchen vom Blackout durch Elektroautos

Die massenhafte Verbreitung von Elektroautos stellt das Stromnetz vor neue Herausforderungen. Doch verschiedenen Untersuchungen zufolge sind diese längst nicht so gravierend, wie von Kritikern befürchtet.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität iEV X ist ein Ausziehelektroauto
  2. Elektroautos Bundesrechnungshof hält Kaufprämie für unwirksam
  3. Ladekabel Startup Ubitricity gewinnt Klimaschutzpreis in New York

Disenchantment angeschaut: Fantasy-Kurzweil vom Simpsons-Schöpfer
Disenchantment angeschaut
Fantasy-Kurzweil vom Simpsons-Schöpfer

Mit den Simpsons ist er selbst Kult geworden, und Nachfolger Futurama hat nicht nur Sci-Fi-Nerds mit einem Auge für verschlüsselte Gags im Bildhintergrund begeistert. Bei Netflix folgt nun Matt Groenings Cartoonserie Disenchantment, die uns trotz liebenswerter Hauptfiguren in Märchenkulissen allerdings nicht ganz zu verzaubern weiß.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Streaming Wachstum beim Pay-TV dank Netflix und Amazon
  2. Videostreaming Netflix soll am Fernseher übersichtlicher werden
  3. Quartalsbericht Netflix verfehlt eigene Prognosen um 1 Million Neukunden

    •  /