Abo
  • Services:

Maschinelles Lernen: Biometrisches Captcha nutzt Sprache und Bild

Gefilmt werden und eine Frage mündlich beantworten: Ein neues biometrisches Captcha-System soll verhindern, dass Algorithmen die Abfragen austricksen. Die Lösungszeit macht dabei den Unterschied zwischen Mensch und Maschine.

Artikel veröffentlicht am ,
Ins Telefon reden, um Captchas zu lösen - das könnte bald Alltag werden.
Ins Telefon reden, um Captchas zu lösen - das könnte bald Alltag werden. (Bild: Pexels.com/CC0 1.0)

Forscher der Tech School of Computer Science im US-Bundesstaat Georgia entwickeln eine biometrische Captcha-Abfrage mit mehreren integrierten Sicherheitsmechanismen. Diese Software nutzt die Kamera eines Hostgerätes, um die Nutzer aufzunehmen und als Menschen zu identifizieren. In Zeiten, in denen Machine-Learning-Systeme Captchas leicht umgehen können, soll diese Methode wieder Sicherheit schaffen.

Stellenmarkt
  1. Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, Verl
  2. Bosch Gruppe, Grasbrunn

Die Authentifizierung wird per Bild und Ton durchgeführt. Der Algorithmus analysiert neben dem Gesicht auch die Spracheingabe der Nutzer, während diese eine auf dem Bildschirm angezeigte Frage mündlich beantworten müssen. Das System übersetzt das Gesprochene in einen für das Hostgerät verständlichen String und vergleicht ihn mit der gespeicherten Antwort.

Die Kombination aus Audio- und Videobeweis soll es Angreifern und automatisierten Systemen schwer machen, ein solches Captcha auszutricksen. Projektmitarbeiter Erkam Uzun sagt dazu: "Wir machen die Hürder schwieriger überwindbar, indem wir den Nutzern unvorhersehbare Abfragen senden". Gestellte Fragen werden demnach zufällig ausgewählt.

Zeitunterschied zwischen Mensch und Maschine

Trotzdem: Selbst die Authentifizierung per Stimme und Bild ist nicht vor dem Überlisten sicher. Eine Maschine soll es laut dem Forschungspapier innerhalb von sechs bis zehn Sekunden schaffen, eine Audiospur nachzustellen. Ein echter Mensch benötigt hingegen nur etwa eine Sekunde. Dieser Zeitunterschied ist das Kriterium, das Maschinen auch als solche verraten soll.

Getestet wurde das Konzept mit 30 Testpersonen. Damit sind die Erkenntnisse noch nicht repräsentativ für eine größere Bevölkerungsgruppe. Es bleibt auch abzuwarten, wie eine audiovisuelle Captcha-Abfrage auf Webseitenbesucher wirkt. Wahrscheinlich dürfte es eine solche Technik es erst einmal schwierig haben, sich zu etablieren - vor allem, wenn Nutzer nicht wissen, wo ihre Gesichts- und Stimmdaten gespeichert und ausgewertet werden.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

BeRo 23. Feb 2018

Also Gebärdensprache kann ich auch nicht, ich kommuniziere komplett rein in Textform...

Vögelchen 23. Feb 2018

gehört sofort automatisch angezeigt und wegen Datenschutzverbrechen und Nötigung bestraft!

blaub4r 23. Feb 2018

Eine Maschine testen mich ob ich ein Mensch oder eine Maschine bin...

somedudeatwork 23. Feb 2018

schlimmer als das neue ReCaptcha geht es nicht mehr.

chefin 23. Feb 2018

Ja definitiv, du schaffst das nicht schneller als ein Computer. Full ack.


Folgen Sie uns
       


Eine kurze Geschichte des CCC - die 1980er

DFÜ, BTX und KGB - wir zeigen die Anfänge des Chaos Computer Club im Video.

Eine kurze Geschichte des CCC - die 1980er Video aufrufen
C64-WLAN-Modem ausprobiert: Mit dem C64 ins Netz
C64-WLAN-Modem ausprobiert
Mit dem C64 ins Netz

WLAN am C64 per Steckmodul - klingt simpel und nach einer interessanten Spielerei. Wir haben unseren 8-Bit-Commodore ins Netz gebracht und dabei geschafft, woran wir in den frühen 90ern gescheitert sind: ein Bulletin-Board zu besuchen.
Ein Erfahrungsbericht von Martin Wolf

  1. Klassiker Internet Archive bietet Tausende spielbare C64-Games

Hunt Showdown (Beta) im Test: Hmmm Hmmm Hmmm Hmmm
Hunt Showdown (Beta) im Test
Hmmm Hmmm Hmmm Hmmm

Tolle Optik, klasse Sound, dichte Atmosphäre: Hunt Showdown von Crytek macht solo oder im Duo schon im Early Access viel Spaß, wenn man sich auf das Spielprinzip einlässt. Wer laut ist, stirbt oft und schnell.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Laufzeitumgebung Cryengine 5.5 unterstützt Raytracing-Schatten

Privatsphäre: Kaum wird die App geöffnet, landen Daten bei Facebook
Privatsphäre
"Kaum wird die App geöffnet, landen Daten bei Facebook"

Viele Apps schicken ohne Zustimmung Daten an das soziale Netzwerk Facebook. Frederike Kaltheuner von der Organisation Privacy International erklärt, wie Nutzer sich wehren können.
Ein Interview von Hakan Tanriverdi

  1. Facebook 15.000 Moderatoren und ein lückenhaftes Regelwerk
  2. Facebook Netflix und Spotify bekamen Zugriff auf private Nachrichten
  3. Datenschutz Löschen des Tracking-Verlaufs auf Facebook macht Probleme

    •  /