MAS-MAMR: Toshiba zeigt Festplatten-Demo für 30+ TByte

Mit einer verfeinerten Form der Microwellen-unterstützten Technik (MAMR) will Toshiba die Kapazität von Festplatten auch künftig steigern.

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Eine Toshiba-Festplatte [Symbolbild]
Eine Toshiba-Festplatte [Symbolbild] (Bild: Toshiba)

Toshiba hat einen Ausblick auf MAS-MAMR gegeben. So heißt ein Aufzeichnungsverfahren für Festplatten, mit dem der japanische Hersteller künftig HDDs mit 30 TByte Kapazität und mehr produzieren will. Die Technik erfordert angepasste Lese/Schreibköpfe, aber auch neue Plattern.

MAS-MAMR steht für Microwave Assisted Switching Microwave Assisted Magnetic Recording, also eine Untergruppe von MAMR und damit Microwellen-unterstützter Aufzeichnung. Bisher setzte Toshiba auf FC-MAMR, was die Abkürzung für Flux Control ist und in der MG09 mit 18 TByte Fassungsvermögen zum Einsatz kommt.

Für die Demonstration von MAS-MAMR hat Tobisha mit Showa Denko (SDK) für die Plattern und mit TDK für die Lese/Schreibköpfe zusammengearbeitet. Herausgekommen ist doppelter STO-FGL, was für Spin Torque Oscillator und Field Generation Layer steht. Ein solcher Kopf sendet Mikrowellen aus, welche effektiver und fokussierter sein sollen als bei FC-MAMR. Das erhöht die Aufnahme-Performance und führt zu einer Steigerung der Datendichte.

48 TByte problemlos möglich

Einem Bericht von Blocks & Files zufolge ist Toshiba der Ansicht, dass sich mit MAS-MAMR die Kapazität ausgehend von einer 16-TByte-FC-MAMR-Festplatte verdreifachen lässt, was ergo 48 TByte wären. Laut Toshibas Senior Manager Rainer Kaese sieht der Hersteller "keine Hindernisse", dieses Ziel in den nächsten Jahren zu erreichen.

  • Aufbau des Dual FGL STO (Bild: Toshiba)
Aufbau des Dual FGL STO (Bild: Toshiba)

Auch Western Digital setzt ebenfalls auf eine Untergruppe von MAMR - das sogenannte Energy Assisted Magnetic Recording (EAMR). Seagate hingegen will künftig mit HAMR (Heat Assisted Magnetic Recording) arbeiten, dieses Verfahren benötigt allerdings teurere Glasplattern, da das zu beschreibende Medium per Laser erhitzt wird.

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