Abo
  • Services:

Maschinelles Lernen: RCN erkennt zwei Drittel aller Recaptchas automatisch

Das Team von Vicarious AI arbeitet an einem maschinellen Lernalgorithmus, der automatisch Captchas verschiedener Anbieter lösen kann. Anders als vegleichbare Systeme nutzt das Recursive Cortical Network (RCN) aber nur einzelne Klartextbuchstaben als Referenz. Das Ergebnis soll trotzdem besser sein.

Artikel veröffentlicht am ,
RCN erkennt Captchas automatisch.
RCN erkennt Captchas automatisch. (Bild: Vicarious AI)

Das kalifornische Startup-Unternehmen Vicarious AI entwickelt einen maschinellen Lernalgorithmus, der mit großer Präzision Captcha-Abfragen diverser Anbieter erkennen und ausfüllen kann. Das Recursive Cortical Network (RCN) erkennt Buchstaben und Zahlen, indem es deren Konturen, Oberflächenbeschaffenheit und Hintergrund analysiert, statt vollständige Bilder von Symbolen zu nutzen.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Reutlingen
  2. Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen Referat Verwaltung/Personal (BKZ), Pirna

Als Vorgabe ist dem Modell die Struktur des Alphabets in Klartext gegeben, statt gelöste Captchas und deren Ausgangsbilder. In Anwendungsbeispielen verwenden die Mitarbeiter etwa die auf dem jeweiligen Computer installierten Schriftarten als Referenz für RCN.

  • Erfolgsquote von RCN und Konkurrenz bei Buchstabenabstand (Bild: Vicarious AI)
  • RCN rekonstruiert Buchstaben. (Bild: Vicarious AI)
  • Baumstruktur beim Erkennen von Mustern (Bild: Vicarious AI)
  • Der Buchstabe A als Problem für OCR-Systeme (Bild: Vicarious AI)
Baumstruktur beim Erkennen von Mustern (Bild: Vicarious AI)

Über diesen Ansatz baut der Algorithmus eine Art Abhängigkeitsbaum auf, beginnend bei einem ganz kleinen Ausschnitt des Quellbilds. Abschnitte werden zu Objekten zusammengefasst und mit anderen Objekten verglichen. Dabei achtet das Modell auf die Lage von Objekten zueinander, um das Muster eines Symbols zu erkennen. Passende Objekte werden im nächsten Schritt rekursiv zu Gruppen zusammengefasst. Das wiederholt sich, bis das Symbol vollständig analysiert wurde.

Hohe Genauigkeit bei wenig Ressourcenaufwand

Die Erfolgsquote scheint für den Algorithmus zu sprechen. RCN kann laut eigenen Aussagen damit eine Erfolgsquote von 94 Prozent pro Buchstaben bei Captchas von Recaptcha erreichen. Damit seien zwei Drittel aller so erzeugten Sicherheitsabfragen automatisch erkennbar. Der Mensch selbst hat eine Genauigkeit von 87 Prozent.

Captchas von Botdetect können mit einer ähnlich hohen Genauigkeit erkannt werden. Die Systeme von Yahoo und Paypal werden zu 57 Prozent gelöst. Ein Captcha gilt als sicher, wenn automatische Systeme nur ein Prozent der gestellten Begriffe erkennen.

RCN benötigt für die Lösung 260 Bilder von einzelnen Buchstaben. Andere Deep-Learning-Algorithmen benötigen etwa 50.000 Referenzbilder und sind damit wesentlich langsamer. Dadurch könnte es in Zukunft möglich sein, dass automatisierte Brute-Force-Passwortangriffe auf Webseiten auch auf weniger potenter Hardware ausgeführt werden können.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)

Trollversteher 01. Nov 2017

Hier geht es aber nicht um Messgeräte/algorithmische Erkennung, sondern maschinelles...

twothe 01. Nov 2017

Technisch ist das interessant was die Firma da macht, und kann beispielsweise bei der...

Benutzer0000 31. Okt 2017

1. spenden 2. pro x gelöste captchas werden y einheiten währung fällig 3. man hasst...

AllDayPiano 31. Okt 2017

Da scheitere ich jedes mal! Zu 90% brauche ich 2 versuche, zu 50% drei und mehr. Das...

Hotohori 31. Okt 2017

Ja, stimmt, schon öfters gehabt das wenn ich beim Passwort nicht mehr sicher war welches...


Folgen Sie uns
       


Analyse zum Apple-Event - Golem.de live

Die Golem.de-Redakteure Tobias Költzsch und Michael Wieczorek besprechen die drei neuen iPhones und die Neuerungen bei der Apple Watch 4.

Analyse zum Apple-Event - Golem.de live Video aufrufen
Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  2. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor
  3. NAND und DRAM Samsung scheint künstlich Flash-Preise hoch zu halten

Apple Watch im Test: Auch ohne EKG die beste Smartwatch
Apple Watch im Test
Auch ohne EKG die beste Smartwatch

Apples vierte Watch verändert das Display-Design leicht - zum Wohle des Nutzers. Die Uhr bietet immer noch mit die beste Smartwatch-Erfahrung, auch wenn eine der neuen Funktionen in Deutschland noch nicht funktioniert.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartwatch Apple Watch Series 4 mit EKG und Sturzerkennung
  2. Smartwatch Apple Watch Series 4 nur mit sechs Modellen
  3. Handelskrieg Apple Watch und anderen Gadgets drohen Strafzölle

Pixel 3 XL im Test: Algorithmen können nicht alles
Pixel 3 XL im Test
Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Dragonfly Google schweigt zu China-Plänen
  2. Nach Milliardenstrafe Google will Android-Verträge offenbar anpassen
  3. Google Android Studio 3.2 unterstützt Android 9 und App Bundles

    •  /